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Mako und Ken Oshidori bekannt in Japan und in Deutschland

Ken und Mako Oshidori bei der Preisverleihung zum "22. japanischen Friedens- und Kooperationspreis für Journalismus" im Dezember 2015 (Foto: Oshidori)
 
Ken und Mako Oshidori in ihrer künstlerischen Pose. (Foto: Oshidori)
Japan ist ein Erdbebengebiet. Fast täglich wackelt hier die Erde. Meist so, dass es schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. Manchmal sind die Erdstöße aber auch stärker. Man findet im Internet Erbebenaufzeichnung ab dem Jahr 869 mit etwa 1.000 Todesopfern. Das sog. „Jōgan-Erdbeben 869“. Das "Großes Kantō-Erdbeben von 1923" forderte 142.800 Todesopfer. Das Erdbeben von Kōbe im Jahre 1995 forderte 6.434 Todesopfer. Das sog. Tōhoku-Erdbeben von 2011 (dass dann auch die TEPCO-Katastrophe in Fukushima auslöste) forderte 15.889 Todesopfer.
Auch danach bebte die Erde, allerdings in dieser Zeit –Gott sei Dank –„nur“ mit ein –oder max. zweistelligen Todesopferzahlen.
Im Dezember 2016 bebte erneut mehrfach die Erde. Ein Warnschuss, den aber die Regierung Abe nicht hörte, sondern weiterhin das Land massiv auf Atom-Kurs bringen will.
Dennoch: Sechs Jahre nach der Katastrophe sind erst 2 der 54 Reaktoren wieder ın Betrıeb. Díes ist ein Erfolg des Widerstandes der Bevölkerung, von dem man hınzulande leider sehr wenig hört.
Deshalb haben wir Mako Oshidori, investigative Journalisten aus Tokyo, eingeladen, um uns aus erster Hand über die wahre Situatıon ın ıhrem Land zu berichten. Über das schwierige Leben der Menschen ın der Präfektur Fukushima, über díe Lage im havarierten Kraftwerk und seine Arbeiter, über den Betreiber TEPCO und die Rolle der Kontrollbehörde. Über alles, was in den Massenmedien inzwischen kaum noch vorkommt berichtet Mako Oshidori.
Dazu gehören gesellschaftliche, gesundheitliche, politischen und journalistische Aspekte, die bei den Vorträgen zum Tragen kommen.
Mako und Ken Oshidori haben im Dezember 2015 den "22. japanischer Friedens- und Kooperationspreis für Journalismus" erhalten. "Mako und Ken Oshidori sind als Journalisten Quereinsteiger". Ursprünglich als Kabarettisten aktiv, engagierten sie sich seit Jahren als Redaktionsmitglieder der politischen Zeitschrift "Days Japan" sowie u.a. in der Protestbewegung gegen die US-Militärstützunkte auf Okinawa. Nach dem Unglück von Fukushima wandten sie ihre Recherche dem Katastrophenmanagement der japanischen Regierung und Tepco zu. Sie besuchen dafür regelmäßig die betroffenen Gebiete, interviewen Aufräumarbeiter und Strahlenflüchtige. Während es in Japan weitgehend in den Medien ohne ins Detail zu gehen so dargestellt wird, als wäre in Fukushima "alles unter Kontrolle", gehören die Oshidoris zu den wenigen Journalisten, die konstant über die Entwicklung der havarierenden Kraftwerke berichten.
Durch ihre konstante Teilnahme an Pressekonferenzen von Tepco, wo Mako Oshidori häufig als Einzige Fragen stellt, ist sie inzwischen mit Abstand diejenige Journalistin, die an den meisten Tepco-Pressekonferenzen teilgenommen hat. Das Kabarettisten-Duo verbindet bei Auftritten die Berichte über Fukushima mit künstlerischen und musikalischen Performances.
Ihr unermüdliches Engagement wurde im Dezember 2015 gewürdigt, als sie mit dem "22. japanischen Friedens- und Kooperationspreis für Journalismus" ausgezeichnet wurden.
Im Februar 2017 sind sie zu ihrer vierten Vortrags-Reise nach Deutschland unterwegs und zwar wie folgt:
15.02. 19:00 h Rathaus Wolfenbüttel:
http://www.unser38.de/wolfenbuettel-stadt/politisc...
16.02. 19:00 h Dorfgemeinschaftshaus Remlingen:
http://www.unser38.de/remlingen/politisches/asse-i...
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1 Kommentar
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Bodo Walther aus Wolfenbüttel Stadt | 03.02.2017 | 14:30  
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