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Wandern auf dem Kleinen Fallstein

Zwei sich umschlingende Engel; gestaltet vom Braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe.
Hornburg: Kleiner Fallstein |

Der Kleine Fallstein ist zu jeder Jahreszeit eine Wanderung wert. Der Höhenzug verbindet Hornburg in Niedersachsen mit Osterwieck in Sachsen-Anhalt. Der bewaldete Rücken erstreckt sich auf etwa zehn Kilometer ohne größere Steigungen in etwa 150 m Meereshöhe dahin. Auch für ungeübte Wanderer bietet der Kammweg keinerlei Schwierigkeiten.


Wir wollten den schönen Novembersonntag zu einer Wanderung auf dem Kleinen Fallstein ausnutzen und starteten am Friedhof in Hornburg. Gleich nach den ersten Metern erinnerte uns noch ein laminiertes Blatt an die im Oktober vorgenommene Enthüllung eines Kunstwerkes auf dem Kleinen Fallstein. Nach kurzer Zeit erreichten wir die Skulptur zweier sich umschlingender Engel. Eine Arbeit des Braunschweiger Künstlers Magnus Kleine-Tebbe, gestiftet von der Karin und Joachim Prüsse-Stiftung.

Auf dem Kamm ging es weiter geradeaus. Ein Verlaufen war nicht möglich. Nach kurzer Zeit passierten wir den ehemaligen Grenzzaun, der zur Erinnerung an die Teilung stehen gelassen wurde. Als Mahnung und Erinnerung dient auch der kurze Zeit später auftauchende ehemalige Grenzturm. Eine Tafel erläutert die damaligen Verhältnisse an der Grenze.

Die bewaldeten oder mit Gebüsch bestandenen Hänge boten in ihrer Herbstfärbung immer wieder wunderschöne Anblicke. Einmal war es eine aufgelassene Kirschplantage, dann wieder Kiefern mit Heidekraut, Fichten, Eichen und immer wieder die goldgelb leuchtenden Birken.

Nach einiger Zeit erwartete uns ein Tisch mit Bänken, eine Schutzhütte und eine hervorragende Aussicht: Zeit für unsere belegten Brote, gekochtes Ei und Cocktailtomaten. Im Süden blickten wir auf das im Tal liegende kleine Dorf Bühne. Sogar eine Fernsicht bis zum Brocken gestattete uns das klare Wetter.
Im Norden begleitete uns die Aussicht auf den Ort Rhoden und seinen Kirchturm wann immer die Vegetation lichter wurde. Langsam senkte sich der Weg bis nahezu auf das Niveau der parallel zum Höhenzug verlaufenden Straße. Hier drehten wir um, weil die Uhr wegen des zur Neige gehenden Tages zur Rückkehr auf dem gleichen Weg mahnte. Zur Einkehr in der Fallsteinklause/Osterwieck wären es immerhin noch vier Kilometer gewesen.

Mit einem beginnenden, malerischen Abendrot legten wir die letzte Strecke zurück. Wir überlegten noch den Abstieg zu Willeckes Lust, einem Ausflugslokal, das wir bereits vor der Grenzöffnung besucht hatten, entschieden uns aber zur Heimkehr. Im nächsten Jahr werden wir die Wanderung im Frühling wiederholen.
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