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Das Juleum als Denkmal des Protestantismus

Juleumsgiebel mit der Figur der Theologie
Helmstedt: Juleum |

Sichtbare Zeichen der Reformation

Da sich der Herzog Julius, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel, dazu entschloss eine eigene welfische Universität in Helmstedt zu errichten, ist dieses Gebäude weiterhin ein deutliches Denkmal der Reformation. Schließlich wurde im Land Braunschweig vor diesem weitreichenden Entschluss die Reformation eingeführt. Dadurch stand die Fakultät der Theologie auch im Zeichen der Reformation.
Am 15. Oktober 1568 wurde die Reformation in der Stadt Helmstedt eingeführt. Dazu fand an diesem Tag ein Festgottesdienst in St. Stephani statt. 10 Jahre später wurde dort auch der Gründungsgottesdienst der Universität in Helmstedt zelebriert.
Die Universität in Helmstedt (Academia Julia oder Academia Julia Carolina) bestand von 1576 bis 1810. Sie war dabei die erste protestantische Universität im Norden der deutschen Länder. Der Gedanke der Reformation wurde gelehrt und teilweise auch kontrovers Diskutiert.
Als man ab 1592 den Bau des Juleums zur Ergänzung der Universität vorantrieb, wurde als Zierde eines Giebels die Figur der Theologie, die das Kreuz weit in den Himmel reckt, für alle sichtbar in der Höhe angebracht. Den umfangreichen Figurenschmuck als hervorragende Steinmetzarbeit führte Jacob Meyerheine aus. Die Steinmetzarbeiten begeistern auch heute noch eine Vielzahl von Besuchern.
Dieses sichtbare Denkmal des Protestantismus ist inzwischen zur Normalität unseres Stadtbildes geworden. Es weist aber weiterhin deutlich auf das einstige christliche Zentrum in Helmstedt hin.

Vom 29.08. bist zum 03.12. findet eine Ausstellung zur Thematik im Kreis- und Universitätsmuseum statt.

Fotoserie. Achim Klaffehn:
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