Anzeige

Freie Fahrt für Elektro-Autos

Der Avacon-Personalvorstand Michael Söhlke und Bürgermeister Wittich Schobert eröffneten die Ladesäule auf dem Holzberg. Foto: Avacon AG Helmstedt

Die Avacon AG nimmt innovative Strom-Ladesäule in Helmstedt auf dem Holzberg in Betrieb.

Von Maria Lüer, 20.06.2017.

Helmstedt. Was baut man zuerst – Ladestationen oder Elektroautos? Ein Henne-Ei-Problem, denn ohne Ladestationen keine Elektroautos und ohne Elektroautos keine Ladestationen.

Für Ralph Montag, Pressesprecher der Avacon AG in Helmstedt, ist die Antwort aber klar: Langsam kommen die Elektroautos, jetzt braucht es Ladestationen. Denn auch wenn die Zahl der E-Fahrzeuge in Helmstedt vergleichsweise klein ist – im Kreis sind laut Straßenverkehrsamt derzeit 37 reine Elektroautos zugelassen, 120 weitere sind Hybridfahrzeuge, die sowohl durch Verbrennungsmotor als auch Strom angetrieben werden –, ist er überzeugt, dass sich das bald ändern wird.

Innovative Ladesäulen
Der Energiedienstleister errichtet daher in den nächsten Wochen insgesamt 15 innovative Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Raum. Die erste Säule dieser Art wurde bereits auf dem Holzberg in Helmstedt aufgestellt. Sie verfügt über zwei Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt, was beschleunigte Ladevorgänge ermöglicht. Für die Station wird ausschließlich Ökostrom beschafft. Ein besonderes Ausstattungsmerkmal der Ladesäule ist der integrierte 46-Zoll-Bildschirm, auf dem zum Beispiel Informationen für Touristen, Bürger oder Kunden aufmerksamkeitsstark präsentiert werden können.

Lademöglichkeiten
Sollten Elektroautos in den nächsten Jahren tatsächlich aus der Nische fahren, in der sie sich derzeit noch befinden, wird eine große Zahl zusätzlicher öffentlich zugänglicher Lademöglichkeiten benötigt. „Als Stromnetzbetreiber sehen wir uns in der Verantwortung, dass die entsprechenden Lademöglichkeiten dann auch vorhanden sind, wenn Elektromobilität den Durchbruch schafft“, verdeutlicht Montag.

Negatives Image
Eines der Hauptprobleme der Elektromobilität ist neben den hohen Anschaffungskosten das Image: Gerade eingefleischte Autofahrer trauen den Batterieautos nicht sonderlich viel zu.
Die Elektromobilität zu fördern ist daher auch ein Ziel der Stadt. So war man in Helmstedt vom Projekt „Ladestation für E-Fahrzeuge“ sofort angetan: „Dass wir die erste Avacon-Werbeladesäule gerade in Helmstedt in Betrieb nehmen können, freut uns natürlich ganz besonders“, sagte Bürgermeister Wittich Schobert. „Dies ist ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Helmstedt und Avacon, die wir bereits mehrfach unter Beweis stellen konnten.“

Urbaner Lebensstil
Allen Einwänden zum Trotz: Elektroautos sind der Beginn einer anderen Logik von Energie und Mobilität. Regenerativ gespeist wird Elektromobilität mit Sicherheit ein zentraler Bestandteil eines smarten und ressourcenschonenden urbanen Lebensstils sein. „Elektromobilität muss man vorleben“, sagt auch Montag bestimmt. „Nur so kann es gelingen, die Menschen zu erreichen und zu begeistern. Denn E-Mobilität bietet im Kampf gegen den Treibhauseffekt viele neue Chancen.“
Eine Million Elektroautos will die Bundesregierung bis zum Jahre 2020 auf die Straße bringen. Bis 2030 insgesamt sechs Millionen. Dafür müssen in der Bundesrepublik Zehntausende neue Ladesäulen ans Stromnetz angeschlossen werden. Einen Schritt in die angestrebte Richtung hat Helmstedt nun schon einmal getan.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.