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Großes Interesse an der Lösung der Atommüll-Frage und an Fragen zur Erneuerbaren Energie / Energiewende

Auftakt des Studientages in der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel. Prof. Kuck begrüßt die japanische Delegation
 
In der Nifar-Lernfabrik (innerhalb der Ostfalia-Hochschule) erklärt ein Student im Beisein von Prof. Brüggemann wie man in der Industrie, am Beispiel von Druckluft, Energie einsparen kann.
Wolfenbüttel: Ostfalia-Hochschule | Prof. Kenichi Oshima (Universität Ritsumeikan /Japan) beschäftigt sich schon lange mit der Energiepolitik in Deutschland und kommt seit 1995 jedes Jahr nach Deutschland. Er war nach dem Unfall des AKW Fukushima 2011 ein Ausschussmitglied für die Energiepolitik der japanischen Regierung, bis der heutige Premierminister an die Macht gekommen ist.
Die Studienreisen an der Prof. Kenichi Oshima, meist in Begleitung weiterer Professoren aus dem Bereich Umwelt/ Umweltpolitik, werden von Riho Taguchi (japanische Schriftstellerin und Übersetzerin, seit ca. 10 Jahren in Hannover wohnhaft) organisiert und begleitet.
So organisierte sie auch die Studienreise im letzten Jahr, die unter anderem zum Asseschacht (Asse II), zum Bundesumweltministerium, zum Bundeswirtschaftsministerium und zu einem Öko-Institut führte.
Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: Fragen zu Schacht Konrad und Fragen zur Erneuerbaren Energie/Energiewende. Mit dieser Fragestellung kamen Anfang der Woche die Professorin Eri Kanamori (Universität Ritsumeikan /Japan) , Professor Masatake Uezono (Universität Shimane/Japan) und Professor Kenichi Oshima (Universität Ritsumeikan /Japan) in unsere Region, in Begleitung von Riho Taguchi und Professor Franz Renz (Leibniz-Universität/Hannover). An diesem ersten Studientag begleitete auch Paul Koch (Sozialdiakon i.R.) die Delegation, der die Programmpunkte am Nachmittag organisierte.

Auf dem Tages-Programm stand zunächst die Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel. Zunächst begrüßte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kuck die Delegation bevor dann Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann nach einer kurzen Einführung mit der Delegation einen Rundgang durch „Musterfabrik Nifar “ innerhalb der Ostfalia machte. Nifar steht für Niedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffizienz. Hier lernt man in verschiedenen Bereichen wie man effizient Energie sparen kann. Bei entsprechender Berücksichtigung (und Investition) kann man laut Prof. Brüggemann in der Industrie bis zu 30 % Energie einsparen – bei entsprechender Programmierung von Industrie-Robotern sogar 40 %. Im Anschluss an den „Nifar-Rundgang“ zeigt Prof. Kuck den Energiepark der Ostfalia. Dem schlossen sich dann Informationen und Diskussion zur Energiewende / 100 % erneuerbare Energie an.
Am Nachmittag ging es mit dem Thema 100 % erneuerbare Energie weiter. Frau Dr. Gudrun Beneke (Ev. Akademie Braunschweig) referierte über „Erneuerbare Energie und Landschaftsfragen“. Gerade auch die Fragen über politischen und gesellschaftlichen Probleme mit der Windkraft waren für die Gäste sehr interessant, wenn auch manches demokratische und verwaltungstechnische Prozetere den Gästen mehrmals erklärt werden musste.
Im Vorgriff auf den am Mittwoch geplanten Besuch im Infozentrum Schacht Konrad, traf sich die Delegation am Spätnachmittag mit Vertretern der AG-Schacht Konrad im Konrad-Haus in SZ- Bleckenstedt. Ursula Schönberger und weitere Mitglieder der AG-Schacht Konrad stand den konkreten Fragen der Gäste Rede und Antwort. Es ging um das Auswahlverfahren und der Eignung von Schacht Konrad zum geplanten Atommüllendlager. Des Weiteren ging es um Fragen bezüglich der Arbeit der Bürgerinitiative und ihr Verhältnis zum BfS und Umweltministerien.
Die japanischen Gäste waren den ganzen Tag geduldige und aufmerksame Zuhörer mit einer großen Ausdauer in der Diskussion die natürlich durch die notwendige Übersetzung auch immer zeitlich intensiv war.
Am Ende dieses Studien-Tages bedankte sich die japanische Delegation für die vielen Informationen und die offenen, freundlichen Gespräche. Sie werden nicht viel Zeit haben bis sie an anderem Ort wieder viele Informationen erhalten und nach der einwöchigen Studienreise zurück in ihre japanische Heimat fliegen.
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