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Bad Segeberg an der Borsigstraße

Bad Segeberg hat den Kalkberg, wir echte Dampfloks: Peter Schanz (v.l.), Christian Eitner, Paul Kunze (Undercover Projektmanagement) stellen die Pläne für ihr Wildwesttheaterstück vor. Foto: T. A.
Braunschweig: Lokpark |

Braunschweig-Western „Spiel mir das Lied vom Löwen“ ab August 2016 im Lokpark.

Von Marion Korth, 09.12.2015.

Braunschweig. Zwischen alten Zugwaggons riecht es nach Schmierfett, kaltem Eisen und (in der Einbildung) nach Kohlenrauch: Dem Lokpark an der Borsigstraße kommt in der neuen Produktion „Spiel mir das Lied vom Löwen“ von Peter Schanz und Christian Eitner eine tragende Rolle zu. Unlängst war Ortsbesichtigung und der Funke der Begeisterung, genau hier eine wilde Westernstory zu inszenieren, springt über.

So wie auf Schanz, als er sich zum ersten Mal auf dem Gelände der Braunschweiger Verkehrsfreunde umschaute, um dessen Eignung als Spielstätte für das nächste Jahr auszuloten. „Eine echte, fette Dampflok ins Theater fahren zu lassen, das ist der Traum!“ schwärmt Schanz. Und dann sei sie da gewesen, die Idee zu einer skalpsträubenden Wildwestgeschichte, die auf 600 Quadratmetern Bühnenfläche im früheren Anheizschuppen und auf dem Freigelände jede Menge Platz hat, sich zu entfalten. Der Braunschweiger Löwe, der 2016 850 Jahre alt wird, ist als Dreh- und Angelpunkt mittendrin.
Der amerikanische Westen ist nicht weit hergeholt, Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich eine wahre Auswanderungswelle in Gang, zahlreiche „New Brunswicks“ wurden auf der anderen Seite des Atlantiks gegründet. Die Aufzeichnungen Friedrich Gerstäckers waren für Karl May mehr als eine Quelle der Inspiration. „Abgeschrieben hat der“, sagt Schanz und lacht. Und ob der sagenumwobene Schatz – ein goldener Löwe – nun im Silber- oder im Südsee liegt, ist letztendlich auch egal. So kann der Ball zwischen Braunschweig und Amerika hin- und hergespielt werden, sich zwischen Zugüberfall und Zweisamkeit am Lagerfeuer zu einer Inszenierung mit thematischen und musikalischen Versatzstücken aus Winnetou, Bonanza und Italo-Western entwickeln. „Unser Gitarrist Tom war begeistert, endlich darf seine Steelgitarre zum Einsatz kommen“, sagt Jazzkantinenchef Christian Eitner.
Bis zu den bisher geplanten 20 Aufführungsterminen ab dem 11. August 2016 ist noch viel zu tun, nicht nur um die Eisenbahnhalle mit einer Sitzplatztribüne für rund 550 Zuschauer auszustatten. Im Sommer wird sich zeigen, ob die Reitkünste von Arne Stephan als Winnetou oder Louie (als Old Shatterhand oder Johnny Cash sei dahingestellt) ausreichen, oder ob es beim Steckenpferd bleiben wird. „Richtige“ Pferde für den theatralen Dauereinsatz unter Beschuss zu finden, ist sowieso eine Herausforderung. Die Reiterstaffel der Polizei hat jedenfalls abgewunken. Mit Cappuccino, Tachi und Jule Frenk stehen weitere Beteiligte des Teams aber schon fest. Hinter den Kulissen bekommen Schanz und Eitner logistische und finanzielle Unterstützung von Undercover und Financial Services, um dieses Familienstück in den Lokpark zu bringen. Zur Freude und zum Vergnügen von uns allen, denn: „In jedem von uns steckt ein kleiner Cowboy oder eine kleine Indianerin“, sagt Eitner.
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