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Frisches Obst – vom Feld direkt auf den Tisch

Katharina Jasper betreibt zusammen mit ihrem Mann Martin die Obstplantage in der Gemarkung Süpplingenburg. Sohn Frederik lässt sich einen Apfel schmecken. Foto: Lüer

Am 22. September startet Betreiberin Katharina Jasper mit dem Apfelverkauf in ihrem Plantagenladen.

Von Maria Lüer, 15.09.2017.

Süpplingenburg. Saftig und frisch blitzen die Äpfel zwischen dem Grün – in allen erdenklichen Sorten, Größen und Farbgebungen hängen sie alle nur eine Armlänge entfernt. Schau mal der! Oder dieser! Und ab damit in die Kiste!

Auf der etwa zweieinhalb Hektar großen Fläche in der Gemarkung Süpplingenburg nahe der ehemaligen Mülldeponie ist Katharina Jasper gerade eifrig im Einsatz und pflückt die gesunden Früchte. Mit ihrer Obstplantage ist die Lelmerin noch ganz frisch im Geschäft: Erst zum 1. Juli hat sie diese mit 3000 zumeist Apfelbäumen von ihrem Vater übernommen, der sie vor 14 Jahren eröffnet hat.

Von Anfang an hat die 36-Jährige dort mitgeholfen, obwohl sie eigentlich Physiotherapeutin ist. „Meinen Beruf habe ich aufgegeben und mich entschieden, die Plantage zusammen mit meinem Mann zu betreiben“, berichtet sie. Für das geregelte Einkommen sorge er als Berufsfeuerwehrmann allerdings weiter.

Über den diesjährigen schlechten Start ins neue Geschäft sieht Jasper derweil frohen Mutes hinweg. Der Spätfrost im April hat einen Großteil der Blüten und damit der jetzigen Ernte zerstört. Genauer gesagt: „Bis auf zehn Prozent ist alles kaputt gegangen“, erklärt die Obstbäuerin. Seit die Plantage existiere, sei der Ernteverlust noch nie so extrem gewesen. „Das beliebte Selbstpflücken – normalerweise ist der Ansturm so groß, dass um die Ernte-Schubkarren gekämpft werden muss – bieten wir in diesem Jahr deshalb leider nicht an. Der Verkauf mit dem, was da ist, startet ab dem 22. September. Und zwar hier auf der Plantage“, ergänzt sie. Auf dem Gelände sei Naschen übrigens immer erlaubt, denn das Ganze soll auch Freude machen, wenn etwa Familien mit Kindern kommen, merkt Jasper lächelnd an.
Elf verschiedene Sorten bietet die junge Frau auf ihrer Plantage an. Darunter sind zum Beispiel der beliebte Elstar oder der Boskop, aber auch einige alte Apfelsorten gedeihen hier. Jasper hat dabei ihre ganz eigene Präferenz, wie sie verrät: „Beim Pflücken wandert der eine oder andere Apfel vom Baum direkt in den Mund. Bei der Sorte Topaz kann ich zum Beispiel nie widerstehen.“

Der Großteil des Obstes wird schließlich vermarktet. Im Kühllager der Plantage können die geernteten Äpfel gelagert, über Monate frisch gehalten und zu verschiedenen Produkten weiterverarbeitet werden. Die Möglichkeiten sind – ob Apfelstrudel, Apfelbrot, Apfelchips oder Apfelmarmelade – fast unbegrenzt. Stets gefragt sei bei Jasper auch immer wieder das Rezept ihrer schmackhaften Apfelweintorte. Aber auch der frische Apfelsaft oder der Flammkuchen mit Zwiebeln und eigenen Äpfeln käme sehr gut an.

In den Genuss vieler Apfelspeisen könnten Plantagengäste bei einem Besuch wohl schon bald kommen. So möchte die Betreiberin „frischen Wind“ in den Betrieb bringen und ein Plantagencafé eröffnen. Außerdem sei künftig auch ein Plantagenfest geplant.

Info
Der Verkaufsladen auf der Plantage öffnet ab dem 22. September freitags von 15 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr.
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