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„Es wird einem nichts geschenkt, auch die Demokratie nicht“

Falko Mohrs in seinem Büro. Foto: regios24/Helge Landmann

Falko Mohrs ist Kandidat für die Stadt Wolfsburg und den Landkreis Helmstedt bei der Bundestagswahl – Ein Porträt und zehn Fragen.

Von Bettina Jaeschke, 28.02.2017.

Wolfsburg/Helmstedt. Nur tatenlos zuschauen und andere machen lassen, das war noch nie seine Sache. Falko Mohrs wollte schon immer mitmischen und selbst etwas bewegen. „Das hat in der Schule schon angefangen“, sagt er. Dort war er Klassensprecher, später baute er die Schülervertretung mit auf. Gemeinsam mit anderen gründete er 2001 das Jugendparlament.

Kinder, Familie und Jugend sind die Themen, die ihm schon lange am Herzen liegen. Für sie will sich der 32-Jährige auch künftig einsetzen. „Über die Jugendarbeit der Pfadfinder bin ich zur Politik gekommen“, beschreibt er seinen Werdegang. Seit Jahren engagiert er sich in Wolfsburg, sitzt nicht nur im Rat, sondern ist auch Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses.

Nun würde er auch gerne auf höherer Ebene etwas bewegen und kandidiert für den Bundestag. Themen wie soziale Gerechtigkeit, Bildungschancen schon für Kinder und Arbeitsplätze liegen ihm am Herzen. „Man muss für die Politik und die Gesellschaft streiten“, sagt er und betont dabei, welch ein hohes Gut die Demokratie ist. Durch seine ehrenamtliche Arbeit in Jugendringen sammelte er auch Erfahrungen in Kooperationen zwischen Europa und Afrika. Zu sehen, was in Entwicklungsländern geschehe, habe ihn bewegt, diese Arbeit ihn geprägt. „Es wird einem nichts geschenkt, auch die Demokratie nicht. Sie muss jeden Tag neu erkämpft werden.“

Seinen Wahlkreis, der aus der Stadt Wolfsburg und dem Landkreis Helmstedt besteht, sieht er als „vielfältig“ an. Es sei eine Herausforderung, wie man es beispielsweise in strukturschwächeren Gegenden, wie dem Landkreis Helmstedt, schaffen könne, dass die Menschen einen Arbeitsplatz finden und die Leute in die Gegend ziehen und dort gerne wohnen. Politisch etwas mitgestalten zu können, habe ihn schon immer gereizt. Sollte es klappen, dass er in den Bundestag einziehen könne, sieht er seinen Lebensmittelpunkt jedoch weiterhin in Wolfsburg.

„Ich würde auch weiterhin kommunalpolitisch aktiv bleiben.“ Lediglich von seiner Tätigkeit als Fertigungskoordinator bei VW müsste er sich beurlauben lassen. Klappt es mit der Kandidatur nicht, würde sich kaum etwas verändern. Auch dann engagiert er sich hier vor Ort und geht weiterhin seiner Arbeit nach.

Mohrs verdeutlicht, dass in seinem Leben nicht nur die Politik eine wichtige Rolle spielt. „Für mich war es immer wichtig, erst einmal einige Jahre Berufserfahrung zu sammeln“, sagt er. 2010 beendete er sein duales Studium in Transport- und Logistikmanagement. Seitdem ist er bei VW.

Für Hobbys bleibt nicht mehr viel Raum. Gerne verbringt Mohrs Zeit mit Freunden – und da die meisten ihn auch schon sehr lange kennen, bringen sie viel Verständnis auf, wenn er dann doch einmal keine Zeit hat.



Wir stellten Mohrs zehn Fragen:

?Ich kandidiere für den Bundestag weil…
!… ich durch meine kommunalpolitische Arbeit die Alltagssorgen und Anliegen der hier lebenden und arbeitenden Menschen kenne. Ich möchte, dass die politische Diskussion genau diese Sorgen und Anliegen wieder stärker fokussiert. Mein Leitspruch für die Politik kommt von dem Gründer der Pfadfinderbewegung (Baden Powell): „Verlasse die Welt ein bisschen besser als du sie vorgefunden hast“ – das motiviert mich jeden Tag aufs Neue, mich politisch zu engagieren. Dabei geht es selbstverständlich auch um die kleinen Dinge, die vorangebracht werden müssen.

?Für meinen Wahlkreis will ich in Berlin vor allem erreichen, dass...

!… sich die Menschen in unserem Wahlkreis durch mich gut vertreten fühlen und wissen, dass ich mich für ihre Anliegen mit aller Kraft einsetze. Außerdem möchte ich die konkreten Lebensbedingungen verbessern. Es geht also um die Fragen: habe ich einen sicheren Arbeitsplatz, von dem ich leben kann? Haben meine Kinder gute Bildungschancen von Anfang an? Ist die Verkehrsinfrastruktur um mich herum gut? Ist meine Wohnung bezahlbar? Nur so schaffen wir es, unsere Region weiter zu entwickeln.

?Wenn ich in Berlin nur ein einziges politisches Projekt umsetzen dürfte, dann wäre das...

!… allen Menschen einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz zu ermöglichen, von dem sie und ihre Familien gut leben können und der ihnen die Sicherheit gibt auch im Alter eine gute Rente zu bekommen.

?Immer mehr Menschen wenden sich von der Politik ab, weil...

!… Das sehe ich anders! Aufgrund der Erfahrungen, die ich in letzter Zeit machen konnte, habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich viele Menschen wieder mehr für Politik interessieren und sich vor allem auch aktiv einbringen wollen. Durch das Erstarken der Rechtspopulisten und die Nachrichten aus den USA glaube ich, dass viele Menschen bemerken, was auf dem Spiel steht und unsere Demokratie verteidigen wollen. Ich will dieses Vertrauen weiter zurückgewinnen und dann auch zeigen, dass es richtig ist der SPD eine Stimme zu geben.

?Die Schlagzeile, die ich am liebsten über mich lesen würde, sollte lauten...

!… Auf die Bundestagswahl bezogen? Falko Mohrs gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg.

?Mein politisches Vorbild ist...

!… Mit politischen Vorbildern ist das immer so eine Sache! Ich bewundere es, wenn Menschen für ihre Sache kämpfen, sich dabei nicht von Widerständen aus der Bahn werfen lassen.

?Meine größte persönliche Stärke ist...

!… Ich arbeite gerne mit Menschen, lerne schnell und kämpfe für die Dinge, die für mich wichtig sind!

?Meine größte persönliche Schwäche ist...

!… Die kenne ich – und meine guten Freunde und Familie ebenso. Ansonsten arbeite ich immer daran, besser zu werden.

? Mein Lebensmotto lautet...

!… Einer meiner Leitsprüche ist der oben bereits erwähnte – Versuche, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als du sie vorgefunden hast

?Wenn ich nicht in den Bundestag gewählt werde, dann...

!… werde ich weiter meiner Arbeit nachgehen und mich weiter politisch einbringen. Außerdem werde ich ohnehin mein Ratsmandat behalten. Denn wir haben in Wolfsburg noch vieles vor. Und insbesondere meine Arbeit als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses ist mir wichtig. So können wir die Situation von Familien hier in der Stadt verbessern!
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