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24. September - Erster Europäischer Pilztag

Bodenbewohnende Pilze wie z. B. der Riesenschirmling sind durch die anhaltende Trockenheit und Hitze der vergangenen Wochen kaum zu erwarten.
Wolfenbüttel: Lechelnholz |

Der Tintling ist nicht nur ein Pilz, sondern auch eine Fachzeitschrift für den pilzkundlich Interessierten. Die Zeitschrift ist 2016 mit der einhundertsten Ausgabe 20 Jahre alt geworden. Auf Initiative des TINTLINGs findet in diesem Jahr am 24. September der Erste Europäische Pilztag statt. www.tintling.com Dieser Aktionstag soll zukünftig an jedem vierten Samstag im September stattfinden.

Gedenk- und Aktionstage gibt es für nahezu jeden Tag im Jahr: Der internationale Tag der Blockflöte, Tag des deutschen Schlagers, Weltnudeltag aber natürlich auch sehr ernste Aktionstage wie den Weltkindertag oder den internationalen Tag der Menschenrechte.
Warum also nicht auch einen europäischen Pilztag. Wichtig genug sind Pilze, denn Leben auf der Erde ist ohne sie nicht vorstellbar. Sie bilden ein riesiges Recyclingsystem, in dem alles Abgestorbene wie Holz, Blätter, Nadeln und andere organische Materialien abgebaut und als Nährstoffe wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden. Sie sind in die Ernährung der Bäume und anderer Pflanzen unverzichtbar eingebunden, produzieren medizinische Wirkstoffe oder geben Tieren Nahrung und ein Zuhause. Pilze helfen bei der Herstellung von Bier, Wein oder Käse und sind letztlich selbst eine Delikatesse, wenn man sich nicht vertut.

Über 200 Veranstaltungen in sechs Ländern sind für den 24. September beim TINTLING angemeldet: Pilzwanderungen, Ausstellungen, Lehrgänge, Themenabende, Sammlerberatungen. Ziele des Aktionstages sind u. a. die Verbreitung der Kenntnisse auch bei Kindern und Jugend, Förderung des Verständnisses von Pilzen, Intensivierung des Artenschutzes und Erhaltung der Lebensräume sowie Verbraucheraufklärung.

Leider findet der Erste Europäische Pilztag in Norddeutschland weitgehend ohne Pilze statt. Seit Wochen fehlt für ein Pilzwachstum der Regen; die Temperaturen waren viel zu hoch. Sammler durchstreifen die Wälder ohne nennenswerten Erfolg. Lediglich in den Stubben, Stämmen und dicken Ästen ist so viel Feuchtigkeit gespeichert, dass es einigen holzbewohnenden Arten gelingt, Fruchtkörper auszubilden. Ein geplantes pilzkundliches Wochenende auf Gut Sunder musste in den Oktober verlegt werden.

Wenn Sie dennoch Lust haben, zusammen mit mir auf eine pilzkundliche Entdeckungstour durch das Lechelnholz zu gehen, um zu schauen, was Trockenheit und Hitze für Pilze bedeutet: Samstag, 24. September, 14.00 Uhr. Dauer etwa 2 Stunden, kostenfrei. Treffpunkt ist der Waldparkplatz hinter dem Sternhaus in der Zufahrt nach Wolfenbüttel.
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