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Herzen aus dem Takt

Was tun bei einem Herzinfarkt? Experten gaben in der Stadthalle anschauliche Tipps. Bildnachweis: Klinikum Braunschweig / Jörg Scheibe
Braunschweig: Stadthalle Braunschweig |

Erneut waren fast 1.000 Zuhörerinnen und Zuhörer der Einladung der Klinik für Herz-, Lungen- und Gefäßerkrankungen des Klinikums Braunschweig in die Stadthalle gefolgt. Anlässlich der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung referierten Chefarzt Prof. Dr. Matthias P. Heintzen und sein Team zum Thema: „Aus dem Takt – Herzrhythmusstörungen“.



Wunderwerk Herz: Bei etwa 70 Schlägen pro Minute, 4.000 pro Stunde und 100.000 pro Tag kommen im Laufe einer Lebenserwartung von 85 Jahren gut 3,1 Milliarden Herzschläge zusammen. Mit zunehmenden Alter könne dabei der Herzrhythmus schon mal aus dem Takt geraten, erklärte Prof. Dr. Heintzen.
Herzrhythmusstörungen seien oftmals harmlos, manchmal allerdings auch sehr gefährlich und sollten daher immer medizinisch abgeklärt werden.

Auslöser könnten Krankheiten wie z.B. Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten, Herzklappendefekte oder Herzmuskelentzündungen sein. Aber auch Stoffwechselstörungen, Elektrolytentgleisungen oder Infektionen könnten ursächlich sein, so Prof. Heintzen weiter. Anhand eines kleinen „EKG-Einführungskurses“ erläuterte der Chefarzt harmlose und gefährliche Herzrhythmusstörungen. Zum Beispiel litten 1,8 Mio. Deutsche bzw. etwa 15.000 Menschen im Großraum Braunschweig an dem oft als harmlos angesehenen Vorhofflimmern. „Allerdings stellt Vorhofflimmern einen starken Risikofaktor für den Schlaganfall dar und deshalb ist eine optimale Diagnostik und Therapie von großer Bedeutung.“

Weitere Referenten waren die Oberärzte Dr. Torsten Biermann (Thema: „Langsame Herzrhythmusstörungen und Möglichkeiten der Schrittmacher“) und Dr. Christoph J. Michel („Schnelle Rhythmusstörungen: Wann ist eine Herzkathetertherapie oder ein implantierbarer Defibrillator erforderlich“).

Bereits vor den Vorträgen hatten die Besucher Gelegenheit, sich im Foyer an verschiedensten Infoständen zu informieren, den Blutdruck messen oder eine EKG-Rhythmusmessung vornehmen zu lassen. Prof. Dr. Heintzen dankte Organisatorin Heike Liersch-Fischer und den 20 freiwilligen Helfern aus seiner Klinik für die Unterstützung bei dieser Veranstaltung.
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