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Neues Selbstvertrauen für die „Wölfe“

Torschütze zum 1:1: Wolfsburgs Maximilian Arnold, hier gegen Kerem Demirbay. Foto: regios24

1. Fußball-Bundesliga: Wolfsburger 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim – Samstag nach Dortmund.

Wolfsburg, 14.02.2017.

Erst der Hammer, dann der Joker: Maxi Arnold und Daniel Didavi ließen den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg nach drei Pflichtspielpleiten in Serie wieder jubeln – und das ausgerechnet gegen die TSG Hoffenheim, die bis dato nur einmal verloren hatte. Das flößt den „Wölfen“ wieder neues Selbstvertrauen ein, welches vor der kommenden Aufgabe Borussia Dortmund auch bitter nötig ist...

Danach sah es vor den Augen von Ex-Wolf und Meistermacher Zvejzdan Misimovic, der nur eine Reihe hinter dem noch nicht spielberechtigten Rückkehrer Ashkan Dejagah Platz nahm, jedoch lange Zeit nicht aus. Im ersten Durchgang spielte nur Hoffenheim und führte durch Steven Zuber auch mit 1:0 – Wolfsburg blieb offensiv harmlos und lag zur Pause verdient hinten.

VfL-Coach Valerien Ismaël reagierte auf den zahnlosen Auftritt, wechselte mit Didavi für Defensivkraft Riechedly Bazoer offensiv. Und dank einer „verbalen Kopfnuss“, so Maximilian Arnold, in der Kabine zeigte auch das gesamte Team nun den richtigen Biss: Nach einer eigentlich harmlosen Ecke von Ricardo Rodriguez köpfte Niklas Süle den Ball mittig aus dem Strafraum, wo Arnold nur wartete: Mit ungeheurer Wucht drosch das Eigengewächs den Ball ins linke Eck – das 1:1 (50.).
Dieser Treffer war die Initialzündung für den stotternden Offensivmotor: Plötzlich war das Selbstbewusstsein der Wolfsburger wieder da, die nun sogar auf die Führung drängten. Doch auch Hoffenheim wollte mehr und so entwickelte sich ein offensiver Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Dabei zeigte Hoffenheim ein weiteres Mal Schwächen nach einem Standard: Eine Freistoßflanke wurde ebenfalls nicht konsequent geklärt, Robin Knoche köpfte den Ball in den Fünfmeterraum – und Joker Didavi drückte das Leder über die Linie. Ein traumhaftes Comeback nach drei Monaten Ausfallzeit!

Anschließend hätte Mario Gomez sogar noch auf 3:1 erhöhen können, doch der Ball wurde von TSG-Keeper Oliver Baumann erst abgelenkt und im Nachfassen auf der Linie noch aufgehalten. Da Hoffenheim sein Offensiv-Pulver jedoch bereits verschossen hatte, blieb das nur Makulatur.

„Nach dem Seitenwechsel sind wir dann so aufgetreten, wie wir es eigentlich von Anfang an wollten. Wir sind aggressiv in die Zweikämpfe gegangen, haben den Kampf angenommen, die nötige Disziplin gezeigt und waren füreinander da. Deswegen haben wir auch verdient noch gewonnen“, war Ismaël nach dem Sieg glücklich. „Mich ärgert, dass wir nicht über die komplette Distanz so gespielt haben.“
Genau das wird der VfL bei der nächsten Aufgabe aber müssen, schließlich geht es zu Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr). Speziell auf die Wolfsburger Defensive dürfte gegen Reus, Aubameyang und Co. Schwerstarbeit warten. Die jüngste BVB-Pleite in Darmstadt offenbarte aber auch: Hinten ist die Elf von Thomas Tuchel anfällig.

Ob sich ein anderer Umstand als Vor- oder Nachteil offenbart, muss sich derweil zeigen: Denn nach den Fanausschreitungen beim Spiel zwischen Dortmund und Leipzig hat der DFB das Strafmaß auf 100 000 Euro sowie eine Sperrung der Südtribüne festgelegt. Und da der BVB das Urteil am Montag akzeptierte, wird die größte Stehplatztribüne der Welt mit Platz für 24 500 Zuschauer ausgerechnet gegen Wolfsburg leer bleiben.

Welches Team von diesem halben Geisterspiel stärker beeinflusst wird, bringt der Samstag mit sich. Im Zweifelsfall muss Maxi Arnold eben auch die restlichen Dortmunder Fans mit dem nächsten Hammer zum Schweigen bringen...
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