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Backe, backe Osterhase

 

Do it yourself: Die NH-Mitarbeiterinnen Lisa Grotepaust und Maria Lüer backen für die Feiertage Hefe-Hasen.

Von Maria Lüer, 13.04.2017.

Helmstedt. Ein saftiger Käsekuchen, eine zarte Apfeltarte oder ein leckerer Guglhupf – in unserer Redaktion herrscht eine wahre Kuchen-Kultur: Wenn es um Gebackenens geht, stehen meine Kollegin Lisa Grotepaust und ich immer ganz vorne in der Schlange. Da wir uns – bescheiden wie wir sind – nicht nur als „gute Kuchenesser“, sondern ebenfalls als „gute Bäckerinnen“ bezeichnen, machten wir uns kurz vor den Feiertagen selbst ans Werk: Für Ostern wollten wir ganz nach dem Motto Do-it-yourself einen Hefe-Hasen mit Verzierung backen.

Die Vorfreude war zunächst groß, der Zutaten-Einkauf minderte unsere Begeisterung jedoch ganz schnell. „Super Idee, so kurz nach Feierabend seine Besorgungen im Supermarkt zu erledigen“, murmelte ich an der langen Kassenschlange genervt vor mich hin. Zu Hause angekommen – einige Zutaten natürlich vergessen, was die Stimmung nicht unbedingt aufhellte – legten wir los.
„Für den Hefeteig brauchen wir zunächst 110 Milliliter Milch“, sagte Lisa Grotepaust und schüttete munter drauflos. „Uuups, zu viel – da muss wieder was zurück in die Tüte.“ Na das ging ja sehr professionell los... Für den frischen Geschmack des Hefe-Hasens verlangte das Rezept die abgeriebene Schale einer Limette. „Eine Zitrone muss auch gehen“, meinte ich. „Ich habe nur keine Raspel, mach du das mal mit dem Messer“, verteilte ich die unangenehme Arbeit gleich an Lisa Grotepaust weiter. „Das geht nicht“, meckerte sie und verteilte die Hälfte der Schale auf dem Küchenboden.

Improvisation und viel Fantasie
Ein wenig Improvisation war dann beim Abwiegen der Butter gefragt. „Wer hat denn keine Küchenwaage im Haus“, fragte mich Lisa Grotepaust ungläubig. „Jetzt müssen wir tatsächlich noch rechnen.“ Wie zwei emsige Grundschüler halbierten wir also das 250 Gramm-Butterstück immer wieder, bis wir schließlich die erforderlichen 50 Gramm erreicht hatten. Geschafft. Kurze Verschnaufpause: Der Hefeteig musste jetzt an einem warmen Ort erst einmal aufgehen.

„Was haben wir nur falsch gemacht?“, rief Lisa Grotepaust, als sie sich nach einer halben Stunde den Teig ansah, der klebrig war und nicht mal annähernd seine Masse verändert hatte. „Da war wohl die Butter zu heiß, dann stirbt die Hefe nämlich ab“, merkte ich altklug an. Ich winkte ab. „Egal, wir machen jetzt trotzdem weiter.“ Und so versuchten wir unter Geschimpfe und Gefluche einen Hasen zu formen. Der Teig, zäh wie Leim, machte dies allerdings unmöglich. „Jetzt reicht‘s. Dann wird das halt kein Hase. Wir machen irgendwelche anderen Ostermotive“, meinte Lisa Grotepaust gereizt.

Youtube: Unser Retter in der Not
Während unsere österlichen Fantasie-Figuren schließlich im Backofen garten, machten wir uns an den Zuckerguss. „Das geht nicht, das ist viel zu flüssig. Was muss ich machen?“, fragte ich. „Weiß nicht“, sagte Lisa Grotepaust und suchte ein Youtube-Video heraus, das die Zuckerguss-Zubereitung Schritt für Schritt erklärte. „Ach so. Ich dachte, man mischt nur ein wenig Puderzucker mit Wasser“, sagte ich. „Nee, nee“, meinte Lisa Grotepaust. „Die Frau im Video haut da die ganze Packung rein – also los, mach du das auch.“

Nicht schön, aber selten
Der Geruch von frisch Gebackenem zog uns in die Nase. Unsere Hefe-Stücke waren fertig und konnten verziert werden. „Mensch, wie begabt und kreativ wir doch sind“, witzelten wir über unsere – augenscheinlich nicht vorhandene – Dekorationsfähigkeit. Unsere Nerven lagen blank. Zwischendurch half da nur noch ein mit purer Schokoglasur überzogener Löffel, der uns bis zum Ende durchhalten ließ. Völlig fertig – die Küche glich einem Schlachtfeld – begutachteten wir unser Backwerk. Einstimmig zogen wir unser Fazit: „Nicht schön, aber selten!“ Die Ostertage jedenfalls können jetzt kommen.
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