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Nachbericht: Veranstaltung "Achtung Leber!"

Prof. Dr. Max Reinshagen; Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Prof. Dr. Jürgen Krauter; Chefarzt der Medizinischen Klinik III und Prof. Dr. Dr. hc Schumacher; Chefarzt der Chirurgischen Klinik (v. l. n. r.) vor der gigantisch großen Leber
 
OP-Führung am Klinikum Braunschweig in der Salzdahlumer Straße
 
Geschick und Geduld an der Station der laparoskopischen Chirurgie
Braunschweig: Klinikum Braunschweig, | Lebererkrankungen zählen zu den Krankheiten, die weit verbreitet und stark unterschätzt werden. In Deutschland sind vermutlich, nach Auswertungen von Experten der Deutschen Leberstiftung, über 5 Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankungen werden oft gar nicht oder zu spät diagnostiziert. Aufgrund der uneindeutigen Symptome bleiben die Erkrankungen der Leber häufig unbemerkt. Viele Lebererkrankungen können so unbehandelt zu einer Leberzirrhose und zu Leberkrebs führen.

Anlässlich des 14. Deutschen Lebertages am 20. November initiierte das Klinikum Braunschweig am Samstag, 16. November 2013 von 10 Uhr bis 15 Uhr am Standort Salzdahlumer Straße eine interaktive und informative Veranstaltung rund um die Früherkennung, deren Behandlung und vor allem der Vorsorge von Lebererkrankungen.

Verschiedene Fachbereiche aus dem Haus und zahlreiche externe Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen beleuchteten das Thema Leber, deren Erkrankungen und die Prävention aus verschiedenen Blickwinkeln und standen für Fragen zur Verfügung.

Gleich am Eingang begrüßte eine gigantisch große Leber mit vereinzelten kleinen Anzeichen von Erkrankungen die Besucherinnen und Besucher zu der Veranstaltung und weckte deren Neugier auf mehr Information.
Das kunterbunte Programm startete um 10 Uhr mit der Eröffnungsrede von Herrn Prof. Dr. Dr. hc Guido Schumacher, Chefarzt der Chirurgischen Klinik und Herrn Prof. Dr. Max Reinshagen, Chefarzt der Medizinischen Klinik I (Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen, Endokrinologie).

Von Vorträgen, Informations- und Lernstationen, verschiedenen Aktionen für Kinder bis hin zu Kaffee und Kuchen war für jeden Geschmack etwas dabei.
400 Bürgerinnen und Bürger aus Braunschweig und der Region kamen am Samstag vorbei und lernten „ihre eigene Entgiftungsfabrik“ noch einmal aus verschiedenen Blickwinkeln kennen.
„Mich haben vor allem die medizinischen Vorträge der Ärzte interessiert. Ich habe bis zu diesem Tag gar nicht gewusst, wie facettenreich die Leber ist“, so Hildegard S. (53) aus Braunschweig, „Besonders aber die Lernstationen der Chirurgie waren für meinen Enkel ein richtiger Höhepunkt, als er selbst mit OP-Besteck sein Geschick an einer Schweineleber testen konnte“, fährt sie fort.

Nicht nur an Schweinelebern konnten sich die Interessierten ausprobieren. Für die weniger Mutigen gab es die Station der laparoskopischen Chirurgie. Hier ging es vor allem um Fingerspitzengefühl und Geduld. In einer Box, welche die Bauchhöhle nachahmen sollte, wurde die minimal-invasive Chirurgie nachempfunden. Die Feinde in der Bauchhöhle wurden von Gummibärchen simuliert. Die Testchirurgen mussten anhand eines Bildschirms die Laparoskope so manövrieren, dass den Gummibärchen präzise die Ohren entfernt wurden. „Mit so einer Veranstaltung möchten wir als Klinikum nicht nur die Bevölkerung für das Thema der Lebererkrankungen sensibilisieren, sondern auch unser Haus und die verschiedenen Fachbereiche vorstellen, die tagein tagaus gemeinsam für die Genesung unserer Patienten arbeiten“, erklärte Prof. Dr. Dr. hc Guido Schumacher, Chefarzt der Chirurgischen Klinik.

An der Station der Sonographie, betrieben von der Medizinischen Klinik I, konnte jeder seine Leber näher unter die Lupe nehmen und sich die Bilder des Ultraschalls erklären lassen. „Die Station des Ultraschalls war für mich das Ausschlaggebende. Der Herr Doktor hat mir alles sehr gut erklärt und ich kann nun auch erkennen, was auf diesen Bildern wirklich abgebildet ist. Sehr gut fand ich auch die verschiedenen Informationsbroschüren, die man sich kostenlos mitnehmen konnte“, so Klaus M. (45) aus Lehrte.

Gut besucht waren aber auch die verschiedenen Informationsstände. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie stellte die verschiedenen Leberschäden bei übermäßige Alkohol- und Medikamentenkonsum vor. Am Stand der Diätassistentinnen des Klinikums standen zwei vollgepackte Körbe mit verschiedenen Obstsorten zum Mitnehmen bereit. Wie viel Würfelzucker wirklich in den verschiedenen Lebensmitteln, die wir täglich zu uns nehmen, stecken und wie wichtig gesunde Ernährung für Körper und Geist ist, wurde bildlich erläutert. Die Braunschweiger Aidshilfe und die Jugend- und Drogenberatung Braunschweig „Drobs“ klärten über die Ansteckungsgefahren von Hepatitis und anderen Krankheiten bei Drogen- und Medikamentenmissbrauch auf.
Der Dachverband der Selbsthilfegruppen KIBiS – Kontakt, Information und Beratung im Selbsthilfebereich und die Beratungsstelle Krebsnachsorge Braunschweig waren Ansprechpartner bei den Fragen rund um Beratung von Betroffenen und Angehörigen.

„Die OP- Führungen interessierten meine Frau und mich sehr, als wir dies in der Zeitung gelesen haben, war klar, wir sind dabei. Denn wann hat man die Gelegenheit dazu, sich so etwas anzuschauen“, erklärt Ludwig (55) aus Braunschweig. Ergänzend dazu, „Mein Mann soll demnächst operiert werden. Für mich war es ein sehr gutes Angebot, sich im Vorfeld alles anzuschauen und den Ärzten meine Fragen zu stellen. Nun bin ich etwas beruhigter was den OP-Termin angeht“, Maria (50) aus Braunschweig.

Doch nicht nur für Erwachsene gab es an diesem Tag ein kompaktes Programm aufgestellt worden. Auch die Kleinen kamen nicht zu kurz. An der Station „Wie geschickt bin ich als angehende/r Chirurg/in“, konnten die Kinder ihr Geschick anhand von kleinen Patienten(puppen) beim Fäden- und Klammernziehen testen. „Wenn ich mal groß bin, möchte ich Ärztin werden, um kranken Menschen zu helfen. Das Fädenziehen hat mir großen Spaß gemacht. Anfangs war es ganz schön schwierig darauf zu achten, dass alle Nähte gut verschlossen werden, damit keine Infektion ausbricht, aber mit ein wenig Übung ging alles ganz leicht“, freut sich Pauline (10) aus Broitzem.
Die Kinder- und Jugendbücherei Holwedestraße präsentierte die beliebtesten Kinder- und Jugendbücher des Jahres für kuschelige Herbst- und Wintertage. Weitere Highlights waren das Kinderschminken, die lustigen Ballontierchen, der Bücherflohmarkt und „Leo“ – das Maskottchen von Eintracht Braunschweig. Abgerundet wurde das Programm vom Glücksrad mit tollen Preisen für alle Altersklassen. „Das Glücksrad fand ich super. Vor allem die Preise fand ich richtig gut. Ich habe gleich beim ersten Mal ein Nintendospiel gewonnen. Auch für meine Mami war etwas dabei. Für Sie habe ich einen Frühstücksgutschein ausgesucht. Ich hoffe, dass es das nächste Mal wieder so etwas geben wird“, sagt Tobi (8) aus Querum. Alle Preise des Glücksrades wurden von großzügigen regionalen und überregionalen Unternehmen und Betrieben gesponsert. Sämtliche Einnahmen aus Kaffee und Kuchen und dem Glücksrad gingen für einen guten Zweck an den Verein der Freunde und Förderer des Klinikums.
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