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Ein Bericht aus Würzburg - 310 Kilometer von Helmstedt entfernt

Rathaus in Würzburg - Grafeneckert
Helmstedt: Hirschberger Str. 2 | B

esuch in Würzburg - Grafeneckert

In der Vorweihnachtszeit fuhren wir nach Würzburg um uns mit der Familie zu treffen. Dabei ergab sich für mich eine Wartezeit vor dem Rathaus, da alle meine Begleiter in den anliegenden Geschäften zum Einkaufen untertauchten.
Was lag da vor mir? Bei dem Gebäudekomplex am Rande des Platzes handelt es sich um das Rathaus und einem Teil davon den Grafeneckert. Ein 2017 neu gestrichenes Gebäude aus dem Mittelalter. Der Turm war ursprünglich ein Geschlechterturm, wie er in Italien noch in vielen Gemeinden eindrucksvoll zu finden ist. Die Bürgerschaft erwarb den Turm im Jahr 1316. Der Seitenflügel wird aufgrund der Wandbemalung als „Grünbaum“ bezeichnet. Der hohe Turm ist eines der unverwechselbaren Wahrzeichen der Stadt Würzburg. In 55 Meter Höhe ist die Türmerstube untergebracht. Von dort war das Geschehen in der Stadt zu überschauen. Es konnte gegebenenfalls ein Alarm ausgelöst wurde, wenn ein Brand zu erkennen war oder wenn sich mal wieder Ärger mit den Bischhöflichen anbahnte.
In den touristischen Führungen ist auch in der Gegenwart noch immer ein Türmer in der Stadt unterwegs. In Helmstedt gibt es mit dem Hausmannsturm eine Parallele mit dem Profanbau in Würzburg.
Vor dem Rathaus selbst gibt es einen Platz mit dem Vierröhrenbrunnen, der einen Wochenmarkt vor dem Rathaus aufnimmt. Der Rathausplatz ist etwa 310 Kilometer von Helmstedt entfernt.
Als interessante äußerlich Details vielen mit eine Sonnenuhr und eine Zeigeruhr an der Turmseite ins Auge. Die Sonnenuhr verfügt über den Schriftzug: „ Keines Menschen Geist hält den Lauf von Sonne, Mond und Sterne auf“ und die Uhr ist mit „Carpe Diem“ beschriftet. Die Bürger werden dazu aufgefordert den Tag zu genießen. Die Aufforderung geht auf die Ode „An Leukomoe“ des römischen Dichters Horaz zurück. Er fordert 23 vor Christus die knappe Lebenszeit heute zu genießen und nicht auf morgen zu verschieben.
Ich habe mich darüber gefreut soviel aufgrund eines Wartezeitraumes um mich wahrzunehmen. Weil ich so still in meinem Rollstuhl am Fahrbahnrand da saß bekam ich nach kurzer Zeit Gesellschaft von Einheimischen. Einer machte sich Sorgen darüber, ob meine Batterie ausgefallen sei und ein Zweiter nutzte den Stillstand meines Fahrzeuges um mir zu erklären mit welchen Früchten und Naturheilmitteln ich meine Krankheit überwinden könnte. Eine weihnachtlich getrimmte Straßenbahn unterbrach unsere Idylle indem sie Weihnachtsmusik in hoher Dezibelstärke über das Straßenumfeld verbreitete. Unsere Familie fand sich wieder zusammen. Würzburg hat weiter Sehenswürdigkeiten.



Fotos JPG: Fotos vom Bereich des Rathauses in Würzburg.
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