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Erfahrungsgruppe für Angehörige Suchtkranker in Peine

In Kooperation der Peiner Selbsthilfegruppe Al-Anon möchte das Forschungsprojekt AnNet Angehörigen besser helfen.

Der problematische Konsum von Alkohol oder illegalen Drogen eines Familienmitglieds stellt viele Angehörige in Deutschland vor große Herausforderungen. Ihr Alltag gleicht häufig einer Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen. Obwohl die Substanzabhängigkeit eines Angehörigen in Deutschland laut neusten Ergebnissen des Epidemiologischen Suchtsurveys rund 10,5 Mio. Menschen betrifft, bleiben die Familien mit ihren Schwierigkeiten und ihrem Unterstützungsbedarf häufig allein.

Während in den letzten Jahrzehnten bereits eine ganze Reihe von Therapie-, Hilfs- und Rehabilitationsmaßnahmen für Suchtkranke entwickelt wurden, fehlt es vielerorts an Unterstützungsmöglichkeiten für Partner und Kinder.

Sucht betrifft oft die gesamte Familie

Die Peiner Angehörige Bianca K.* fasst zusammen: „ Auch für die Familie ist es nicht einfach. Angehörige können genauso krank werden wie der Alkoholiker. Während es für den Süchtigen viele Hilfsangebote gibt, ist der Weg bis Angehörige Hilfe finden oft lang und steinig, auch oder besonders für die Kinder. Man fühlt sich oft missver-standen oder allein gelassen.“

Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt „AnNet –Angehörigennetzwerk“ hat es sich zum Ziel gemacht, bundesweit die Unterstützung für Angehörige von Menschen mit problematischem Konsum von Alkohol oder illegalen Drogen weiter zu verbessern.

Von 2015 bis Sommer 2017 bietet die Universität Hildesheim in Kooperation mit der Peiner Selbsthilfegruppe Al-Anon in regelmäßigem Abstand eine Erfahrungsgruppe für Angehörige an in Peine. Weitere Betroffene in der Region, die neue Hilfsangebote wahrnehmen und mitgestalten möchten sind gerne willkommen. Geleitet wird die AnNet-Gruppe von qualifizierten Forscherinnen und Psychologinnen mit langjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Angehörigen und betroffenen Familien.

Interessierte können sich direkt beim AnNet-Team der Universität Hildesheim unter 05121 – 883 11 794 oder annet@uni-hildesheim.de melden.
Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei und anonym. Auch Fahrtkosten können nach vorheriger Absprache übernommen werden. Weitere Informationen gibt es unter www.uni-hildesheim.de/annet

*alle Namen wurden geändert
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