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Hol- und Bringzonen können funktionieren

Die Zufahrt zum Eingang der Lessingschule wurde mit absoluten Haltverbotsstrecken und dem Hinweis auf die Feuerwehrzufahrt ausgeschildert
 
Der Schulweg zu Fuß soll ier noch mit gelben Bordsteinen und Füßen ergänzt werden
Helmstedt: Lessingstr. 38 a |

Die Grundschule Lessingstraße ist ein positives Beispiel

Die dritte Veranstaltung zum Thema „Eltern-Taxi“ fand in der Grundschule Lessingsttraße in Helmstedt statt. Vertreter unterschiedlicher Schulen, der Verwaltungen, der Polizei, des ADAC und der Verkehrswacht nahmen teil. Aus Hannover reisten Wolfgang Müller vom ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt und Tim Hey von der Landesverkehrswacht Niedersachsen an.
Nach einer Runde mit allgemeinen Mitteilungen und Erfahrungsdarstellungen nahmen die Teilnehmer die Situation um die Grundschule Lessingstraße in den Fokus.
Der Rektor der Grundschule, Christoph Waeterling, stellte die Ausgangslage dar: Chaos auf dem Lessingplatz und vor dem Schuleingang auf die Lessingschulberg.
Nun die Situation nach den vorgenommenen Veränderungen. Die Maßnahmen haben gefruchtet. Viele der Eltern sind in den Bring- und Abholzonen gelandet, Eine sehr geringe Zahl von Fahrzeugen sind noch auf dem Lessingplatz oder gar vor der Schuleingangstür festzustellen.

Welche Maßnahmen wurden durchgeführt?
1.Die Sackgasse vor der Schule wurde mit Unterstützung des Ordnungsamtes als Feuerwehrzufahrt ausgewiesen. Zur Verdeutlichung der Sperrung wurden an den Flanken der Zufahrt absolute Haltverbote angeordnet. Die Nutzung eines kleinen Parkplatzes an der Schule wurde geregelt, dass dort lediglich 11 Fahrzeuge Platz finden. Lehrer die nicht pünktlich vor der Schule sind, müssen auch außerhalb des Schulnahbereichs parken. Nun können sogar Lieferfrahrzeuge in der Gasse des Parkplatzes stehen und wenden.
2. Es wurden auf zwei Straßen im Siedlungsgebiet (200m-Radius) Hol- und Bringzonen eingerichtet, an denen Kinder die Fahrzeuge verlassen können oder dort bei wartenden Eltern wieder einsteigen können. Es wurde also nicht nur ein Verbot vor der Schule organisiert – sondern auch ein Angebot gemacht, wo man den Ziel- und Quellverkehr abwickeln kann.
3. Begleitende Maßnahmen waren erforderlich. Dazu gehörten Gespräche mit Eltern und betroffenen Anliegern. Auch die Polizei zeigte Präsenz. Ein Elternbrief wurde entwickelt, der die Grundsatzproblematik aufzeigt (Anlage). Zusätzlich wurde bei den Kindern im Unterricht deutlich gemacht, dass die Lösung wichtig ist. Die Kinder besuchten die Hol- und Bringzonen und in den Klassen wurde regelmäßig nachgefragt, wie sie zur Schule kamen und wo sie ausgestiegen sind. Das bedeutete für die Eltern, dass die Kinder das gewünschte Verhalten anmahnten.

Im Endeffekt wurde durch Verbote vor der Schule, abgesetzte Parkangebote im 200m-Radius zur Schule und Überwachung des Eltern- und Großelternverhaltens ein Erfolg vor der Schule und auf dem Lessingplatz erzielt.

Weitere Schulen haben bereits Gespräche mit dem Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Ulf Barnstorf, und Achim Klaffehn als Vertreter der örtlichen Verkehrswacht und des ADAC Ortsclubs geführt. Ansätze für Einzellösungen stehen an.

Die Kreisverkehrswacht Helmstedt machte noch einmal auf den Grundsatz aufmerksam, dass es nicht verboten ist, Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen und sie dort abzuholen. Das Problem ergibt sich allerdings vor Ort wenn zuviel Autos gleichzeitig an einem Ort im Verkehrsraum ankommen, der für die Menge nicht ausgelegt ist. Eine dezentrale Verteilung führt im Nahbereich der Schule zu weniger Verkehr. Die Menge der Eltern, die die Kinder fahren nimmt allerdings nicht oder oder nur im geringen Umfang ab. Verdrängte Verkehre können an anderen Stellen zum Problem werden. Dies ist zumindest langfristig zu beobachten.

Unabhängig von den Elterntaxis ist es wichtig zu bedenken, dass viele Kinder auch zu Fuß zur Schule gehen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen könnten. Teilweise sind durch die Verwaltung bezahlte Busse nicht ausgelastet, weil Eltern von ihrem Recht gebrauch machen, selbst mit dem Auto zu fahren.
Für die nun die letzten 200 Meter zu Fuß gehenden Schüler muss der durch gelbe Bordsteine und Fußstapfen abgesicherte Schulweg nachgebessert werden. An der Einmündung der Lessingstraße/Wilhelm-Busch-Str. sind entsprechenden Markierungen vorzunehmen.

Ein neuer Termin ist zunächst nicht vorgesehen. Eine Notiz mit der Entwicklung im Umfeld der Lessingstraße soll durch die Verkehrswacht an alle Grundschulen verteilt werden. Wenn Schulen Ideen im großen Kreis „Runder Tisch – Hol-und Bringzonen“ besprechen möchten, bitte ich um Kontaktaufnahme.

Im Zusammenhang mit der jährlichen Schulanfangsaktion der Landesministerien mit dem ADAC, der Verkehrswacht und dem GUV soll die Problematik thematisiert werden.


Foto JPG: Ausgeschilderte Feuerwehrzufahrt mit absoluten Haltverboten vor der Grundschule Lessingstraße.
Foto JPG: An der Einmündung Lessingstr. / Wilhelm-Busch-Str. sollen noch gelbe Markierungen zur Ergänzung des sicheren Schulwegs aufgetragen werden.
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