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Gesundheits-Checks der Piloten noch nicht optimal

Bei der Gesundheits-Überprüfung von Piloten in Deutschland soll es schwere Mängel geben. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor, berichtet die "Bild"-Zeitung (Freitag).

Braunschweig, 9. April 2017.

Demnach seien derzeit zwei von sechs Fliegerarzt-Stellen im Luftfahrtbundesamt unbesetzt. Außerdem fänden Vor-Ort-Kontrollen der Gesundheitschecks bislang überhaupt nicht statt, obwohl sie vom Gesetzgeber erlaubt worden seien. Auch eine vom Bundestag beschlossene Datenbank über die Gesundheitschecks ist laut "Bild" immer noch nicht im Einsatz.

Die Grünen werfen der Regierung deshalb schwere Versäumnisse vor. Deren Verkehrsexperte Stephan Kühn sagte der "Bild": "Auch zwei Jahre nach dem tragischen Flugzeugabsturz durch den Germanwings-Piloten Andreas Lubitz ist das Luftfahrtbundesamt noch immer nicht in der Lage, Flugtauglichkeitsuntersuchungen nachzuprüfen."
Der Pilot hatte den Ermittlungen zufolge eine Germanwings-Maschine in den französischen Alpen bewusst zerschellen lassen. 150 Menschen starben. Später wurde bekannt, dass Lubitz eine psychische Erkrankung hatte, aber trotzdem eine Flugerlaubnis bekam.
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