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Die Aktionen am (vorerst) letzten Badetag im Badezentrum Gliesmarode

Andreas Jäger liest "Schwimmbadgeschichten" im BegegnungsZentrum vor
 
David Kosel und Timo Lehne

Ab 8 Uhr des 9. Juli 2014 hatte der Förderverein seinen Infostand vor dem Badezentrum Gliesmarode aufgebaut. Heute sollten die Türen unter der Regie der Stadtbad Braunschweig GmbH das letzte Mal öffnen. Damit die Türen nicht lautlos geschlossen werden, war ein kleines Spektakel geplant. Bekannte Musiker, Schauspieler und ein Chor haben sich spontan bereiterklärt, für unsere Sache aufzutreten und so den Abschied für längere Zeit ins Gedächtnis einzuprägen.

Die Wettervorhersage schien uns erst einen dicken Strich durch unsere Rechnung machen zu wollen. Doch ab 10 Uhr lockerte es auf. Genau richtig, denn es kamen bereits die ersten Schulklassen der benachbarten Schulen. Für diesen Besuch las Andreas Jäger aus dem Kinderbuch „Schwimmbadgeschichten“, welches wir eigens von der Autorin Katja Reider besorgt haben. Mit seiner einfühlsamen Art zog Andreas Jäger die Kinder in seinen Bann, die die Geschichten aufmerksam verfolgten.

Gegen zwei Uhr war Herr Scharna auf dem Weg zu seinen MitarbeiterInnen bei uns stehen geblieben und hat mitgeteilt, dass das Wasser in den Becken vorerst weiter zirkulieren soll. Vorerst soll bis ca. Ende der Sommerpause bedeuten. Eine erfreuliche Botschaft.

Pünktlich um 15 Uhr war die Sonne mit den Musikern zurück - Jan Heie-Erchinger leitete am E-Piano ein. Immer mehr Gäste kamen – die einen, um beim Schwimmen Abschied zu nehmen, die nächsten zum Begleitprogramm und viele wollten beide Anlässe wahrnehmen. Es folgten Bernd Dallmann und Henny Baldt, Peter Stoppok mit dem Senioren-Rock-Chor, David Kosel und Timo Lehne, Georg Renz (Gesang, Moderation) mit Cello-Quartett in der Besetzung: Christian Bußmann, Richard Groocock, Christoph Lagemann und Jan Bauer.

Bevor Meike Koester auftreten konnte, mussten wir wegen des Wetters in das BegegnungsZentrum umziehen – doch auch hier war das Foyer prall gefüllt. Im Ohnehin gab es im Begegnungszentrum den ganzen Tag über eine gute Versorgung mit Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Getränken. Den Schlusspunkt setzten gegen 21 Uhr Frank Meth und Andreas Sichau als Gitarrenduo Sueno del Sol. Von dieser Stelle aus: einen herzlichen Dank an die Leiterin, Ruth Herok und deren fleißige Helfer. Danke an alle Künstler, danke an die Unterstützer und Helfer.

Auch die Ratsherren Dr. Plinke, Sommerfeld, Schicke-Uffmann und Bezirksbürgermeister Stülten, sein Stellvertreter Dr. Mühlnickel sowie ehemalige Mitarbeiter der Stadtbad GmbH haben uns während des Tages besucht. Sie alle begleiten unsere Aktionen mit guten Wünschen.

Schließlich ging am 9. Juli 2014 ein aktionsreicher Tag zu Ende. Wir haben Informationsmaterial, Button und Weingummi­frösche verteilt, unsere ausgelegten Gästebücher wurden mit Grußadressen gefüllt, und Luftballons stiegen mit Wunschkarten in die Luft. Auch wenn wir mit einem kulturell ansprechenden Programm begleitet wurden - so mussten wir dennoch mit Wehmut ansehen, wie das beliebte Badezentrum Gliesmarode nach ca. 35 Jahren Betrieb geschlossen wurde.

Wohin gehen die Menschen aus dem östlichen Stadtgebiet jetzt zum Schwimmen, wo lernen sie es? Diese Frage können wir nicht beantworten; wir sind heute jedoch wieder guten Mutes. Es gibt erneut Kontakt zwischen Herrn Knapp und der Stadt. Herrn Geiger liegt ein Schreiben vor, in dem Herr Knapp erklärt, für die notwendige Sanierung aufzukommen und eine mögliche Unterdeckung der Betriebskosten für 15 Jahre zu übernehmen.

Sehr geehrte Ratsfrauen und Ratsherren, bitte, gehen Sie mit einer offenen Einstellung auf das Angebot zu und prüfen Sie dieses – stellen Sie eine Einigung her, zum Wohle der Bevölkerung. Die Wasserwelt an der Hamburger Straße hat bereits den Betrieb aufgenommen; ein neues, vielseitigeres Bad. Mit dem Weiterbestehen des Badezentrums Gliesmarode bekäme die Stadt eine gute Ergänzung – für all diejenigen, für die die Wasserwelt nicht die geeignete Bewegungsstätte ist, für all diejenigen, die in den verbleibenden Bädern keine reellen Schwimmzeiten bekommen. Es ist keine Konkurrenz, sondern ein Bonus. In Braunschweig gäbe es Spaß und Gesundheit in ausreichendem Maß - und vernünftige Menschen. Der benötigte Wohnraum kann auch woanders in Braunschweig geschaffen werden.

Wenn New Yorker den Sanierungsplan umsetzen darf, dann steht uns bald das Badezentrum wieder zur Verfügung.
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