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Fahrt zum Concordiasee um Erkenntnisse für die Helmstedter Seenplatte zu gewinnen

Der Concordiasee liegt ohne touristische Aktivitäten als gesperrtes Gelände in der Landschaft
 
Vortrag vor der Reisegruppe aus Helmstedt
Helmstedt: Hirschberger Str. 2 |

Am Concordiasee in Seeland informierte sich der Arbeitskreis „Senioren als Vorbild im Straßenverkehr“ über Braunkohlefolgelandschaften

Der Arbeitskreis veranstaltete eine Informationsfahrt im Rahmen ihres diesjährigen Schwerpunktthemas Braunkohlefolgelandschaft. Die Fahrt führte zum Concordiasee im Bereich des Vorharzes. Im Vorfeld hatte sich der Arbeitskreis in mehreren Sitzungen über die Problematik informiert und konnte sich nun vor Ort über die Entwicklung am Concordiasee kundig machen. Der See war bereits zum Teil aus dem Bergrecht entlassen und es wurde mit der Entwicklung touristischer Gegebenheiten begonnen. So fuhr bereits ein Ausflugsschiff auf dem See, eine Marina wurde erstellt, Parkplätze und ein Informationszentrum wurden eingerichtet. Ein Badestrand wurde vorbereitet und Wanderwege ausgewiesend. Dann kam der Unfall von Nachterstedt, dort kam es zu einem Abbruch der Böschung bei der auch Häuser in den See gerissen wurden und Menschen starben. Seitdem ist der See im Tagebaukessel wieder für die Öffentlichkeit gesperrt. Nicht vorhergeplante Arbeiten zur Stabilisierung der Böschungen sind sehr aufwendig und müssen abgeschlossen sein ehe es mit der touristischen Erschließung weitergehen kann. Der Ausflugsdampfer ist verkauft und verkehrt weit weg auf einem Fluß und die Marina liegt verlassen im See. Um die Probleme in den Griff zu bekommen wurde die Seeland GMBH gegründet, die beauftragt ist, die verschiedenen Partner zusammenzuführen, Verkäufe zu tätigen und den Tourismus zu fördern. Der Geschäftsführer Sebastian Kruse informierte die große Reisegruppe (über 40) aus Helmstedt über die Probleme und die unterschiedlichen Pläne, die zusammengeführt werden müssen. Zu den Erkenntnissen der Entwicklung gehört unter anderem, dass es Schwierigkeiten bei der Umsetzung gibt, die sich zum Teil aus Altlasten ergeben oder aus dem Umstand, dass bestimmte Einrichtungen nicht im gesamten Jahr angeboten werden können. Ein eröffneter Autdoorsdpielplatz (der größte in Sachsen-Anhalt) musste inzwischen mit einem Eintritt versehen werden. Bestehende Anlagen, die nun nicht genutzt werden können, fallen dem Wandalismus oder dem Verfall aufgrund der fehlenden Nutzung anheim. Es entwickeln sich permanent Ausgaben, die nicht gedeckt werden können, wenn die touristische Nutzung nicht einsetzt. Dabei ist die Verkehrsinfrastruktur im Umfeld noch nicht abschließend in Angriff genommen. Kruse stellte die Situation dennoch recht optimistisch mit dem Hinweis dar, dass es nur die Möglichkeit für Seeland gibt, auf den Tourismus zu setzen. Seitens der Stadt Helmstedt wurde die Reisegruppe durch Wolfgang Brumund begleitet, der sich im Namen der Stadt für die Informationen bedankte. Wolfgang Schmidt bedankte sich als Leiter der Reisegruppe.Ähnliche Entwicklungen wie am Concordiasee drohen ggf. im Bereich der „Helmstedter Seenplatte“. Ein Böschungsabbruch wird allerdings eher nicht erwartet. Aber auch hier liegen der Entwicklung unterschiedliche Pläne zugrunde und widersprechende Interessen müssen zusammengeführt werden. Es gibt die Altlasten (Industriegebiet Buschhaus und Windpark Büddenstedt), die schwer in die touristische Entwicklung eingepasst werden können. Zusätzlich ist das Problem der Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinaus zu realisieren. Fördermittel müssen eingeplant und angefordert werden. Private Interessen werden durchaus auch hier ihre Wirkung zeigen.
Der Leiter des Arbeitskreises Senioren als Vorbild, Wolfgang Schmidt, hat sich inzwischen viel Fachwissen zur Problematik angeeignet. Er ist auch gern bereit an interessierte Gruppen sein Wissen durch einen entsprechenden Vortrag weiterzugeben. Dazu kann der Kontakt über 05351 / 41447 genutzt werden.

Fotos JPG: Der Conkordiasee liegt zur Zeit frei von touristischen Aktivitäten relativ verlassen da. Lastwagen und Bauvorhaben prägen den zu sichernden Tagebaurand
Foto: Sebastian Kruse und Wolfgang Schmidt vor der Reisegruppe aus Helmstedt
Foto: Wolfgang Brumund bedankt sich beim Referenten Sebastian Kruse
Foto: Ein Blick aus der geplanten Rettungsstation der DLRG auf den
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