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Der Anchormann rechnet ab

Beißend böse, höchst aktuell und umwerfend witzig: Der „Anchormann“ Christian Ehring. Foto: Drescher

Christian Ehring beim Satirefestival.

Von Falk-Martin Drescher, 25. März 2014.

Braunschweig. „Anchorman – Ein Nachrichtensprecher sieht rot“: Christian Ehring – unter anderem bekannt aus den Fernsehformaten Extra 3 und Heute-Show – war beim Satirefestival in der ausverkauften Brunsviga zu Gast.

Ehring, der als gefeuerter Nachrichtensprecher Elmar Stelzwedel auftrat, rechnete mit einigen Akteuren ab: Seiner ehemaligen Chefin Dr. Friederike-Gesine Herkenrath-Bovenschen, der Medienlandschaft im Allgemeinen und vielem mehr. Dabei äußerte er sich gekonnt zu aktuellen politischen Themen wie dem Krim-Konflikt, der NSA-Spähaffäre und auch der Bundeskanzlerin.
„Bei Merkel denken sich viele: Die ist mir sympathisch, sie interessiert sich in etwa so sehr für Politik wie ich selbst“, so der Kabarettist. Auch die Bologna-Reform, eine echte Steilvorlage: „Nach sechs Semestern hat man den Bachelor. Früher habe ich so lange gebraucht, um erst einmal lange Haare zu bekommen.“
Das Kabinett der Regierung verglich er mit einer Schulkasse. Da gebe es den Nerd (Wolfgang Schäuble), die Klassensprecherin (Ursula von der Leyen), den Klassenstärksten – der den Mitschülern schon einmal versehentlich den Arm brach (Sigmar Gabriel) und natürlich auch den Unscheinbaren (Gerd Müller). Und Hans-Peter Friedrich? „Der kam mit dem Stoff nicht mit“, so Ehring.
Auch einen Kommentar zum neuen Posten von Ronald Pofalla konnte sich der TV-Moderator nicht verkneifen: „In jeder Bahn gibt es eine Pfeife – wozu dann Pofalla so teuer einkaufen?“ Investmentbanker, Lehrer und Handwerker kamen auch nicht davon. Insgesamt zeigte sich Ehring aufgeweckt mit aktueller, starker Satire.
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