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Weihnachtswunsch: Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung

An der Hauptstraße in Danndorf
Helmstedt: Hirschberger Str. 2 |

Weihnachtswunsch für grundsätzlich barrierefrei gestaltete Gehwege

Das zurückliegende Jahr hat den Ehrenvorsitzenden der Kreisverkehrswacht Helmstedt, Achim Klaffehn, der auf einen Rollstuhl angewiesen hat in den letzten Monaten häufig erkennen müssen, wo er durch die Verkehrsraumgestaltung behindert wurde. Das größte Problem sind dabei die Querungsstellen mit (oder auch manchmal ohne) abgesenkten Bordsteinen. Grundsätzlich sollen sie auf 3 cm abgesenkt sein. Dieses Maß scheint den Straßenbauern doch Probleme zu machen. Es sind dann hin und wieder einige Zentimeter mehr. Da kann man sich schon mal die Fußstützen des Rollstuhls abreißen. Ansonsten sind Gehwege teilweise zu schmal (50 cm sind auch für Fußgänger nicht ausreichend). Kompliziert wird es wenn auf dem schmalen Gehweg auch noch Verkehrszeichen oder Ampelmasten eingepflanzt sind oder die Hecke des Anliegers über den Gehweg wächst.Von daher begrüßt die Kreisverkehrswacht eine Initiative, die in Gifhorn durch die CDU und die Grünen gestartet wurde. Dort wurde beantragt die Bordsteinabsenkung an Einmündungen auf Null abzusenken. Das soll ein Kompromiss zwischen den Empfehlungen des Behindertenbeirats und den Wüschen der Fahrradfahrer sein. Eine solche Umsetzung wäre auch in Helmstedt im Interesse der fahrradfreundlichen Stadt von Bedeutung. Gleichzeitig sollte man in Helmstedt auch die Trennung durch einen Bord zwischen Gehweg und Radweg zurückbauen. Die vorgeschlagene Lösung würde auf jeden Fall nicht nur den Radfahrern und Rollstuhlfahrern sondern auch Benutzern eines Rollators, den Menschen mit Kinderwagen oder Kinderkarre, Trolli oder mit Tretroller entgegenkommen. Um die Sehbehinderten ebenfalls am Komfort der fehlenden Stolperkante teilhaben zu lassen, könnte vor der Fahrbahn ein Rillenstein verlegt werden. Klaffehn meint, diese Entscheidung kann generell an allen Einmündungen vorgesehen werden – auch ohne Radverkehr auf dem Gehweg.
Die Kreisverkehrswacht Helmstedt, hofft dass sich auch im Landkreis Helmstedt Kommunen finden die auf den Vorschlag eingehen.
Als Praxisbeispiel fügt die Verkehrswacht zwei Fotos aus Danndorf bei, die exemplarisch zeigen wo das Problem liegen kann. Das erst Foto zeigt die Einmündung der Neuhäuser Str. (L 653) in die Hauptstraße. In der Mitte der Einmündung befindet sich eine Verkehrsinsel und gegenüber ein Gehweg ohne Bordabsenkung. Wenn man hier queren möchte um das neue Wohngebiet oder die Bushaltestelle auf der anderen Seite zu erreichen, muss man gut zu Fuß sein um die Insel zu überwinden und auf den Gehweg zu gelangen. Der Verkehrsraum ist auf ein solches Ansinnen offensichtlich nicht ausgelegt.
Wenn man die Nordseite der Hauptstraße benutzen möchte gelingt dies mit einem Handrollstuhl gerade so an einem Ampelmasten vorbeizukommen. Mit einem E-Rollstuhl muss man wohl auf die Fahrbahn ausweichen.

2 Beispielfotos von einer Verkehrsbegehung in Danndorf
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