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Bau des Brawo-Parks beginnt

Der neue Bürokomplex ist aktuell Braunschweigs spektakulärster Hochhaus-Neubau. Ganz oben soll ein Restaurant mit windgeschützter Dachterrasse entstehen, von wo aus die Besucher einen atemberaubenden Blick über Braunschweig bis zum Harz haben werden. Grafik: oh
 
Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Brawo, bedient den Bagger zum ersten Aushub – der symbolische erste Spatenstich. Foto: Thomas Ammerpohl
Braunschweig: Brawo-Park |

Gestern erfolgte der erste Spatenstich – Shopping-Center, Büro-Hochhaus und Hotel entstehen.

Von Martina Jurk, 30.10.2013.
Braunschweig. Es ist Braunschweigs größtes privatwirtschaftliches Bauvorhaben. 130 Millionen Euro investiert die Volksbank in den Brawo-Park am Hauptbahnhof. Gestern hat mit dem ersten „Spatenstich“ die Bauphase begonnen.

Der Größe des Projekts angemessen wurde der Spaten durch einen Bagger ersetzt. Auf einem 75 000 Quadratmeter großen Areal entstehen ein Shopping-Center mit dem größten Edeka-Markt Deutschlands, ein 20-stöckiger Bürokomplex im dann größten Hochhaus Braunschweigs, ein Hotel nahe des Hauptbahnhofs sowie das größte Parkhaus Braunschweigs. „Eine ausgewogene Nutzungsmischung aus Arbeiten, Einkaufen und Dienstleistungen“, sagte Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Braunschweig Wolfsburg (Brawo). Das Projekt sei ehrgeizig und visionär, und „dabei haben wir eigentlich nur nach Büroflächen gesucht“. Ein neues Tor zur Stadt würde entstehen. Städtebaulich zwar extrem notwendig, sei das Projekt dennoch eine der schwierigsten Entscheidungen in seiner Amtszeit gewesen, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann. „Die Entscheidung war zentrenrelevant.“ n einer extrem kurzen Zeit von nur zwei Monaten habe diese Entscheidung getroffen werden müssen. Ein Konsens mit Handel, Kaufleuten und der Industrie- und Handelskammer (IHK) sei notwendig gewesen.
Die großflächige Ansiedlung des Einzelhandels im künftigen Brawo-Park wurde wegen der zu befürchtenden Unverträglichkeit mit dem Zentrenkonzept von verschiedenen Seiten kritisiert. In den politischen Gremien der Stadt, in der IHK, im Arbeitsausschuss Innenstadt und in der Verwaltung wurde heftig über das Vorhaben diskutiert. Der Investor war zu einem Kompromiss bereit. Die Volksbank reduzierte die vorgesehene Verkaufsfläche um die Hälfte und veränderte das im Shopping-Center ursprünglich geplante Sortiment.
Der Oberbürgermeister zeigte sich gestern beim Spatenstich erleichtert, dass sich der Park, vor allem aber das Shopping-Center in das Zentrenkonzept einfüge. „Es wird der Innenstadt nicht schaden.“ Außerdem habe es für das städtebaulich schwierige Gebiet bis zum Plan für den Brawo-Park keine überzeugende Lösung gegeben.
Die Bibs-Ratsfraktion sieht eine eindeutige Benachteiligung des nahe gelegenen Ring-Centers. „Während dem Brawo-Park extra eine Erweiterung des Zentrenkonzepts zur Ansiedlung großflächigen Einzelhandels genehmigt wurde, hat das ausbauwillige Ring-Center zeitgleich mit dem Verweis auf die Einhaltung des Zentrenkonzeptes eine Veränderungssperre auferlegt bekommen. Das ist nicht hinnehmbar, und die Verwaltung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, hier mit zweierlei Maß geplant zu haben“, so Bibs-Ratsherr Wolfgang Büchs. Die Bibs betont, dass das Projekt grundsätzlich positiv besetzt sei, kritisiert aber nachdrücklich das Verfahren zur Realisierung des Brawo-Parks. Die Lärmproblematik sei im Verfahren nicht ausreichend behandelt worden. Der Rat soll am 12. November erneut über einen nachgebesserten Plan abstimmen.
Gestern herrschte jedenfalls Aufbruchstimmung beim symbolischen Spatenstich. „Eine Wegmarke der Stadtentwicklung als Oberzentrum Braunschweig entsteht“, sagte IHK-Präsident Dr. Wolf-Michael Schmid, der schilderte, wie intensiv auch die Kammer um eine Entscheidung für das Projekt gerungen hatte.
Drei Jahre lang dauerten die Vorbereitungsarbeiten für den Baubeginn. Nachdem die Volksbank das ehemalige Post-Areal 2010 erworben hatte, musste das Baufeld geräumt werden. 100 000 Tonnen Betonschutt wurden direkt auf dem Gelände am Berliner Platz verarbeitet und recycelt wieder verwendet.
Die Fertigstellung des Brawo-Parks ist für 2015 geplant.
Shopping-Center: 12 510 Quadratmeter Verkaufsfläche, 3000 Quadratmeter für Gastronomie und Dienstleistungen; Parkhaus mit 1300 Einstellplätzen sowie 540 Parkplätze auf Freiflächen. Mieter: Edeka, dm Drogerie, Takko, K+K Schuhe, Zoo & Co., Friseur Klier, Apotheke Gröhlich, DTV Tabakwaren, Toys “R“ Us, Gastronomie L‘Osteria. Hotel: 160 Zimmer, 320 Betten, vier Tagungsräume.
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