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Wolfsburg kommt nicht aus dem Keller heraus

Diese Szene entschied das Spiel: Torwart Diego Benaglio (VfL Wolfsburg) gegen Anthony Modeste (1. FC Köln) – Elfmeter zum Siegtreffer. Foto: regios24/Darius Simka

Fußball-Bundesliga: Nach der unglücklichen Niederlage in Köln steht der VfL nur drei Punkte vor dem Relegationsrang.

Köln, 07.02.2017.

Der „Dino“ lebt noch – und der Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist noch enger geworden. Zum Leidwesen des VfL Wolfsburg, der eben mittendrin statt nur dabei ist. Einen Tag, nachdem der Hamburger SV den wichtigen 1:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen eingefahren hatte, mussten sich die „Wölfe“ mit 0:1 (0:0) beim 1. FC Köln geschlagen geben und haben nur noch drei Punkte Luft auf den Relegationsrang.

„Meine Spieler sind natürlich enttäuscht, haben aber auch jede Menge Wut im Bauch“, konstatierte VfL-Coach Valérien Ismaël nach der Niederlage in der Domstadt. Enttäuscht, weil sie mit leeren Händen die Heimreise antreten mussten. Wütend, weil der Strafstoß, den der „gefoulte“ Anthony Modeste in der 81. Minute zum 1:0-Siegtreffer für die Kölner verwandelte, höchst umstritten war. „Ich gehe nur auf den Ball und berühre auch nur den. Von daher war das eine völlig überraschende und nicht nachzuvollziehende, fragwürdige Entscheidung“, betonte VfL-Kapitän Diego Benaglio, der Modeste zu Fall gebracht haben soll.

Besonders bitter dabei: Beim abgewehrten Schuss von Salih Özcan hatte Modeste obendrein noch leicht im Abseits gestanden. „Für mich war es kein Elfmeter. Modeste hebt schon vorher ab und sucht auch den Kontakt zu Diego Benaglio. Das ist einfach unglücklich, dass der Schiedsrichter dann auf Elfmeter entscheidet“, meinte Wolfsburgs Linksfuß Yannick Gerhardt, der sich seine erste sportliche Rückkehr nach Köln mit Sicherheit anders vorgestellt hatte.

Die „Wölfe“, die anders als bei der 1:2-Heimpleite gegen Augsburg mit einer Dreier-Abwehrkette agierten, hatten sich lange Zeit vornehmlich auf die Defensivarbeit konzentriert – und dabei einen guten Job gemacht. Denn große Kölner Chancen suchte man in Durchgang eins vergebens, der nahezu zwangsläufig torlos zu Ende ging.

Im zweiten Spielabschnitt war der 1. FC dann zunächst besser in der Partie, doch Modeste (54.) verpasste die mögliche Führung knapp. Diese Drangphase der Hausherren überstanden die „Wölfe“ allerdings und hatten fortan selbst gute Möglichkeiten. Maximilian Arnold scheiterte zunächst mit einem Volleyknaller (71.) an Schlussmann Thomas Kessler und hatte nur drei Minuten später Pech, dass Pawel Olkowski seinen Schuss noch mit dem Körper abblockte.

„Ich bin enttäuscht, denn ich hätte der Mannschaft sehr gerne mit einem Tor geholfen. Ich hatte das 1:0 auf dem Fuß und muss das Ding einfach reinmachen. Ich bin sicher, dass das Spiel ganz anders läuft, wenn ich einen der beiden reinmache“, sagte „Maxi“ Arnold zu seinen zwei Chancen. „Gerade in der zweiten Hälfte war das ein ordentliches Spiel von uns, in dem wir die Vorgaben des Trainers und das, was wir uns vorgenommen hatten, umgesetzt haben. Wir hätten mindestens einen Punkt absolut verdient gehabt“, erklärte Kapitän Diego Benaglio.

So sah es auch Cheftrainer Ismaël: „Es ist extrem bitter, dass wir heute verloren haben. Wir haben ein sehr starkes Auswärtsspiel abgeliefert, und meine Mannschaft hat eine tolle Reaktion auf die Augsburg-Niederlage vergangene Woche gezeigt. Wir haben wenig zugelassen, standen sehr stabil und hatten auch unsere Chancen, ein Tor zu erzielen. Dann gibt es den Elfmeter, der keiner war, und dem zudem auch eine Abseitsposition vorausging. Das ist einfach nur ärgerlich.“
Nach dem gestrigen DFB-Pokalspiel in München (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss nicht fest), kommt am Sonntag der Tabellenfünfte Hoffenheim nach Wolfsburg.
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