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NABU lädt zum Amphibienschutz-Frühjahrstreffen -- Vortrag „Der Feuersalamander – Biologie und Ökologie einer legendären Art“

Wann? 12.02.2016 18:30 Uhr

Wo? Kulturpunkt West (ehem. Gemeinschaftshaus Weststadt) , Ludwig-Winter-Straße 4, 38120 Braunschweig DE
Braunschweig: Kulturpunkt West (ehem. Gemeinschaftshaus Weststadt) | Im Rahmen seines frühjährlichen Amphibienschutz-Treffens lädt der NABU am Freitag (12.02.2016) wieder alle am Schutz unserer heimischen Amphibien Interessierten zu einem interessanten Vortrag ein:

„Der Feuersalamander – Biologie und Ökologie einer legendären Art“

lautet in diesem Jahr der Titel, unter welchem der am Zoologischen Institut der TU Braunschweig tätige Biologe Dr. Sebastian Steinfartz in einem reich bebilderten Powerpoint-Vortrag facettenreiche Einblicke in das Leben dieser seltenen Lurche geben wird. Als einer der renommiertesten Spezialisten für diese vom NABU und der DGHT zum "Lurch des Jahres 2016" gewählte seltene Amphibienart kann der Wissenschaftler dabei umfangreiches Fachwissen aus dem langjährigen Erfahrungsschatz seiner intensiven Forschungen an dieser besonderen Art schöpfen.

Neben den derzeit beinahe 100 Mitarbeitern/innen der NABU-Arbeitsgruppe "Amphibienschutz" steht die Veranstaltung auch allen neu am Amphibienschutz Interessierten offen.

Im Anschluß an den Vortrag stellt der Leiter der NABU-Arbeitsgruppe die Daten der letztjährigen braunschweiger Amphibiensaison vor. Hierbei handelt es sich allein in Braunschweig in der Regel um eine Größenordnung von jährlich 13.000 - 17.000 vom NABU vor dem potentiellen Verkehrstod gerettete Tiere!
In Vorbereitung auf die bevorstehende Laichwanderung der Amphibien dient das Treffen daher auch zur Information und Koordination der freiwilligen Helfer für die Betreuung der Amphibienwechsel in Braunschweig.

Aufgrund der milden Witterung kann es gut sein, dass unsere heimischen Amphibien inzwischen schon "in den Startlöchern stehen". Normalerweise setzt deren Laichwanderung zwar erst Mitte März ein, aber witterungsbedingt kann sie unter Umständen auch schon `mal deutlich früher beginnen. Im Ausnahmefall ist dies sogar schon im Februar möglich, wie wir es z. B. 2002 und 2003 erlebt haben. Wegen der anhaltend milden Temperaturen kontrollieren die Amphibienschützer/innen des NABU deshalb bereits jetzt schon regelmäßig alle großen Amphibienwechsel in der Stadt, um sofort auf einen eventuellen frühzeitigen Wanderbeginn reagieren zu können.

Auch wenn die Amphibienschutzgruppe des NABU Braunschweig mit aktuell knapp 100 Mitarbeitern/innen die bei weitem größte ihrer Art in ganz Deutschland ist, so werden für die Betreuung der 16 großen braunschweiger Wechsel trotzdem noch weitere Helfer/innen gesucht!
Denn an manchen Amphibienwechseln können im Frühjahr bis zu 4.000 Amphibien wandern!
Wer sich hier ebenfalls engagieren und sich während der rund 3 - 6 Wochen dauernden Laichwanderung an den Amphibienschutz-Einsätzen des NABU beteiligen möchte (Zaunanlagen kontrollieren, Eimer leeren, Amphibien bestimmen und zählen), sollte sich möglichst frühzeitig in der NABU-Geschäftsstelle melden (eMail: NABU.Braunschweig@t-online.de oder Tel.: 0531-798649).
Von hier werden neu Interessierte dann vom Leiter der Arbeitsgruppe in die jeweiligen Betreuer-Teams der einzelnen Wechsel vermittelt. Schließlich darf niemand einfach eigenmächtig Tiere aus den Auffangeinrichtungen entnehmen, denn das würde dem Artenschutz schaden.

Natürlich werden alle neuen Amphibienschützer/innen an den Wechseln vor Ort von den erfahrenen Aktiven des NABU in die erforderliche Fähigkeit der Bestimmung nach Art und Geschlecht eingearbeitet, denn wie heute üblich, werden während der Amphibiensaison alle Daten genau erfasst und anschließend ausgewertet. Kein seriöser Amphibienschützer bringt heutzutage die Amphibien nur noch einfach auf die andere Straßenseite, ohne die Tiere nach Art und Geschlecht genau bestimmt und gezählt zu haben. Denn solche sogenannten "Monitoring"-Daten sind für einen fachlich fundierten Artenschutz genauso wichtig, wie der klassische Amphibienschutz des Hinübertragens selbst. Schließlich kann man nur so rechtzeitig negative Entwicklungen in den verschiedenen Populationen erkennen und dann mit den jeweils erforderlichen Maßnahmen entsprechend reagieren und dagegenwirken. Im letzten Jahr war z. B. eine der datenbasierten Maßnahmen des NABU eine aufwändige und kostenintensive Entschlammung eines wichtigen Laichgewässers bei Schapen.

Weitere Informationen erhält man unter www.NABU-Braunschweig.de

Veranstaltungsort des Amphibienschutz-Frühjahrstreffens:

Kulturpunkt West

(ehem. Gemeinschaftshaus Weststadt),
Ludwig-Winter-Str. 4, Kleiner Saal im 1. Stock
Parkplätze stehen vor Ort austreichend zur Verfügung. Wer zur Anfahrt den ÖPNV nutzen will, kann die Straßenbahnlinien 3 und 5 bis Haltestelle „Emsstraße“ bzw. die Buslinie 443 bis Haltestelle „Donaustraße“ nehmen.

Vortragsbeginn: 18:30 Uhr.
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