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Die Anwohner machen mobil - Umfrage zum Garten der Erinnerung

Die Anwohner des Wohngebietes auf dem Gelände der ehemaligen Roselieskaserne machen mobil.

Diverse Diskussionen und Beiträge zeigen, dass ein Großteil der direkten Anwohner mit der geplanten Errichtung des “Gartens der Erinnerung“ nicht zufrieden ist. Geplant ist diesen Garten diagonal auf eine von den Kindern auserkorene Spielwiese anzulegen. In den Boden sollen Natursteinplatten eingelassen werden. Lt. Aussage der Verwaltung sei ein Fußballspielen weiterhin möglich. Die Eltern fragen sich jedoch, wie es sich verhält, wenn ein Kind auf den Platten ausrutscht und sich verletzt. Da hat die Verwaltung auch gleich eine Antwort parat: Die Steine seien EXTRA angeraut, damit keine Rutschgefahr bestünde!!!!

Im Rat wurde ein Antrag gestellt, den Garten um lediglich 45-90 Grad zu drehen. Doch dieses wäre lt. Auskunft von Frau Kulturdezernentin Dr. Hesse nicht geeignet, da es sich dann um einen Durchgangsort handele und die Würdigung des Ortes nicht gerecht würde. In der Bezirksratssitzung wurde jedoch gerade der Ort so beschrieben, dass dieser durch ein offenes Konzept für jedermann zugänglich sein sollte. Bietet sich da ein „Durchgang“ nicht sogar an? Und mal “Hand auf´s Herz“: werden außer der belgischen Delegation und einigen wenigen Verwaltungsmitgliedern, Ortsheimatpflegern oder ähnliches, überhaupt Personen den Weg in diesen “Garten“ finden?

In einer Presseerklärung vom 13.07.2017 erklärt Frau Dr. Hesse weiterhin, man könne die Verzögerung in Richtung Belgien nicht mehr erklären. Sie möchte sich nicht vorstellen, welches Bild dort abgeben wird.

Die Anwohner fragen sich, ob die belgische Delegation überhaupt Kenntnis darüber hat, dass die Anlegung dieses Gartens auf doch nicht unerheblichen Widerstand trifft und Kindern Spielraum genommen werden soll.

Mit Beitrag in der nB vom 21.07.2017 wurde auf die Anwohner-Umfrage der AfD aufmerksam gemacht. Bei dieser wurde eine Umfragekarte den Anwohnern in die Briefkästen geworfen mit der Bitte diese auszufüllen und bis zum 02.08.2017 zurück zu senden.

Auch wenn diese Aktion den Anwohnern einen Moment der Aufmerksamkeit geben würde, haben sie sich entschlossen nicht darauf zu reagieren.

Sie wollen eine Umfrage ohne eine Partei, ohne eine politische Richtung!

Sie befürchten jedoch, dass ein Nichtreagieren ihrerseits als Nachteil ausgelegt wird. Nach dem Motto: „da hättet ihr ja reagieren können“.
Bereits in der Vergangenheit wurden Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch war es, aufgrund des zeitlichen Drucks, nicht möglich diese geordnet und systematisch zu sammeln. Die Übergabe der Liste erfolgte, wurde jedoch von der Verwaltung als nicht aussagekräftig befunden.

Aus gegebenem Anlass haben sich nun Anwohner zusammengeschlossen und werden eigens eine eigene Umfrage starten. Dabei soll es vorrangig darum gehen, wie es sich mit der Beteiligung der Anwohner im Vorfeld verhalten hat und was für eine Meinung über den Standort bzw. den Alternativstandort herrscht.

Diese Umfrage soll der Stadtverwaltung bis zur nächsten Ratssitzung am 22.08.2017 vorgelegt werden.

Weiterhin werden momentan Überlegungen angestellt, diese Unterschriftenliste auch an die zuständigen Personen in Belgien weiter zu leiten, da die Anwohner überzeugt sind, dass der belgischen Delegation nicht bekannt ist, was für ein Aufschrei dieses Vorhaben ausgelöst hat.
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1 Kommentar
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Stefan Wirtz aus Braunschweig - Innenstadt | 04.08.2017 | 13:46  
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