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Braunschweigs E-Bustankstelle ohne Stromversorgung?

Elektrotankstelle 1 mit Primove-System und Infotafeln
Braunschweig: Hauptbahnhof |

In Schilda bauten sie ein Rathaus ohne Fenster - fehlte bei der E-Bustankstelle am Bahnhof der Stromanschluß für das induktive Primove Akkuladesystem?

Nicht gerade am 1. April 2014 wollte ich endlich einmal sehen, was BS
am Hauptbahnhof im Hinblick auf Elektromobilität, also Elektrobusse namens
Emil, zu bieten hat. Mein Bild 1/4 zeigt einen ersten Anlagenteil des sogen. Pri-
move-Systems zum berührungslosen, induktiven Aufladen von Busakkus. Sehr
anschaulich ist mit wechselnden Bildern dargestellt, daß die Busakkus an dieser
Haltestelle ( hinter dem Anlagenteil / Infotafeln) innerhalb von zwei bis vier Mi-
nuten - je nach Ladezustand - berührungslos wieder voll aufgeladen werden kön-
nen. Ob der Text " WARTEN UND RATEN " der Infotafel etwas mit dem 1. April
zu tun haben könnte, wollte ich zunächst nicht glauben, denn in der NB vom 30.03.2014 wurde der Anschein erweckt, daß ein E-Bus im Linienverkehr der
Linie M19 fahren würde. So standen mein Begleiter und ich am 05.04. über eine
halbe Stunde erwartungsvoll an der Ladestation 1. Als dann immer noch kein
Bus der Emilserie kam, fragten wir mehrere Busfahrer anderer Linien, die uns
jedoch keinerlei Auskunft bezüglich M 19 - E-Bus geben konnten. So hatten wir
Zeit, die zweite Ladestation ganz in der Nähe von Nr.1 zu begutachten. Deren
elektronische Einrichtungen nebst großem Kühlaggregat sind in einem üppigen
Rundbau in der Form einer Litfaßsäule untergebracht. Ein großes Plexiglas-
fenster gewährt einen vorzüglichen Blick in das technische Innenleben.

In den beiden Ladestationen des Primove-Systems wird der zugeführte Dreh-
strom offenbar zunächst in Gleichstrom umgewandelt und danach in höherfre-
quenten Wechselstrom zum Speisen der im Erdbereich befindlichen Spulen
umgesetzt. Die dabei entstehenden Verlustwärmemengen sind so erheblich,
daß leistungsstarke Kühlaggregate zum Kühlen der Leistungselektronik
zwingend erforderlich sind. Da die Kühlaggregate selbst auch elektrische Ener-
gie verbrauchen, verschlechtert dieser Anteil den Wirkungsgrad des Primove-
Systems weiter. Das ist wohl der Preis der hochgelobten Elektromobilität, über
den nicht gesprochen wird!

Während der weiteren Warterei auf den E-Bus fiel mir beim Fotografieren der
Bilder 2/4 bis 4/4 auf, daß man bei der Neuanlage wohl vergessen hatte, daß die
Anlage auch Strom benötigt. Daher wurde als Notlösung ein transportabler
Notstromkasten behelfsmäßig installiert. Wenn man bedenkt, daß diese Anlage
mit drei Millionen € Fördergeldern aus Steuergeldern unterstützt wurde, muß
ich doch an den ersten April denken, aber leider handelt es sich doch mehr um
das Problem mit dem Rathaus von Schilda!
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