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Tschernobyl- und Fukushima- Zeitzeugen in unserer Region

Riho Taguchi mit ihrem 2015 in Japan veröffentlichten Buch "Warum Energiewende in Deutschland vorankommt". (Foto: Riho Taguchi)
Braunschweig: Jugendkirche | Im Rahmen der „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) / Region Braunschweig haben wir auch dieses Jahr wieder Tschernobyl- und Fukushima- Zeitzeugen in unserer Region, die mit Statements bei einigen Programmpunkten vorgesehen sind und auch für Schulen und Gruppen für Bericht und Gespräch zur Verfügung stehen. Die Zeitzeugen stehen zu unterschiedlichen Zeiten im März/April zur Verfügung. Im Folgenden eine Kurzvorstellung der diesjährigen Zeitzeugen:

Fukushima-Zeitzeugin Riho Taguchi wird am 9.3. zu einem Schulbesuch / Zeitzeugengespräch und zum Fukushima-Mittagsgebet am 9.3. um 11:30 h in der Jugendkirche/ Braunschweig sein. Sie berichtete uns vorab: „Als die Katastrophe in Fukushima passierte, war ich in Hannover. Meine Eltern und mein Bruder wohnen in der Präfektur Nagano, ca. 300 km von Fukushima entfernt. Ich fand es sehr gefährlich nach der Fukushima-Katastrophe in Japan zu bleiben. Aber weder meine Mutter noch mein Bruder hörten auf mich. Meine Mutter schaut das japanische Fernsehprogramm und meinte, nach den Berichten die sie dort hört und sieht, das alles in Ordnung ist und das man wie bisher weiter in Japan leben kann. Ich habe einen großen Unterschied in der Wahrnehmung dieser Sache zwischen Japan und Deutschland festgestellt. Es gibt in Japan nur wenige junge Menschen, die sich über AKWs Gedanken machen. Eine davon ist Yurika Abe, 16 Jahre alt. Von ihr werde ich ein Videobotschaft (liegt auch als Text vor) mitbringen.“

Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto lebt seit ca. 5 Jahren in Braunschweig, obwohl er seine Zukunft mit seiner Frau (Braunschweigerin) in Japan gesehen hat. Fukushima hat alles verändert. Als Dokumentarfilmer befasst er sich auch mit den Themen „Hiroshima“, „Fukushima“ und „Atom-Müll-Endlager“. Da er in Braunschweig lebt ist sein Einsatz in Schulen und Gruppen grundsätzlich im gesamten Zeitraum (9.3. – 26.4.2017) der EuAW / Region Braunschweig (nach Absprache) möglich.

Tschernobyl-Zeitzeugin Alena Blatun lebt in Minsk/Belarus. Sie arbeitete 1986 bis 1989 zusammen mit Ihrem Mann, dem Arzt Aleksey Blatun, als Ärztin in der verstrahlten Tschernobyl-Region (1986-1988 im Dorf Ogorodnja Gomelskaja / Landkreis Dobrusch) 1988-1989 war sie als Praktikantin am Gebietsinfektionskrankenhaus in Gomel. Seit 1990 ist Alena Blatun Stationsleiterin im Infektionskrankenhaus in Minsk. Sie ist verheiratet, hat 2 erwachsene Söhne. Ihr Mann ist Arzt und ein Liquidator der Tschernobyl-Katastrophe.

Die Terminkoordination und Begleitung der Zeitzeugen liegt in den Händen von Projektmanager Paul Koch. Anfragen über paul.koch47 (at) gmx.de.
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