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Entdeckung der Radioaktivität und die Folgen

Wann? 10.03.2017 19:00 Uhr

Wo? Trinitatiskirche, Holzmarkt 4, 38300 Wolfenbüttel DE
Dr. Benno Dalhoff, Lehrer i.R. (Biologie und Chemie) und Kunstliebhaber. Er wird vorgestellt in dem Internet-Blog „Tschernobyl-Erinnerungen“: https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2017... (Foto: Dr. Benno Dalhoff)
 
Dr. Benno Dalhoff: azurro fatale (verhängnisvolles Blau). Die abstrakt wirkende Fotografie von Taryn Simon zeigt schwarze Kreise in einer blau illuminierten Umgebung. Das Gemälde ‘azzurro fatale‘(Bleistift, Acryl – 120 cm x 80cm) zeigt Atommüllbehälter aus rostfreiem Stahl, die in einem staatlichen Nuklearkomplex im Bundesstaat Washington gelagert werden. Das Blau im Wasser zeigt die strahlende Energie der schwarzen Kreise. (Foto: Dr. Benno Dalhoff)
 
Sonderstempel nach einer Idee von Dr. Benno Dalhoff, grafische Realisierung von Martin Ellerkmann und Herstellung durch die deutsche Bundespost. Der Sonderstempel ist nur am 26.4. in der Trinitatiskirche/ Sonderpostamt erhältlich. (Foto: Post AG)
Wolfenbüttel: Trinitatiskirche |

In wenigen Tagen jährt sich die Fukushima-Katastrophe zum 6. Mal (11.03.) und die Tschernobyl-Katastrophe zu 31. Mai (26.4.).

In diesem Zeitraum wird es wieder, vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiierte und unterstützte, europaweite Aktionen zum Thema: „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ geben. Einen Gesamteuropäischen Überblick über die Aktionen in diesem Zusammenhang finden Sie hier: http://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktion...

Seit 2013 gibt es in der Region Braunschweig einen ökumenischen Trägerkreis, der sich an diesen europäischen Aktionswochen beteiligt. In diesem Jahr ist einer der Schwerpunkte eine Ausstellung in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel, bzw. 3 Ausstellungen zum Thema Radioaktivität mit ergänzenden Informationen und einem interessanten Rahmenprogramm.
Es sind folgende Ausstellungen:
- Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima – Der Strich der Natur ist zerbrochen
- Das Kreuz von Asse II und Schacht Konrad
- Entdeckung der Radioaktivität

Anlässlich des 30. Jahrestages von Tschernobyl und des 5. Jahrestages von Fukushima stellte Dr. Benno Dalhoff für die Tschernobyl-Initiative in Soest/ NRW eine Kunst-Ausstellung mit Arbeiten aus seiner 30jährigen künstlerischen Verarbeitung der beiden Super-GAUs zusammen mit dem Titel: „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima – der Strich der Natur ist zerbrochen“. Die Ausstellung wurde also 2016 in Soest gezeigt – und dann verschwindet die Ausstellung in der Versenkung. Das wäre zu schade! Bei der Auswertung der „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2016 in Dortmund erfuhr Sozialdiakon i.R. und Organisator der Aktionswochen in der Region Braunschweig, Paul Koch, von dieser Ausstellung. Er nahm Kontakt auf mit Dr. Benno Dalhoff auf und fragte, ob denn die Ausstellung auch in die Region Braunschweig kommen könnte. Die Rückmeldung war positiv, wie so manches was sich im Nachgangh ergeben hat.
Dr. Benno Dalhoff ist Lehrer i.R. (Biologie und Chemie) und Kunstliebhaber. Seit seiner Pensionierung auch 'freischaffender Künstler'. Er wird vorgestellt in dem Internet-Blog „Tschernobyl-Erinnerungen“: https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2017...
Ergänzt wird dieser Ausstellungsteil von großformatigen Fotos von früheren Fahrten in die Sperrzone von Tschernobyl und von Informationsmaterial über Tschernobyl vom Bundesamt für Strahlenschutz.

Neben den symbolhaften Kreuzen zu Fukushima und Tschernobyl und den weitergehenden und ergänzenden Kunstwerken von Dr. Benno Dalhoff gibt es auch reale Kreuze zu sehen, die speziell für die Asse-Andachten und Konrad-Gottesdienste hergestellt wurden und bei den entsprechenden Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Dazu wird die seelsorglich-begleitende kirchliche Arbeit dokumentiert. Ergänzt wird dieser Ausstellungsteil mit Informationen der Bürgerinitiativen AufpASSEn e.V. und AG-Schacht-Konrad e.V. sowie von der Aktion AsseKonzerte. Und auch hier Informationsmaterial zu den Themen Asse II und Schacht Konrad vom Bundesamt für Strahlenschutz.

Die dritte Ausstellung befasst sich mit der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Der inhaltliche Zusammenhang zu den anderen beiden Ausstellungen liegt auf der Hand. Aber es gibt auch einen regionalen Zusammenhang, denn es waren Wolfenbütteler Wissenschaftler die vor gut 100 Jahren umwälzende Entdeckungen durch ihre Forschungen gemacht haben. Es waren die Physiker Julius Elster (1854-1920) und Hans Geitel (1855-1923) aus Wolfenbüttel die die Frühphase der Strahlungsforschung mitgestalteten. Der Lehrer i.R. und Historiker Rudolf Fricke, ebenfalls aus Wolfenbüttel, beschäftigt sich seit langem mit Elster und Geitel und wird auch im Rahmenprogramm der Ausstellung (am Donnerstag, den 30.3. um 19:00 h in der Trinitatiskirche) den Vortrag „Experimente – Entdeckungen – Folgerungen“ - Radioaktivitätsforschung in der Region Braunschweig) halten. Auch zu diesem Ausstellungsteil gibt es Informationsmaterial vom Bundesamt für Strahlenschutz. Dabei geht es um die Strahlen-Themen: „Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Radioaktivität“, „Das deutsche Messnetz für Radioaktivität“, „Höhenstrahlung und Fliegen“ „Strahlung und Strahlenschutz“.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 14.3. bis 28.4. Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 16:00 Uhr (und nach Vereinbarung). Der Eintritt ist frei. In dieser Zeit gibt es auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm von „Literatur und Musik“, „Schreibwerkstatt“, „Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima“, "Kerzenaktion" mit Tschernobyl-und Fukushima-Zeitzeugen und am 26.4. ein Sonderpostamt mit Sonderstempel und Sonderbriefmarke.
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 10.03. um 19:00 h von Pfarrer Stefan Lauer und Sozialdiakon i.R. Paul Koch, mit Schirmherrn/ Staatssekretär Jörg Röhmann, Propst Dieter Schulz-Seitz, Umweltbeauftragter Rolf Adler, den Verantwortlichen für die Ausstellungen (Lehrer i.R. Dr. Benno Dalhoff, Sozialdiakon i.R. Paul Koch und Lehrer i. R. Rudolf Fricke).
Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Alla und Gennady Vinogradskij (Akkordeon und Domra).
Als Abschlussveranstaltung ist eine Podiumsdiskussion geplant zum Thema „Entdeckung und Wirkung der Radioaktivität“ am Freitag, den 28.4. um19:00. Das Eingangsreferat hält Dr. Rainer Gellermann, (Dipl.-Phys.). Auf dem Podium werden sein: Rudolf Fricke, (Lehrer i. R. / Historiker); Dr. Winfrid Eisenberg, (Kinderarzt i.R. / IPPNW); Dr. Benno Dalhoff; (BUND), Jürgen Menge, Herzberg (Physiklehrer i.R.). Die Veranstaltung moderiert Michael Fuder. Eingeleitet wird die Veranstaltung Pfarrer Stefan Lauer und Sozialdiakon i.R. Paul Koch und den Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudzija Varanets. ).
Musikalisch umrahmt wird die Abschlussveranstaltung von dem Chor „Nadeshda“ aus Weddel.
Ausführliche Informationen über die Ausstellungen, dem Rahmenprogramm und den Zeitzeugen im Internet: https://zukunftdanach.wordpress.com/
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