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Wildunfälle nahmen drastisch zu

Rehe werden häufig im Straßenverkehr getötet
  Helmstedt: Landkreis Helmstedt |

Im Landkreis Helmstedt stiegen die Verkehrsunfälle mit Wild weiter an.


Nachdem in den Pressedarstellung über die Entwicklung der Unfallzahlen das Thema „Wildunfälle“ nicht mehr im Vordergrund stand, fragte die Kreisverkehrswacht Helmstedt nach. Obwohl die allgemeine Unfallzahl abnahm stieg die Zahl der Wildunfälle von 593 (2015) auf 623 (2016). Diese Entwicklung ist für die Partner der Verkehrssicherheitsarbeit beunruhigend, denn es wurden in der Vergangenheit viele begleitenden Maßnahmen zur Reduzierung dieser Verkehrsunfallart getroffen. Jäger führten besondere Jagten an Unfallhäufungsbereichen durch, Der ADAC stellte im Zusammenwirken mit dem Ortsclub Helmstedt besondere blaue Wildwarnreflektoren für einen Streckenabschnitt an der B 244 zur Verfügung auch andere Partner aus Forst und Jagd brachten Reflektoren an Leitpfählen an. Ein Duftzaun wurde eingerichtet. Die Verkehrswacht stellte Transparente zur Verfügung um die Autofahrer anzusprechen. Seitenräume der Straßen wurden durch die Straßenbauverwaltungen besonders gelichtet und die Verkehrswacht und der Arbeitskreis Senioren im Straßenverkehr stellten Dreibeine mit dem Hinweis auf aktuelle Wildunfälle an der B 244 und der
K 36 zur Verfügung. Alle diese Maßnahmen reichten offenbar nicht aus, um der besonderen Unfallage Herr zu werden.

Apell an Autofahrer, die Geschwindigkeit zu senken


Die Kreisverkehrswacht Helmstedt e.V. muss offensichtlich wieder verstärkt an die Autofahrer appelieren ihre Fahrweise im Landkreis Helmstedt, der allein aufgrund des Umstandes den Landschaftspark Elm-Lappwald und viele Naturschutzgebiete zu beherbergen, besonders wildreich ist. Mit Wild auf der Fahrbahn muss man grundsätzlich überall rechnen, nicht nur an Stellen an denen ein Verkehrszeichen auf einen Wildwechsel hinweisen.
Bei Tempo 60 ist ein Bremsweg etwa 35 Meter lang. Bei Tempo 100 kommt man erst nach etwa 80 Metern zum Stehen.
Achim Klaffehn von der Verkehrswacht weist darauf hin, dass man dann wenn Wild auf der Fahrbahn steht, abblenden, kontrolliert abbremsen und hupen sollte. Wildtiere können die Geschwindigkeit nahender Autos kaum einschätzen. Bei 70 km/h oder weniger haben sie allerding eine Fluchtchance, da die Geschwindigkeit beispielsweise mit der Angriffsgeschwindigkeit eines Wolfes zu vergleichen ist.
Da Wildschweine und Rehe zu den Tierarten gehören, die oft gesellig leben, ist damit zu rechnen, dass weitere Tiere folgen, auch wenn ein erkanntes Stück Wild bereits die Fahrbahn verlässt.
Auf jeden Fall sollte man nicht unkontrolliert ausweichen, wenn man dabei von der Fahrbahn abkommt besteht die Gefahr dass fatale Folgen eintreten. Aber auch der Aufprall auf ein Stück Wild ist nicht harmlos. Ein ausgewachsenes Wildschwein von 80 Kilogramm besitzt beim Zusammenstoß mit einem Stundenkilometer schnellen Auto ein Aufprallgewicht von zwei Tonnen. Das entspricht der Masse eines Nashorns.
Alles spricht dafür, dass mit einer reduzierten Fahrgeschwindigkeit (auf etwa 70 Km/h) ein Zusammenprall mit heimischem Wild am ehesten ganz vermieden werden kann.

Foto JPG: Rehe sind im Landkreis am häufigsten an Verkehrsunfällen beteiligt.
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