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Auf dem Weg zu einem energieautarken Landkreis

Der Arbeitskreis Erneuerbare Energie. (Foto: Landkreis Peine)

‚Erneuerbare Energien / 100-Prozent-Versorgung‘ - Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe.

02.09.2013

Am vergangenen Donnerstag fand im Peiner Kreishaus eine Sitzung zum Thema ‚Erneuerbare Energien / 100-Prozent-Versorgung‘ statt. 22 Vertreter aus Landkreisverwaltung, Kommunen, Politik, Energieversorgern, Landwirtschaft, Kreditinstituten, Forschungsinstituten und Privatleuten boten ein breites gesellschaftliches Spektrum.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand, mit welchen Mitteln und unter welchen Bedingungen das Ziel einer 100-Prozent-Versorgung mit erneuerbaren Energien im Landkreis Peine erreicht werden kann.
„Was den Strombereich betrifft, ist der Landkreis mit knapp 80 Prozent Versorgung über Solar-, Bio- und vor allem Windenergie bereits auf einem guten Weg. Die Gemeinden Edemissen, Hohenhameln und Lahstedt erzeugen bereits heute mehr Strom aus erneuerbaren Energien als alle Haushalte dort verbrauchen“, erläutert Kreisbaurat Wolfgang Gemba.
In den Bereichen Wärmeenergie und Verkehr ist das 100-Prozent-Ziel schwerer zu erreichen. Einerseits sind die Einflussmöglichkeiten des Landkreises bei Letzterem begrenzt, andererseits bestehen bei der Bioenergie als wichtigster Wärmequelle Interessengegensätze, zum Beispiel zwischen Energieversorgung und Naturschutz, die es auszugleichen gilt.
Vor allem die Bürger müssten über geplante Maßnahmen rechtzeitig informiert und eingebunden werden, damit aus potenziellen Profiteuren der Energiewende keine Verhinderer werden.
Klargestellt wurde auch, dass die Energiewende zwar viel Geld kosten wird, aber ein Unterlassen notwendiger Maßnahmen in Zukunft wesentlich teurer würde.
Einigkeit herrschte darüber, dass verlässliche und vor allem längerfristige politische Rahmenbedingungen – über Legislaturperioden hinaus – für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien unerlässlich sind.
Zudem bestünden die größten Defizite in der Umsetzung von Maßnahmen, zumal genügend Wissen und Informationen über die Thema vorhanden sei: Handeln ist gefragt. Hier wäre ein gemeinsames Vorgehen verschiedener Akteure – Verwaltung, Unternehmen, Energieversorger, Kreditinstitute etc. – wichtig, das aber von einer Institution koordiniert werden müsste; möglicherweise in Form einer regionalen Energieagentur, wie es sie in anderen Landkreisen bereits gibt.
Kurz angerissen wurde zum Schluss der Aspekt Lebenswandel und Konsum, innerhalb dessen alle Bürger vielfältige Möglichkeiten haben, Energie und Emissionen einzusparen. Zu diesem Thema wird am 19. September eine Arbeitsgruppe tagen.
Die Federführung bei der Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts liegt beim Landkreis Peine, Fachbereich Umwelt, Bauen, Verbraucherschutz. Mit der Erarbeitung des Konzepts ist die target GmbH aus Hannover beauftragt. Finanziell wird die Entwicklung des Klimaschutzkonzepts von der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU) gefördert (www.bmu-klimaschutzinitiative.de).

Quelle: Landkreis Peine
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