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Visionen für eine neue Mobilität

Mit Legosteinen wurden in diesem Workshop Ideen für neue Formen der Mobilität simuliert.

„Kluge Köpfe für die Region Braunschweig“: 90 Jugendliche aus der ganzen Region in Peine.

Von Falk-Martin Drescher, 15.09.2013

Peine. Verwirrte Blicke, erstaunte Passanten und verwunderte Anwohner: Für zwei Tage lang wurden die leerstehenden Läden an der Hertie-Brache in Peine für das Festival der Utopie reaktiviert.

Das neue Format, das sich in diesem Jahr mit dem Thema „Mobilität“ auseinandersetzte und dazu rund 90 Jugendliche nach Peine zog, kann ein durchweg positives Fazit ziehen. Das Festival, das aus der Initiative „Kluge Köpfe für die Region Braunschweig“ hervorgeht und vom Haus der Wissenschaft veranstaltet wird, ist eine Beteiligungs- und Mitbestimmungsplattform für Jugendliche. Interessierte zwischen 18 und 35 Jahren konnten sich für unterschiedliche Workshops wie Film, Szenariotechnik und auch Schauspiel anmelden – unterschiedliche Ansätze mit Hinblick auf die Mobilität der Zukunft. In kurzen „Wissensduschen“ von Mobilitäts-Experten aus ganz Deutschland, darunter Vertreter von Volkswagen, der Ostfalia Hochschule und auch dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, konnten sich die Teilnehmer inspirieren lassen.
„Mir gefällt die Mischung des Festivals: Wissen erfahren und selbst aktiv werden“, schilderte Neven Josipovic aus Braunschweig. Ihm gefiel vor allem, dass übliche Denkmuster hinterfragt wurden und auch über den Tellerrand hinaus gedacht wurde. Ruben Knoll ergänzte: „Die Location ist der Hammer. Man sollte viel häufiger Leerstände nutzen.“
Ziel des Festivals war dabei nicht, einen Katalog mit „druckreifen Konzepten“ zu entwickeln, sondern vielmehr Raum für Kreativität zu geben. Ann-Kathrin Meyerhof, Projektleiterin des Festivals, erläuterte dazu: „Wir wollten neue Ideen heranwachsen lassen, Impulse setzen. Es sollte neu und anders gedacht werden – die Teilnehmer sollten sich von Denkmustern freimachen.“ Mit Erfolg: Kurze Theaterstücke waren zu sehen, Filme wurden gedreht, Welten aus Lego erschaffen, „utopische“ Texte verfasst und vieles mehr. Die sogenannten „Strippenzieher“, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur, machten sich am gestrigen Sonnabend ein Bild von den Visionen, „angelten Utopien“. Utopisten und Strippenzieher vernetzen sich, tauschten sich über die Ansätze aus.
„Uns stand nichts im Wege, sich kreativ auszutoben“, resümierte auch Teilnehmerin Eileen Winkler. „Das Konzept ist sehr gelungen.“ In einem Punkt waren sich alle einig: Die Ergebnisse müssen unbedingt weitergegeben und -verwendet werden. „Wir wollen ernst genommen werden“, brachte es BMW-Farbdesignerin Heike-Maria Henrich aus München auf den Punkt. Nicht Ideen verwalten – die Jugendlichen wollen sie selbst gestalten.
Eine Fortsetzung des Festivals im kommenden Jahr ist bereits in Planung. Weitere Informationen sind unter www.festival-der-utopie.de zu finden.
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