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Hol- und Bringzonen an derGrundschule Lessingstraße

Symbolzeichnung "Elerntaxi" von Achim Klaffehn
 
Schulweg von einem Kind, das per Auto zur Schule fährt.
Helmstedt: Lessingstr. 38 a |

Die dritte Tagung steht an

Die dritte Veranstaltung zum Thema „Eltern-Taxi“ soll am Montag,08.05., 14 Uhr, in der Grundschule Lessingstraße durchgeführt werden. Der Rektor, Christoph Waeterling, wird über die ersten Erfahrungen mit den vorgenommenen Veränderungen berichten und Anregungen für die Umsetzung des Projektes „Elterntaxis“ geben. Die Eltern wurden mit einer entsprechenden Information auf die Veränderungen hingewiesen und eine Überwachung durch die Schule und Polizei begleitete die Aktion. Veränderungen wurden insbesondere vor der Schule durch absolute Haltverbotsbereiche erreicht. Dadurch wird eine Annäherung an den Schuleingang mit dem Auto zum Problemverhalten, da nicht einmal zum Ein- oder Aussteigen angehalten werden darf. Hol- und Bringzonen sind in der Nähe der Schule vorhanden.

Der Verkehrssicherhieitsberater der Polizei, Ulf Barnstorf, der die Treffen des Arbeitskreises Elterntaxis moderiert hofft auf eine rege Teilnahme von Vertretern der Schulen und Verwaltung sowie des ADAC und der Verkehrswacht.

Achim Klaffehn von der Kreisverkehrswacht Helmstedt macht angesichts der positiven Entwicklung in Sachen Hol- und Bringzonen noch einmal deutlich, dass ein sicherer Schulweg auch zu Fuß erreicht werden kann. Die Hol- und Bringzonen führen lediglich dzu, dass vor den Schuleingängen das gefährliche Knäul von Fahrzegen und Kindern aufgelöst wird. Dieser Umstand sorgt nicht dafür, dass sich Kinder als Fußgänger zur Schule bewegen und dabei ausserhalb der Schule durch Erfahrung und umgesetztes Wissen aus elterlicher Erziehung und des Übens im Kindergarten, selbst verkehrssicherer werden. In den ersten beiden Tagungen wurde auch deutlich, dass es ein Vorteil sein kann, wenn die Kinder nicht verschlafen aus dem Auto in die Klasse kippen, sondern auf dem Weg zur Schule bereits ihr Kommunikationsbedürfnis mit Freunden ausleben konnten und sich zu Schulbeginn leichter in den Unterricht einbinden.
Von der Deutschen Verkehrswacht wurde in dieser Angelegenheit eine weitere Information an die örtlichen Verkehrswachten weitergegeben, die Klaffehn aufgrund seines langen Wirkens als Leiter der Malschule St. Michaelis der Verkehrswacht und im Zusammenhang der Malwettbewerbe „Unser Schulweg“ nur bestätigen kann. Die schweizerische Professorin, Margrit Stamm, zeigte über Twitter auf, „Wer den Schulweg verpasst, verpasst das halbe Leben“. Als Beleg dazu, das Elterntaxis die Kreativität der Kinder ausbremsen, veröffentlichte sie zwei typische Kinderbilder, die ihren Schulweg zeichnen sollten. Eines davon wurde von „Helikopter-Eltern“ behütet im Auto zur Schule gebracht, Das andere bestritt den Schulweg allen oder mit Freunden. Die Bilder könnten nicht unterschiedlicher ausfallen. Das gleiche Ergebnis zeigt bereits der Leitfaden für die Praxis des ADAC auf. Kinder, die chauffiert werden bilden in ihren Zeichnungen kaum Details des Weges ab, die zu Fuß gehenden füllen ihre Zeichnung mit extrem vielen Details.

Im Ergebnis bleibt die Sorge: Vielleicht leidet nicht nur die Ausbildung individueller Mobilitätskompetenz unter den „Eltern-Taxis“, sondern auch die fantasievolle Erlebbarkeit der eigenen Umgebung.
Neben der Lösung von Verkehrsproblemen durch Eltern zu Schulanfangs- und Endzeiten, bleibt weiter zu überlegen, ob das verführerische Recht, die Kinder mit dem eigenen Auto zur Schule zu bringen, unbedingt wahrgenommen werden muß.
Es gibt auch gewichtige Argumente, die für das zu Fuß gehen sprechen.



JPG: Beispielzeichnungen der Professorin Stamm und Systemzeichnungen Elterntaxi, Achim Klaffehn
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