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2018 soll Leitstelle fertig sein

Die Hauptfeuerwache wurde 1954 gebaut, einige Gebäude auf dem Gelände an der Tunicastraße sind sogar mehr als 100 Jahre alt. Mit Sanierung und Leitstellenneubau soll die Feuerwehr vernünftige Arbeitsbedingungen erhalten. Foto: T.A.
Braunschweig: Hauptfeuerwache |

Absage des Landes „kostet“ Stadt vier Millionen Euro.

Von Marion Korth, 07.03.2015.
Braunschweig. Dieses Jahr wird ein gutes Jahr für die Feuerwehren in Braunschweig. Im Frühjahr werden die neuen Gerätehäuser in Leiferde und Lamme an die Freiwilligen Wehren übergeben, im Frühherbst soll Querum folgen. Und die Berufsfeuerwehr bekommt endlich ihre neue Leitstelle. Warum nicht gleich so, fragt CDU-Ratsherr Kurt Schrader, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrausschusses.

So sehr er sich über den einstimmigen Beschluss in der jüngsten Ratssitzung für den 13,3 Millionen Euro teuren Neubau freut, so sehr ärgert ihn, dass die Stadt zwei Jahre in Planungen und diverse Gespräche auf höchster Ebene investiert hat, um Ende des Jahres überraschend zu erfahren, dass das niedersächsische Innenministerium nicht wie geplant mitmacht. So war vorgesehen, dass die Kollegen der Polizeidirektion Braunschweig – unter entsprechender Kostenbeteiligung des Landes – mit in die sogenannte kooperative Leitstelle in die Tunicastraße ziehen werden. Davon will das Land nichts mehr wissen, statt einer direkten Kostenbeteiligung wollte es sich nun nur noch auf ein Mietpreismodell zur Finanzierung einlassen. Die Verwaltung zog die Notbremse, auch weil unklar ist, ob bei einem solchen Modell bereits angefallene Planungskosten umgelegt werden können und überhaupt ein Mietvertrag zustande kommt. Finanziell in Vorleistung zu gehen bei so viel Ungewissheit, kam nicht infrage. Für die Stadt ein schwerer Schlag, es geht nicht um ein paar Arbeitsplätze mehr oder weniger, die eingerichtet werden müssen. „Das bedeutet, dass vier Millionen Euro vom Land nun nicht kommen werden“, erläutert Schrader. Und: „Ich hätte Verständnis gehabt, wenn das Land vor zwei Jahren abgesagt hätte.“ An dieser Stelle kann der CDU-Mann sich den Seitenhieb auf die SPD-Landtagsabgeordneten Klaus-Peter Bachmann und Christoph Bratmann nicht verkneifen, die sich nicht genügend für die Braunschweiger Sache eingesetzt hätten.
Bei entsprechender finanzieller Beteiligung werden die Landkreise Wolfenbüttel und Peine in das Projekt Leitstelle einbezogen. „Bei Wolfenbüttel bin ich zuversichtlich“, sagt Schrader. „Wackelkandidat“ sei eher Peine, dort werde auch ein Zusammengehen mit Hildesheim geprüft. „Wir bauen unabhängig von dieser Entscheidung. 2018 soll die neue Leitstelle fertig sein.“
Ende des Jahres soll ein Feuerwehrbedarfsplan stehen. Wünschenswert sei noch eine zusätzliche Wache in der Weststadt, da es im Brandfall langsam knapp werde, tatsächlich in 8,5 Minuten jeden Einsatzort in der Stadt zu erreichen.
Außerdem werde die Hauptfeuerwehrwache saniert. Die in die Jahre gekommenen und für viel weniger Mitarbeiter ausgelegten Gebäude haben es dringend nötig (die neue Braunschweiger berichtete). Möglichst schnell soll es gehen. „Das sind wir unseren Feuerwehrleuten, die hervorragende Arbeit im Dienste der Sicherheit in unserer Stadt leisten, schuldig“, hatte Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) dazu erklärt. Dem hat CDU-Ratsherr Schrader nichts hinzuzufügen.
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