Anzeige

Jahresrückblick auf die Europäischen Aktionswochen

Schüler-und Jugend-Umweltwettbewerbsteilnehmer werden von Landrätin Christina Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink während des Umweltfestivals ausgezeichnet.
 
In einer Braunschweiger Berufsschule berichten Mako und Ken Oshidori (Tokio/Japan) von der TEPCO-Katstrophe in Fukushima.
 
Andacht am "Lutherbaum" in Salzgitter auf der städtischen Wiese vor dem Amt für Strahlenschutz mit dem Posaunenchor der Propstei Salzgitter Lebenstedt und dem Vorbereitungsteam um Pastor Dirk Westphal, Pastorin Kirstin Müller und Sozialdiakon i. R. Paul Koch.
Wolfenbüttel: Fußgängerzone |

Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima europaweit und in unserer Region Braunschweig

Für die Initiativ – und Aktionsgruppen, die sich mit den Thema Atomenergie/ Erneuerbare Energie beschäftigen, war das Jahr 2016 geprägt von den beiden Jahrestagen

„Tschernobyl“ (30 Jahre) und „Fukushima“ (5 Jahre).

So auch für die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig, das sich als Teil der vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten europäischen Aktionswochen (EuAW) versteht. So wurden durch die IBB-Initiative im nun ablaufenden Jahr europaweit über

400 Veranstaltungen in 220 Städten und 13 Ländern

durchgeführt. (http://ibb-d.de/ bzw. http://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktion...)

Mit 43 Veranstaltungen in Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter und Remlingen ist die Region Braunschweig in diesem europäischen Netzwerk mit über 10 % als stärkster Trägerkreis beteiligt. Zum vierten Mal fanden in der Region Braunschweig die Europäischen Aktionswochen statt. Der ökumenische Trägerkreis für die Region Braunschweig (bestehend aus: Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und Institutionen/ Gremien/Arbeitsbereichen der Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig, nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/Windkraft und Landschaft“; Umweltbeauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde mit Projektleiter Paul Koch) hatte diese stattliche Zahl durch eigene Veranstaltungen, Kooperationen aber auch mit einer Reihe eigenständiger Veranstaltungen die im gemeinsamen Werbeflyer erschienen, erreicht.
Diese unterschiedliche Verantwortlichkeit teilt sich wie folgt auf:
24 Veranstaltungen in eigener Regie des Trägerkreises EuAW/Braunschweig.
5 Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Institutionen:
AufpASSEn e.V.; Asse-Andacht; Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur (reka); Evangelische Erwachsenenbildung und das Umweltfestival.
16 Veranstaltungen anderer Institutionen.
„Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur“ /reka Theater und Kino); AufpASSEn e.V. (Asse-Ausstellung und Vorträge); Mütterzentrum Braunschweig (Film); AG-Schacht-Konrad u.a. (Frühstücksmeile); Asse-Konzert und Rudolf Fricke (Experimentier-Vortrag in der Ostfalia).

Bei diesen 43 sehr unterschiedlichen Veranstaltungen (Von Musik, Film und Theater über Vorträge und Gedenkveranstaltungen bis hin zu Umweltfestival) wurden annähert 9.000 Menschen erreicht.
608 € wurden mit dem Benefizkonzert/Umweltfestival und bei anderen Gelegenheiten im Rahmen der EuAW gesammelt und zu gleichen Teilen einem Tschernobyl – und einem Fukushima- Kindererholungsprogrammen überwiesen.

Das Umweltfestival, wurde im Wesentlichen von Paul Koch (Projektleiter EuAW), Martina Münstermann-Kreifels (Stadt Wolfenbüttel; Dezernat IV - Stadtentwicklung und Bauen Umweltschutz und Energiemanagement), Armin Herglotz (Landkreises Wolfenbüttel; Amt 64 – Umwelt), Reiner Strobach (Propstei Wolfenbüttel; Ev. Propsteijugenddienst) und Jessica Lau (»Nördliches Harzvorland« - Tourismusverband e. V.) vorbereitet. Im erweiterten Vorbereitungskreis waren: RockBüro, Ostfalia Hochschule (Versorgungstechnik und CEMO); „Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur“ (reka); „regionalen energie agentur“; Ev. Jugend Wolfenbüttel der Landeskirche; „Aktion Atommüllfreie Asse“ (mit Wolfenbütteler Umweltmarkt); AufpASSEn e.V., und Samtgemeinde Elm-Asse. Insgesamt 30 Informations- und Aktionsständen und ein umfangreiches Bühnenprogramm gaben dem Umweltfestival einen informativen und unterhaltenden Charakter.
Das Umweltfestival wurde durch den Schüler- und Jugend-Umweltwettbewerb von Stadt und Landkreis bereichert. Die Teilnehmer des Wettbewerbes konnten ihren Beitrag im Rahmen des Umweltfestivals vorstellen und wurden in diesem Rahmen auch ausgezeichnet. Über das Rockbüro ließen sich 3 Musikgruppen aus der Region („Musix“, „Hero In Destress“ und „ Alex, Max & Mo“) für ein Benefizkonzert zum Abschluss des Umweltfestivals gewinnen.

Die Schirmherrschaft lag 2016 in den Händen von Landrätin Christina Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink.

„Auch 2017 werden wieder in unserer Region Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima organisiert“, kündigt Paul Koch als Projektleiter an. Es werden auch wieder Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen zur Verfügung stehen, die kostenlos in Schulen und Gruppen von ihren Erfahrungen berichten (Anfragen und Absprachen über paul.koch47@gmx.de).
Weiter erklärt Paul Koch: „Ein Umweltfestival in Federführung der Europäischen Aktionswochen wird es nicht mehr geben, weil sich herausgestellt hat, dass dieses Unterfangen die Möglichkeiten des Ehrenamtes übersteigt“. Allerdings würde bei einer anderen Verantwortlichkeit der Trägerkreis gerne seine Erfahrungen in ein „neues“ Umweltfestival einbringen.


Hintergrundinformationen:
Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen. Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am 25.4. / Vorabend des Tschernobyl-Jahrestages) eine Kerzenaktion europaweit durchgeführt wird. In unserer Region wurde diese Kerzenaktion in der Marktkirche in Goslar und in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel durchgeführt.

Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft und der nachfolgenden Generation verpflichtet. Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“. In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungsvollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Im Rahmen der „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ können diese unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. In der Region Braunschweig gehören die bewährten Elemente „Fukushima-Mittagsgebet“, „Kerzenaktion“, „Andacht am Lutherbaum“ und die „Zeitzeugengespräche/Zeitzeugenberichte“ zum festen Bestandteil im Rahmen „Gedenken an Tschernobyl und Fukushima“. Das Thema Erneuerbare Energie/Energiewende wird vorwiegend in Vorträgen und Besichtigungen angeboten. Mit dem Umweltfestival 2014 wurde der Weg beschritten beide großen Themen (Gedenken und Erneuerbare Energie) mit Besinnlichkeit, Informationsaustausch, Musik und Gespräche zu verbinden und zu einem nachhaltigen Großereignis werden zu lassen. Zum 30. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe und dem 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe wurde dieses Umweltfestival 2016 ein zweites Mal federführend vom Trägerkreis durchgeführt.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
7
Bodo Walther aus Wolfenbüttel Stadt | 27.12.2016 | 21:23  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.