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Verstoßener Jungstorch gerettet

Nachdem zwei junge Störche in Wahrstedt ums Leben gekommen sind, konnte in Grafhorst ein aus dem Nest geworfener Adebar gerettet werden. Foto: Manfred Spey

Der kleine Adebar befindet sich derzeit in der Aufzuchtstation in Leiferde.

Von Maria Lüer, 14.07.2017.

Helmstedt. Gute Nachrichten für Storchenfreunde: Nachdem zwei Jungstörche am vergangenen Wochenende in Wahrstedt ums Leben gekommen sind – einer flog gegen eine Mauer, der andere in eine Stromleitung –, konnte ein kleiner Adebar in Grafhorst am Donnerstag gerettet werden.

„Als schwächstes Glied wurde der Kleine von den anderen Störchen aus dem Nest geworfen“, teilt Storchenbetreuer Manfred Spey mit. „Das abgemagerte Jungtier konnte am Boden schließlich eingefangen und in die Aufzuchtstation nach Leiferde gebracht werden.“ Dort werde er derzeit untersucht – sollte der Jungstorch keine inneren Verletzungen haben, dann könne er im August die Reise in den Süden sicher antreten.

Neben dem Seeadler als natürlichem Feind seien starker Dauerregen und Sturm die größten Gefahren für die jungen Störche. Wie Spey berichtet, seien zum Beispiel im niedersächsischen Kreis Lüchow-Dannenberg seit Anfang Mai 68 Prozent der Vögel wegen Unwetters ums Leben gekommen. „Dem Nachwuchs fehlt es noch an Gefieder, so dass er noch nicht ausreichend vor Kälte und Nässe geschützt ist“, erklärt Spey. Zum Glück sei dies im Landkreis Helmstedt aber nicht der Fall: „Bei uns sind keine Verluste durch das Wetter zu beklagen“, sagt Spey.
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