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25 Jahre HTG-Klinik - ein Ort innovativer High-Tech-Medizin

Blick durch die Lupenbrille: Privatdozent Dr. Wolfgang Harringer, Chefarzt der HTG-Klinik, und präsentiert eine Bioprothese aus Schweinegewebe. Bildnachweis: Klinikum Braunschweig / Jörg Scheibe
Braunschweig: Klinikum Braunschweig, |

Die Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (HTG) des Klinikums Braunschweig besteht seit 25 Jahren. Ihr Ruf reicht inzwischen weit über die regionalen Grenzen hinaus. Passend zum Jubiläum wurde Chefarzt Privatdozent Dr. Wolfgang Harringer jetzt auch zum nächsten Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) gewählt.



„Fast schon eine kleine Sensation“, meint der Mediziner selbst, denn in der Regel werde diese Gesellschaft von Chefärzten großer Universitätskliniken geführt. „Dass Dr. Harringer nun der nächste Präsident der DGTHG ist, spiegelt auch sein Renommee in der medizinischen Fachwelt wider“, freute sich Klinikum-Geschäftsführer Helmut Schüttig. Der Chefarzt leite die Klinik seit dem 1. Oktober 2001 und habe sie seitdem zu einer der führenden HTG-Kliniken Deutschlands entwickelt. So sei auch Dr. Harringer immer wieder in den Spitzengruppen von Mediziner-Rankings zu finden, etwa in der Liste der „Top-Mediziner“ des Focus-Magazins, ergänzte der kommissarische Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch.

Am 1. Dezember 1989 nahm die HTG-Klinik am Standort Salzdahlumer Straße ihren Betrieb auf, damals noch mit Prof. Dr. Günter Frank als Gründungschefarzt. 1990 erfolgte die erste Operation am offenen Herzen. Im Sommer 1992, nach dem Ende der zweiten Ausbaustufe, war die Klinik bereits das drittgrößte Herzzentrum in Niedersachsen. Am 23. November 2000 wurde die 10.000. Herzoperation mit Herz-Lungen-Maschine vollzogen, mittlerweile sind es aktuell mehr als 30.000 Herzoperationen.

„Heute haben wir alle wesentlichen modernen Verfahren, die sich in den letzten 15 Jahren etabliert haben, im Einsatz“, verdeutlichte Chefarzt Dr. Harringer. Als Höhepunkte in der Entwicklung nannte er unter anderem: die 2002 eingeführte minimal-invasive Mitralklappenrekonstruktion, die Verwendung von Arterien anstelle von Beinvenen als Bypässe seit 2003 und die 2006 weltweit das erste Mal eingesetzte Arbor Aortenklappe, eine modulare Herzklappe, die ohne Naht verankert wird und von Dr. Harringer mit entwickelt wurde. „Wir haben hier in unserer Klinik ein besonderes Innovationsklima“, sagte der Chefarzt. So wurde in seiner Klinik 2006 auch das System ROCsafe als Alternative zur konventionellen Herz-Lungen-Maschine entwickelt. Inzwischen wird das System erfolgreich weltweit vermarktet. Es ist für Patienten schonender, das Entzündungsrisiko ist kleiner, dadurch treten weniger Komplikationen auf.

Im Februar 2008 wurde in der Klinik erstmals ein Kunstherz eingesetzt. 2012 erfolgte in Zusammenarbeit mit den Kardiologen die Implantation der ersten kathetergestützten Aortenklappe in Braunschweig. Harringer: „Wir haben den medizinischen Schwerpunkt in der konventionellen und minimal-invasiven Erwachsenenherzchirurgie, der Chirurgie der Aorta und der Halsschlagader und bei Operationen an der Lunge. Alle drei Bereiche unseres Klinik-Namens, also die Herz-, die Thorax- und die Gefäßchirurgie werden gleichwertig betrieben.“

Die Wachstumsdynamik der Klinik zeigt sich auch an der Bettenzahl: Im Jahr 2000 verfügte die HTG-Klinik über 75 Betten, aktuell sind es 107. Zugleich nahm auch der Umfang des medizinischen Personals zu. Im Jahr 2000 gehörten zum Ärzteteam 21 Vollzeitkräfte, heute sind es deutlich mehr: 32 ärztliche Mitarbeiter aus zwölf Nationen umfasse sein Team aktuell, sagte der Chefarzt und schmunzelte: „Ich selbst bin ja Österreicher.“ Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Klinik hätten auch die Kardiotechniker und das 130 Mitarbeiter zählende hochqualifizierte und -motivierte Pflegeteam, meinte Pflegedirektor Ulrich Heller. Das spiegele sich auch im Engagement aller für das Hilfsprojekt „Heart for Ethiopia“ wider.

Herzchirurg Dr. Kifle Tondo, selbst aus Äthiopien und seit 2001 in Harringers Team, hat die Aktion damals ins Leben gerufen. Bereits zum fünften Mal startet am kommenden Freitag, 6. März, ein Team der Braunschweiger Klinik zu einem Hilfseinsatz auf dem afrikanischen Kontinent. Gut zwei Wochen lang werden Ärzte, Kardiotechniker und Pflegekräfte Kinder und junge Erwachsene in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba am offenen Herzen operieren. Ohne die Hilfe aus Braunschweig hätten diese Kinder keine Zukunft.
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