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Tschernobyl-Liquidatoren in der Matthäus-Kirche

Wann? 28.01.2015 19:30 Uhr

Wo? Matthäus-Kirche, Herzogin-Elisabeth-Straße, 38104 Braunschweig DE
Braunschweig: Matthäus-Kirche | Zwei Tschernobyl-Liquidatoren sind am 28.1. um 19:30 Uhr in der Matthäus-Kirche. Sie sprechen über den derzeitigen Konflikt in der Ost-Ukraine, aber vor allem sprechen Sie über sich selbst und den Kollegen, die 1986 auch für uns hier in Deutschland schlimmeres verhindert haben. Heute kämpfen sie noch immer um die volle Anerkennung als Liquidatoren, vor allem weil sie in der medizinischen Versorgung weit hinter den derzeitigen Kriegspatienten stehen - und oft keine Medikamente mehr für sie übrig sind.
Einer der beiden ist Anatolij Aleksandrowitsch Gubarew. Er wurde am 03.11.1960 im Gebiet Charkow geboren. Nach seinem Studienabschluss an der Charkower Polytechnischen Fachhochschule arbeitete er im ersten Charkower Feuerwehrbataillon als sogenannter „Liquidator“ zur Beseitigung der Folgen des Unfalls von Tschernobyl und war unmittelbar an den Arbeiten im dritten und vierten Block des Reaktors sowie in den Städten Pripjat und Tschernobyl beteiligt.
Seit 1990 ist er als Invalide von Tschernobyl anerkannt. Von September 1989 bis Dezember 1993 war er stellvertretender Leiter der Organisation „Verband Tschernobyl“ des Gebiets Charkow tätig. Seit 2010 ist er Vorsitzender der zivilgesellschaftlichen Organisation „Sojuz Tschernobyl Ukraine“ im Gebiet Charkow. Er ist verheiratet und hat eine Tochter, die 1989 geboren wurde.

Der zweite Liquidator ist Ivan Volchanskij. Er wurde am 07.10.1952 in Russland geboren. Als stellvertretender Brigadekommandeur war er von Januar bis 2. März 1987 als sogenannter „Liquidator“ zur Beseitigung der Folgen des Unfalls von Tschernobyl eingesetzt und übernahm Aufgaben an Standorten des AKW und organisierte Wartungs- sowie Reparaturarbeiten von technischen Geräten.
Seit 1999 leitet er die Organisation „Sojuz Tschernobyl“ im Gebiet Lugansk.
Er engagiert sich in Lugansk für die besondere medizinische Versorgung von Liquidatoren, die Witwen von verstorbenen Liquidatoren, Kinder, die unter den Auswirkungen der Strahlung zu leiden haben, kümmert sich um die Sanierung von Krankenhäusern und die Finanzierung von Medikamenten und Mahlzeiten.
Er ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

Die Veranstaltung wird als Benefizveranstaltung für die Liquidatoren vom Internationalen Bildungs- und Begegnungszentrum Dortmund als eine von vier Veranstaltungen organisiert. Die anderen 3 Veranstaltungen finden in Nordrhein-Westfalen statt.

Für die musikalische Gestaltung sorgen die Musikgruppen "martiniforte", Leitung Gabriele Carl-Liebold und "Nadeshda", Leitung Alexander Wolschewski.
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