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Antirassistische Aktion gegen Grenzen und die AFD in Braunschweig

Am heutigen Samstag, 23.04.2016, haben etwa 35 Aktivist*innen in Braunschweig gegen die europäische Grenzpolitik und für Bewegungsfreiheit demonstriert. Anlass für die Aktion, war der erneute Tod von hunderten Flüchtenden, die in der letzten Woche auf dem Weg nach Italien im Mittelmeer ertranken. Außerdem sollte durch die Aktion ein Infostand der AFD auf dem Braunschweiger Kohlmarkt gestört werden.

Angefangen wurde die Aktion mit einem DIE-IN, bei dem sich etwa 12 Aktivist*innen nach einem Alarm auf den Boden legten, wo sie durch Andere mit Kreide umrandet wurden. Unterstrichen mit einem Transparent „Europas Grenzen Töten“ und Grablichtern sollte an die ertrunkenen Menschen gedacht werden und die Passant_innen aus ihrem Alltag gerissen werden. Unmittelbar vor dem AFD Stand konnte so die rassistische Propaganda massiv beeinträchtigt werden.
Anschließend konnte für die nächsten drei Stunden der Infostand der AFD durch Parolen, Reden, Flyer und Diskussionen gestört werden.

Hier der Flyertext:

Europas Grenzen Töten

Wie viele Menschen jeden Tag an den Grenzen Europas sterben kann niemand genau sagen. Laut IMO (UN) waren es alleine in den ersten Monaten 2016 über 1200 Menschen, die im Mittelmeer ertrunken sind. Gerade anfangs dieser Woche ertranken 500 vor den Grenzen Italiens.
Sie ertrinken, weil sie vor Krieg, Armut und Verfolgung fliehen müssen und Europa aus Furcht etwas von seinem Wohlstand teilen zu müssen die Grenzen ausbaut, anstatt Schutz zu gewähren.
Gerade verbreitet sich in Deutschland Erleichterung über die sinkenden „Flüchtlings-zahlen“ - eine makabere Erleichterung!
Darüber, dass die Menschen in den Lagern in Griechenland laut Aussage von vielen aus-harrenden Flüchtenden „langsam getötet werden“? Oder darüber, dass durch den EU-Türkei-Deal hunderte Fliehende wieder in die Türkei, u.a. bekannt für Menschenrechtsverletzungen gegenüber Kurd*innen und illegale Abschiebungen nach Syrien, geschoben werden?
Die immer dichteren Grenzen werden die Menschen nicht abhalten, sondern zwingen sie immer riskantere Routen zu nehmen oder in Länder zu fliehen, in denen sie weiterhin nicht sicher sind.

Wir fordern: Solidarität mit den fliehenden Menschen, statt Abschottung und Mord! Bewegungsfreiheit für alle!
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