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Genau der richtige Zeitpunkt für ein Sommerfest

Claas Schmedtje, Geschäftsführer BZV Medienhaus, begrüßt die Gäste beim Sommerfest im Wirtshaus Heinrich. (Foto: Peter Sierigk)
 
Geschäftsführer aus dem BZV Medienhaus (von links): Martin Schmelzer, Geschäftsführer Multimedia, Bernd Spieß, Geschäftsführer Harz Kurier, mit Anne Lorenz. Jürgen Schwier, Leitung Finanz- und Rechnungswesen, mit Elke. (Foto: Obi-Preuß)
Braunschweig: Heinrich - Das Wirtshaus | "Wir haben den richtigen Zeitpunkt erwischt", sagte Claas Schmedtje zur Begrüßung beim BZV Sommerfest im Stadtpark, "die Wetter- und die Themenlage sind eindeutig ein Volltreffer. Wir werden uns heute viel zu erzählen haben", war sich der Geschäftsführer  BZV Medienhaus sicher.
Von Ingeborg Obi-Preuß, Braunschweig, 5. August 2017.

Es ist das fünfte Sommerfest im Wirtshaus Heinrich, rund 600 Gäste aus allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen waren der Einladung gefolgt. Wobei es diesmal auch einige kurzfristige Absagen gab:  Krisenberatungen im Landtag waren angesagt, Auslöser war die unerwartete Entscheidung einer  Grünen-Abgeordneten, die am Freitag ihren Wechsel zur CDU ankündigte. Damit verlor die rot-grüne Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre knappe Ein-Stimmen-Mehrheit. Landesfinanzminister Peter-Jürgen Schneider, Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic und Kultusministerin Frauke Heiligenstadt mussten deshalb ihre Teilnahme beim Sommerfest  absagen und in Hannover Lösungen suchen. 
Claas Schmedtje sprach inzwischen das zweite große Thema der Region an - die Flut und ihre Folgen. Er sprach sein  Mitgefühl  den Opfern der Überschwemmungen in Goslar, Bad Harzburg und im Landkreis Wolfenbüttel aus. "Mein Dank geht an die zahlreichen Helfer vor Ort", betonte er. "Wir haben im Rahmen unserer Aktion „Goldenes Herz“ ein Spendenkonto eröffnet. Das war vor wenigen Tagen und wir sind schon heute bei 15000 Euro, davon stammen zwei Drittel von Außenminister Sigmar Gabriel, der das Honorar für sein letztes Buch zwischen Goslar und Wolfenbüttel aufteilt", freute sich Schmedtje und bat die Besucher, ebenfalls zu Spenden. 
"Von Schlechtwetter zu dunklen Wolken", nahm Schmedtje das nächste schwere Thema ins Visier, "diese hängen schon länger am Horizont. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Können Sie das Wort Dieselskandal noch hören? Es scheint nichts Wichtigeres zu geben. Gibt es wirklich nichts Wichtigeres? Die Alleingänge der Amerikaner, die Gefahr eines Atomkriegs in Korea, die Krise der italienischen Wirtschaft sind ja auch keine Kleinigkeiten.
Mir kommt dabei jedenfalls vieles spanisch vor. Die Grenzen in der Debatte werden heute immer unschärfer. Man könnte glauben, VW und die anderen Hersteller hätten die Abgasmanipulation generalstabsmäßig geplant. Dabei wissen wir, dass die Zahl der des Betrugs Beschuldigten ziemlich überschaubar ist. Ich finde, das ist ein echtes Problem. Da werden große Belegschaften unbescholtener Arbeitnehmer mit ein paar Handvoll Leuten in einen Topf geworfen, die das Recht gebrochen haben. Fair ist das nicht. Und weitsichtig auch nicht. Es ist gegenwärtig Mode geworden, auf die Autoindustrie einzuschlagen.
Unsere Autoindustrie ist und bleibt aber wesentliche Quelle des Wohlstands in Deutschland. Wer sie verteufelt, riskiert Hunderttausende von Arbeitsplätzen. Wir sollten gut zuhören, wenn der VW-Betriebsrat sagt: Ihr müsst schon auch über die anderen sprechen, die die Luft in den Städten verschmutzen. Selbst wenn man sämtliche Dieselfahrzeuge stilllegen würde, blieben immer noch die Emissionen aus Kraftwerken und Industrie, aus Schifffahrt, Bränden und vielen anderen Quellen."
  Zum Schluss gab Schmedtje noch einen Einblick in das BZV Medienhaus. Die Herausforderungen durch die Digitalisierung werden im Medienhaus angenommen und vor allem als Chance gesehen. Es sei mutig investiert worden, im Mai ist das Nachrichtenportal News38 gestartet, schon jetzt ein großer Erfolg. "Besonders spannend ist dabei, dass wir mit diesem Portal sehr stark bei Facebook aktiv sind. Wir haben mehr als 80 000 Freunde und sind in diesem Segment bereits heute die Nummer Eins der Nachrichtenportale in Niedersachsen. Unsere Tageszeitungen sind aber nur knapp dahinter, bei den Reichweiten sind beide inzwischen gleichauf.  In dieser neuen Aufstellung sind wir nun also mindestens doppelt so stark. So erreichen wir inzwischen monatlich 720.000 Menschen mit unseren digitalen Angeboten. Viel mehr geht in unserer Region nicht mehr!", erklärte Schmedtje.

Und der zählte auf,  was sich noch getan hat im BZV Medienhaus: 

- Im Januar hat die Neue Braunschweiger Geschwister bekommen mit neuen Anzeigenzeitungen in Helmstedt und Wolfsburg.
- Wir haben im Februar unsere zweite Newswall in Betrieb genommen. Nach der LED-Wand an unserem Verlagsgebäude in Braunschweig haben wir nun einen Standort in der Porschestraße in Wolfsburg und werden noch in diesem Jahr die dritte Newswall in Betrieb nehmen – in Gifhorn.
- Zu Pfingsten haben wir Idee38 gestartet, als positiven Ideengeber für die Region 38. Über diese Plattform sind bereits sehr gute Impulse für die redaktionelle Arbeit entstanden. Die Idee funktioniert!
Und dann ging es zum Büffet. Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch mit wunderbaren Sängerinnen vom Staatstheater - Carolin Löffler, Pianistin Min Ren und Jelena Bankovic präsentierten Stücke aus La Bohème, Carmen und Hairspray, später spielten Jens Müller und seine Musikerfreunde coole Songs, die eine lauschige Partyatmosphäre schufen. Das Essen war fantastisch, der Wein und das Bier kalt, die Stimmung prächtig. Ein wunderbarer Sommerabend.
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1 Kommentar
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Horst Schmid aus Braunschweig - Innenstadt | 05.08.2017 | 13:46  
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