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Schmuckumschlag und Rückblick

Wann? 18.05.2017 11:00 Uhr

Wo? Trinitatiskirche, Holzmarkt 4, 38300 Wolfenbüttel DE
Schmuckumschläge mit und ohne Briefmarke/ Sonderstempel und 70er und 45er Briefmarken am 18.5. von 11-16 Uhr zu erwerben.
 
45er Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke
Wolfenbüttel: Trinitatiskirche | Eine große Nachfrage am Tschernobyl-Jahrestag beim Sonderpostamt in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel an Schmuckumschlägen und Tschernobyl/ Fukushima-Briefmarken führten zu Nachbestellungen, die man nun am Donnerstag, den 18.5. von 11:00 bis 16:00 Uhr in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel abholen/erwerben kann:
Schmuckumschlag mit Briefmarke und Sonderstempel: 3.- €.
Schmuckumschlag „Blanko“: 2,- €.
70er und 45er Briefmarken zum Aktionspreis = Briefmarkenwert. (Herstellungskosten liegen wesentlich höher).

Rückblick auf die "Europäischen Aktionswochen..." / Region Braunschweig 2017

Mit der Asse-Konzert-Auftaktveranstaltung 2017 in der Schünemanschen Mühle in Wolfenbüttel mit dem Titel „Und es ist das ewig Eine“ am 7. Mai mit Anna Stieblich, Hans Gröning und Byron Knutson endeten die diesjährigen „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig mit einem musikalischen Hochgenuss.
Ein Asse-Konzert im Rahmen der EuAW hat inzwischen Tradition.
Weitere musikalische Unterstützung für die EuAW gab es durch das Benefizkonzert des Akkordeonorchesters Gronau, durch Takashi Kunimoto mit der japanischen Bambuslängsflöte „Shakuhachi“ bei der Kerzenaktion, bei „Literatur und Musik“ mit Niklas Wohlt, Andreas von Einem und Familie Galter.
Die Ausstellung in der Trinitatiskirche wurde eröffnet mit Ala und Gennady Vinogradskij (Akkordeon und Domra). Der Chor Nadeshda begleitete die Ausstellungs-Abschlussveranstaltung mit Liedern aus Belarus, Ukraine und Russland.
Die teils heitere, teils meditative Musik, die sowohl das moderne als auch das klassische Spektrum abbildete, war in jedem Falle eine Bereicherung und gab die Möglichkeit den teils schwierigen und schweren Vortragsimpulsen den gedanklichen Raum zur Vertiefung und Orientierung.

Vortragsimpulse gab es reichlich in dieser insgesamt 8 Wochen andauernden Aktionswochen. Da gab es vor allem die Zeitzeugen der nuklearen Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima (Shinobu Katsuragi, Takashi Kunimoto, Klaudzija und Adam Varanets) die in Schulen berichteten aber auch Statements bei unterschiedlichen Veranstaltungen abgaben. Und es gab Vorträge und Lesungen sowohl zu den Folgen der Katastrophen als auch zu der wichtigen Alternative, der erneuerbaren Energie.

Der diesjährige Schwerpunkt lag bei den Ausstellungen „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“, „Das Kreuz von Asse und Konrad“ und „Entdeckung der Radioaktivität“. Eine spannende, thematische Breite, die deutlich macht, dass es hier noch viele offene Fragen gibt. Hier wurde weitere Forschung und eine offene und ehrliche Informationspolitik angemahnt. Für einen verantwortlichen Umgang und zur Umsicht in der Nutzung nuklearer Energien forderte auch der diesjährige Schirmherr, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Jörg Röhmann, auf. Er eröffnet die Ausstellungen in der Trinitatiskirche Wolfenbüttel und sprach ein Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung in Winnigstedt: „Energielandschaft Ostbraunschweigisches Hügelland im Werden“.

Im Mittelpunkt des Gedenkens standen die Nuklear-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima. Jeweils zu den Jahrestagen finden inzwischen traditionsmäßige Veranstaltungen statt. Am Fukushima-Jahrestag ein „Mittagsgebet“ vorwiegend mit Schülern und am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestages eine „Kerzenaktion“. Am Tschernobyl-Jahrestag findet seit 5 Jahren um 11:55 h in Salzgitter auf der städtischen Wiese vor dem Bundesamt für Strahlenschutz eine „Andacht am Lutherbaum“ statt.
Ein einmaliges Highlight war am diesjährigen Tschernobyl-Jahrestag das „Sonderpostamt“ im Rahmen der Ausstellungen in der Trinitatiskirche. Hier gab es dann auch –anlässlich dieses Jahrestages – einen Sonderstempel und eine „Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke“ auf einem entsprechenden Schmuckumschlag. Hierzu hatte sich hoher Besuch angesagt. So konnte Sozialdiakon i.R. Paul Koch und Pastor Stefan Lauer noch vor der offiziellen Eröffnung des Sonderpostamtes einen Schmuckumschlag mit Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke und Sonderstempel überreichen an: Landesbischof Dr. Christian Meyns, Propst Dieter Schultz-Seitz, Heinz-Rainer Bosse (Stellv. von Bürgermeister Pink), Konsul Vasiyl Marushchynets (Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg), Ruslan Schamankov (Botschaft Belarus in Berlin), Tschernobyl-Zeitzeugen Klaudzija und Adam Varanets mit Dolmetscherin Svetlana Margolina, Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto, Bodo Walther (Arbeitskreis Japan/Landeskirche und Mitglied im Trägerkreis „Europäische Aktionswochen….“, Dr. Benno Dalhoff aus Soest / NRW, Ideen- und Vorlagegeber für die Schmuckumschlag und der individuellen Briefmarke (und Autor der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“) sowie Axel und Dorothea Becker (Sponsoren der Aktion).
Ein Großteil dieses Personenkreises fuhr anschließend nach Salzgitter zur Andacht am Lutherbaum. Hier hielt der Landesbischof Dr. Meyns die Ansprache. Zusammen mit Oberbürgermeister Klingebiel enthüllte dann der Landesbischof im Beisein von Wolfram König (Präsident Bundesamt für Strahlenschutz) dem Konsul Vasiyl Marushchynets (Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg), Ruslan Schamankov (Botschaft Belarus in Berlin) und vielen Besuchern der Andacht eine Stele, die den „Lutherbaum“ erklärt.

Die vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund initiierten „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ wird in der Region Braunschweig von einem ökumenischen Trägerkreis verantwortet und von Sozialdiakon i.R. Paul Koch organisiert und begleitet.
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