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Hol- und Bringzonen

Wolfgang Müller (ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt) und Christoph Waeterling (Rektor der Grundschule Lessingstraße) stellten Aktivitäten vor.
 
Im Großen Sitzungssaal wurde zur Schulwegsicherheit diskutiert
Helmstedt: Markt |

Mit der Schulwegsicherheit geht es voran


Die zweite Veranstaltung zum Thema „Eltern-Taxi“ knüpfte nahtlos an die Ergebnisse der ersten Veranstaltung an. Der Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Ulf Barnstorf, moderierte das Treffen der Experten aus den kommunalen Gremien, der Schulen, der Verkehrswacht und des ADAC.

In Helmstedt gibt es erste Maßnahmen vor den Grundschulen Lessingstraße und Friedrichstraße


Seitens des Ersten Stadtrates, Henning Konrad Otto, wurde zunächst deutlich gemacht, dass für die Grundschulen Lessingstraße und Friedrichstraße bereits wichtige Fakten zur Einrichtung einer Hol- und Bringzone getroffen wurden. Zunächst ist es bereits angeordnet, dass die Zuwegungen zu diesen Schulen ( auch im Sinne der über diesen Weg vorhandene Feuerwehrzufahrt) mit einem absoluten Haltverboten versehen werden. Das bedeutet auch, dass beispielsweise an der Lessingschule, die Möglichkeit der Lehrer, vor der Schule zu parken, drastisch reduziert wird. Im Umfeld der Schule, gibt es auch Verkehrsflächen, die als Hol- und Bringzone ausgewiesen werdend könne. Der Rektor der Lessingschule, Christoph Waeterling bestätigte den Sachstand und stellte dar, dass ein entsprechender Rundbrief für die Eltern verfasst wurde. Otto machte zudem klar, dass die Situation an der Grundschule Friedrichstraße ähnlich gelagert sei. Achim Klaffehn von der Verkehrswacht wies auf den hohen Parkdruck im Bereich Friedrichstraße Conringstraße Schulstraße hin. Es würde nicht reichen wenn lediglich zwei oder drei Parkplätze für die Bringzone freigemacht würden. Otto ging davon aus, dass er bereits eine Nebenstraße im Sinn habe, an der die Einrichtung einer solchen Zone möglich sei.

Grundschule Emmerstedt

Urs Dobers führte dann aus, dass auch an der Grundschule Emmerstedt erste Schritte eingeleitet wurden. Dort könnte man den Schützenplatz als Hol- und Bringzone einrichten. Dies sei aber nur vorbehaltlich von Schützenfesten und dem Bauvorhaben am Schützenhaus möglich. Ulf Barnstorf hielt die Einrichtung dort ebenfalls für möglich, wenn der Platz eine zweite Ein- und Ausfahrt erhielte, damit es dort nicht zu weiteren Wedemanövern kommen muss. Dobers schlug zusätzlich die Einrichtung einer Einbahnstraße und die Einrichtung einer Bushaltestelle vor der Schule selbst vor.
Für diese Ideen muss erst noch eine Überprüfung seitens der Stadtverwaltung erfolgen.

Andere Schulen


Alle anderen Schulen sind noch nicht so weit mit der Planung gediehen. Rektorenvertreter machten darauf aufmerksam, dass einige Verantwortliche bereits resignierten, denn die Problematik sei
nicht neu und es habe schon viele Anläufe zur Verbesserung der Situation gegeben. Harald Brötje von der Grundschule Schützenbahn macht richtigerweise auch auf das Problem aufmerksamd, dass die Eltern der weiterführenden Schulen ebenfalls mit ihren Kindern unterwegs sind und teilweise bei der Suche nach Plätzen zum Ein- oder Aussteigen in Konkurrenz zu den Grundschulen stehen.
Im Kreis wurde festgestellt, dass jede Schule individuelle Lösungen erarbeiten muss, da eine direkte Vergleichbarkeit nicht gegeben ist. Hilfreich könnte, die Errstellung eines Elternbriefes und die Schaffung eines Flyers sein, der die Situation kurz und prägnant beschreibt. Dazu erklärte Wolfgang Müller vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, dass eine Erstellung des gewünschten Druckwerkes grundssätzlich möglich sei. Eventuell auch auf der Ebene der gemeinsamen Schulafangsaktion mit Ministerien, der Polizei, der Verkehrswacht, des ADAC und der Gemeinde-Unfallversicherung.

Vorbereitung weiterer Termine


Die Rektoren schlugen angesichts der geringen Teilnahme der Grundschulen des Landkreises vor, dass Ulf Barnstorf eine Schulleiterkonferenz zu einem Motivationsvortrag nutzen sollte, um weitere Schulen ins Boot zu holen. Das Gremium könnte ja auch durch Obleute für Mobilität ergänzt werden.
Seitens der Kreisverkehrswacht wurde auch noch einmal die Möglichkeit bestätigt, dass man über Aktionen mit den Kindern ( es werden ja Radfahrprüfungen, Radfahrturniere und Fußgängerdiplome gemeinsam durchgeführt), das Problem in die Familien eingebracht werden könne. Als Beispiel wurde die Aktion „gelbe Zitrone“ angeführt, bei der Kinder im Rahmen einer Verkehrsbeobachtung solchen Verkehrsteilnehmern, die sich nicht an die Regeln halten, eine Zitrone geschenkt wird.
Die Gruppe ging mit der Erkenntnis auseinander, dass es im Sinne der Verkehrssicherheit von Bedeutung ist, in einem übergreifendem Gremuim an Verbesserungen des Schulumfeldes und der Schulwege zu arbeiten. Als nächster Termin wurde der 08.05, 14 Uhr, in der Grundschule Lessingstraße festgelegt. Dort kann der Rektor, Christoph Waeterling, dann den aktuellen Stand im Bereich seiner Schule darstellen. Auch andere Teilnehmer haben wieder die Möglichkeiten ihre Ideen vorzustellen.
Der Arbeitskreis entschied sich einhellig dazu, von Hol- und Bringzonen zu sprechen und den Begriff „Eltern-Taxi“ weitgehend zu vermeiden. Der Begriff „Eltern-Taxi“ ist negativ belegt und steht für chaotische Verhältnisse. Mit den Hol- und Bringzonnen, möchte man eine positive Ordnungsinitiative verwirklichen.

Foto JPG: Experten diskutierten im großen Sitzungssaal des Helmstedter Rathauses über Hol- und Bringzonen
Foto JPG: Wolfgang Müller vom ADAC Niedersachsen/Sachsen Anhalt und dahinter Christoph Waeterling, Rektor der Grundschule Lessingstraße, hatten ein großen Anteil an der Entwicklung weiterer Schulwegverbesserungen.
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