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Begleitetes Fahren mit 16

Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Helmstedt, Sebastian Gutt, begleitet einen kleinen Fahrer
Helmstedt: Hirschberger Str. 2 |

Das begleitete Fahren könnte ein Jahr früher beginnen

Auch die Kreisverkehrswacht Helmstedt e.V. unterstützt die Einführung des Pkw-Führerscheins mit 16

Die Kreisverkehrswacht Helmstedt e.V. unter Leitung von Sebastian Gutt kommt zu dem Schluss, dass man mit 16 reif zum Führerscheinerwerb im Rahmen des begleitenden Fahrens sein kann. Das begleitete Fahren, das sich zu einem Erfolgsmodell entwickelte und sich insbesondere positiv bei der Entwicklung des Verkehrsunfallgeschehens auswirkte, könnte durchaus bereits ein Jahr früher starten. Bereits jetzt ist ein Verkehrsunfallrückgang bei den Fahrerlaubnisinhabern der jungen Fahrer um 20 Prozent nachweisbar. Wenn man nun das Anfängeralter um ein weiteres Jahr senkt, kann man die Phase des Lernens an der Seite eines vertrauten Begleiters signifikant ausdehnen. Genau diese Lernphase wirkt sich auf die Senkung der Unfallzahlen aber auch auf die regeltreue Fahrzeugbenutzung im Bereich der jungen Fahrer positiv aus. Wenn man die jungen Fahrer betrachtet, die ohne Teilnahme am begleitenden Fahren mit 18 ihre Fahrerlaubnis erwerben, sind bei ihnen die bekannten Gefahren, die zu vermehrten Unfällen führen, weiterhin vorhanden.
Wichtig ist es wenn man sich zum begleitenden Fahren ab 16 entschließt, dass ein geeigneter Begleiter zur Verfügung steht, der auch für den längeren Zeitraum seine Aufgabe gewissenhaft erfüllt. Eine Verbesserung der Fahrsicherheit tritt nur dann ein, wenn die jungen Fahrer die Gelegenheit bekommen, eine ausreichende Kilometerleistung zurückzulegen. Der Vorsitzende der Verkehrswacht Wolfsburg, Klaus Seiffert, machte den Vorschlag diese Kilometerleistung anhand eines Fahrtenbuches nachzuweisen.
Die Aktion könnte wieder als Pilotversuch in Niedersachsen starten, denn zur Zeit sieht das EU-Recht keine Fahrerlaubnis mit 16 vor. In den USA kann man übrigens mit 16 eine allgemeine Fahrerlaubnis erwerben.

Als die Landesverkehrswacht Niedersachsen 2004 (bzw. davor) das Modelprojekt „begleitendes Fahren mit 17“ vorantrieb, gab es sehr viele Gegenstimmen. Inzwischen hat offensichtlich die Erfolgsbilanz bei der Verkehrsunfallentwicklung die Bedenkenträger reduziert. Es sind schon jetzt Zustimmungen aus dem Fahrlehrerverband, des ADAC und der Politik vorhanden.
Der Ehrenvorsitzende der Kreisverkehrswacht Helmstedt meint: „Packen wir es an!“ 2018 könnte ein neues Kapitel im Fahrerlaubnisrecht aufgeschlagen werden.

Foto JPG: Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Helmstedt, Sebastian Gutt, begleitet eines seiner Kinder am Lenker eines Spielfahrzeuges. Auch wenn die Kinder beginnen die Fahrerlaubnis zu erwerben sind insbesondere Eltern und Großeltern bereit, die Begleitung als gutes Vorbild auch über eine längere Zeit sicher zu stellen.
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