Anzeige

Alle Jahre wieder - wenn sich Menschen mit fremden Pelz schmücken...

Von Elisa Gallus

Es ist Ende November, eine kalte Jahreszeit... Doch das ist keine Entschuldigung dafür, dass man im Braunschweiger Stadtbild immer noch viel zu viele Menschen sieht, die gerade jetzt auf Echtpelz an ihren Kleidungsstücken nicht verzichten wollen. Egal ob als Pelzbesatz am Kragen, als Bommel auf der Mütze, an Handschuhen, Mäntel, überall - Pelz scheint im "Trend" zu sein, zum großen Leid der Tiere, die dafür ihr Leben lassen mussten.

Erst im Sommer dieses Jahres wurde das Thema auch auf politischer Basis disktutiert und man kam zu dem Endschluss, dass wir längst die Steinzeit überwunden haben und Pelz absolut nicht mehr notwendig ist. Doch scheinbar haben das noch nicht alle Menschen begriffen und sind der Meinung, dass Pelz ihr Kleidungsstück zieren muss.

,,Dieser kleine Bommel an der Mütze, ist doch kein ganzer Mantel"
Das ist eine beliebte Begründung derer, die sich Pelz meinen leisten zu können, wenn man sie darauf anspricht, ob sie wüssten, wo denn der Pelz an der Mütze überhaupt herkommt. Die Realität spricht Bände, denn das Leben eines Pelztieres ist der blanke Horror.

Füchse, Kaninchen, Chinchillas, Waschbären, Marder, Nerze und Co. fristen ihr kurzes Leben auf sogenannten "Farmen". Bei weitem sind nicht alle dieser Farmen die es auch in Deutschland gibt legal! Die Tiere leben in winzig kleinen Käfigen, sie leiden unter massiven Verhaltensstörungen, die sie dazu bringen im Käfig auf und ab zu laufen, sie leiden unter Kannibalismus am eigenen Körper oder bei Artgenossen. Die einseitige Zucht bei speziellen Farben führt zur Taubheit und der Beiß- und Kautrieb kann bei diesen unwürdigen Haltungsbedingungen absolut nicht befriedigt werden. Die empfindlichen Pfoten der Tiere stehen die ganze Zeit auf Drähten, das führt zu massiven Verletzungen! Zehn Prozent der Tiere sterben frühzeitig unter den Folgen der grausamen Halungsbedingungen. Nach nur kurzer Lebensdauer beginnt dann für die überlebenen Tiere die "Ernte". Eine Tat die von Grausamkeit kaum zu überftreffen ist. Die Tiere werden erschlagen, unter Stromeinfluss hingerichtet oder vergast. Viele Tiere sind nicht sofort tot, für sie beginnt dann der Todeskampf...

Ist der Pelz echt?
Das kann man ganz einfach überprüfen, indem man prüft, ob der Pelz Unterwolle hat. Dieses spricht für Echtpelz. Ebenso wie Leder. Echtpelz wird mit Leder gewonnen und verarbeitet. Hält man den Pelz in den Wind und er bewegt sich schon leicht, kann man sicher gehen, dass es sich um Echtpelz handelt.

Die Nachfrage regelt die Produktion und es wäre wünschenswert, wenn alle Menschen ihrem Steinzeitdenken entfallen, zum Wohl der Tiere, und auf Echtpelz an ihren Kleidungsstücken verzichten. Denn auch am kleinsten Zierpelzkragen hat einmal ein Herz geschlagen!



Bilderquelle: Berliner Morgenpost
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
312
Beate Gries aus Lehndorf-Watenbüttel | 17.12.2016 | 19:43  
167
Elisa Gallus aus Südstadt-Rautheim-Mascherode | 19.12.2016 | 09:40  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.