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Skulpturenpark im Bad Helmstedt

Labyrinth von Henner Kuckuck
 
Das Haus der Bücher von Justus Lück
Helmstedt: Brunnental |

Ziel für Wander- und Radwegtouren

Innerhalb der touristischen Bewerbung für den kulturellen Bereich im Bad Helmstedt wird unter anderem der Skulpturengarten und die Denkmale „schlafender Löwe“ und „kleiner Berliner Bär“ sowie der Baumskulptur „Wurzelgnom“ genannt.
Ein Besuch des Ortsteiles erbrachte allerdings folgenden Istzustand:

Im Nahbereich des Brunnentheaters steht die Skulptur Labyrinth des Künstlers Henner Kuckuck. Sie ist wie alle anderen Skulpturen im Park aus Velpker Hartsandstein anlässlich eines Bildhauersymposiums im Jahr 1916 erstellt.
Der Künstler, Henner Kuckuck, ist 1940 in Berlin geboren und wohnt seit 2002 wieder in Berlin. Während des Symposiums lebte er in New York. Er ist international bekannt mit seinen Großplastiken und Skulpturen in Stahl und Aluminium. Arbeiten von ihm sind in Europa, Asien und der USA zu sehen. Seine Plastik im Brunnental ist leider durch Sprayer ein wenig verunziert.
Etwas tiefer steht das Haus der Bücher das durch Paul Justus Lück modelliert wurde. Bei Lück handelt es sich um einen freischaffenden Künstler in Wien. Über seine Werke sagt man: Sie zeigen erst auf den zweiten Blick was in ihnen steckt. Der richtige Blickwinkel und Lichteinfall lassen die Werke zum Leben erwecken.
In der Nähe steht die Skulptur Klangskulptur vom von Hansjörg Hofer. Er ist in Kronburg (Österreich) als Künstler tätig.
Wieder etwas höher findet man die Sandsteinskulptur Purzeln des Künstlers Helmut Machhammer aus Wien. Machhammer wurde 1962 in Karlawang (Österreich) geboren. Nach seinem Studium an der Akademie für Bildende Künste erhielt er diverse Auszeichnungen, darunter 1986 den Theodor Körner Preis. 2002 erhielt er den Förderpreis des Landes Kärnten für bildende Kunst. Zu den in der Werkphase geschaffenen Skulpturen Purzeln führt er aus: Die abstrahierten dreidimensional angelegten Skulpturen sind so geschaffen, das sich durch Drehen der Figur immer neue Ansichten entstehen und neue Inhalte offenbart werden.
Die nächste, in der touristischen Werbung enthaltene Skulptur, ist im Park nicht mehr vorhanden. Es handelte sich um eine Holzskulptur, die die Stadt Haldensleben der Stadt Helmstedt als Partnerschaftsgeschenk übergab. Sie entstand auf einer Tagung „Mensch und Musik“ die 1997 in der Hundisburg abgehalten wurde. Schülerinnen eines polnischen Kunstgymnasiums unter Leitung des Künstlers Mark Palewski, hatten das Werk geschaffen.
Außerhalb des Parks, an der Landesstraße 642 dem Brunnenweg steht der kleine Berliner Bär in einem kleinen Blumenbeet in der Nähe des Quellenhofs. Er dient der Erinnerung an die Zeit des Eisernen Vorhangs als Solidarität mit den Berlinern. Helmstedt war eine Zeit lang ein Vorort von Berlin. Immerhin war Helmstedt der erste Ort nach der Transitstrecke über die A2.
Zwischen dem Bären und dem Skulpturenpark befindet sich in Höhe des Zugangs zum Friedwald das Löwendenkmal. Es wurde zur Erinnerung der Menschen aus dem Braunschweiger Land die im Krieg 1870/71 (Deutsch-Französischer Krieg) den Tod gefunden hatten. Das Denkmal wurde durch den Kommerzialrat Friedrich Wilhelm Schötter gestiftet. Künstlerich gestaltet es der Hofbildhauer Theodor Strümpel aus Braunschweig. Es ist sicherlich eine würdige Erinnerungsstätte ohne Pathos und Verherrlichung des Krieges.
Am Rande der Landesstraße auf dem Gelände des Clarabades stand der im Guinnessbuch der Rekorde aufgeführte größte Wurzelgnom der Welt. Auch auf diesen Gnom weisen touristische Ziele noch hin. Wolfgang Gerthagen schuf den Gnom aus einer 90 Jahren alten, auf sieben Meter gekürzten Harzfichte. Das Riesenauge des Gnoms wurde durch eine Achatlinse dargestellt. 1989 wurde das Meisterwerk aufgestellt.
In den Räumlichkeiten des Brunnentheaters werden auch unterschiedliche Bilder von Künstlern ausgestellt.

Auch wenn einige Kunstwerke inzwischen fehlen, kann man immer noch hochklassige Werke sehen. Eine Wanderung in der Mischung von Natur und Kultur ist zu empfehlen.
Auch eine Pause bei einer Radwanderung kann mit der Ruhe des Parks und der dortigen Kunst gewürzt werden.


Fotos JPG Achim Klaffehn, Skulpturen und Denkmale im Bad Helmstedt
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