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Äthiopien – Ein Land, reich und arm zugleich

Ziegen auf der Straße – ein Bild, das Christine Reckewell auf ihrer Äthiopienreise mehr als einmal sah.
 
Christine Reckewell und Ines Buchholz.

Christine Reckewell besucht auf ihrer Backpacker-Reise ein Waisenhaus und tut nun ihr Möglichstes, um den Kindern zu helfen.

Von Maria Lüer, 23.05.2017.

Königslutter. Afrika und Backpacking? Der schwarze Kontinent ist nicht gerade die erste Wahl für Rucksacktouristen. „Na dann erst recht“, dachte sich Christine Reckewell und machte sich mit ihrer Freundin Ines Buchholz jüngst auf eine spannende Reise nach Äthiopien. „Das Land fasziniert unheimlich. Es ist arm und reich zugleich: Reich an unglaublicher Menschlichkeit und Natur und doch so arm, dass Menschen und Tiere kaum überleben können“, beschreibt Reckewell und merkt an: „Es ist wirklich erschreckend, wie viele Äthiopierinnen und Äthiopier doch immer noch unter menschenunwürdigen Umständen leben.“

Im Vordergrund der gemeinsamen Tour sollte zunächst eigentlich nur die Erkundung der landschaftlichen Vielfalt, der faszinierenden Kultur, der Bevölkerung, der unterschiedlichsten ethnischen Gruppen und der traditionsreichen Stämme, die hier zusammenleben, stehen. Doch schon auf einer ihrer letzten Reisen nach Nepal haben die beiden Frauen einem Waisenhaus geholfen. Und helfen wollten die zwei dann auch in Äthiopien.

„Auf einem Trekkingtrip in die Berge erfuhren wir zufällig, dass unser Guide ‚Happy‘ verlassene Kinder in einer kleinen Waisenhütte nahe der Stadt Lalibela betreut“, berichtet Reckewell. „Wir wollten uns einen persönlichen Eindruck vor Ort verschaffen und besuchten die dort lebenden sieben Jungen und Mädchen zwischen sechs und neun Jahren und die junge Mutter mit Baby, die von ihrer Familie verstoßen worden war. „Die hatten nichts, keine Schuhe, keine Kleidung, keine Betten. Und in der Hütte war alles voller Staub, Staub und Staub“, fasst Reckewell die erschreckenden Erinnerungen an den Besuch zusammen.

Die Lebenssituation der Kleinen ging den beiden Frauen so nahe, dass sie noch in der Nacht in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis per WhatsApp eine Spendenaktion starteten. Auf Anhieb gelang es ihnen, 600 Euro zu sammeln. „Wir wollten, dass mit dem Geld Betten für die Kinder gebaut werden“, schildert Reckewell. Guide Happy habe die Herstellung in Auftrag gegeben, gerade erst habe er Fotos von den fertigen Betten geschickt. Doch das solle noch längst nicht alles sein. „Spielzeug, Kleidung, Schulsachen – all das Nötigste fehlt immer noch“, betont Reckewell. Sie will weiter sammeln und im nächsten Jahr wieder zurück nach Äthiopien fliegen.

Jetzt aber geht es erst einmal nach Papua, eine der Provinzen von Westneuguinea, dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea. Auf die Geschichte, die Reckewell dann mitbringt, dürfen wir wohl schon mehr als gespannt sein.

Wer mit Christine Reckewell Kontakt aufnehmen möchte, kann dies auf ihrem Blog unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-9802.htm oder per E-Mail an christine.reckewell@gmx.de tun.
Außerdem sei allen Interessierten, die eine Patenschaft übernehmen, spenden oder helfen möchten, die Homepage www.gemeinsamfuerkinder.org ans Herz gelegt.
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