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4 Braunschweiger in der U-21 Fußball-Niedersachsen-Auswahl der Gehörlosen

4 Braunschweiger in der U21 Auswahl - Christopher Gebhardt 3.v.l., Firas Amara Bildmitte (Torwart) daneben rechts, Niklas Riske und Michel Mucke. Ganz rechts, U21 Trainer Markus Keil.
Braunschweig: Gehörlosen Sportverein Braunschweig | Erstmals hat das Bundesland Niedersachsen hat eine eigene U-21 Fußball-Niedersachsen-Auswahl in die Bundesländerbegegnungen im Rahmen des 24. Deutschen Gehörlosen Sportfestes in Essen geschickt. In den früheren Jahren waren niedersächsische Spieler in einer Nordauswahl integriert.

Die gute Entwicklung im niedersächsischen Jugendfußball hat den Gehörlosen Sportverband Niedersachsen ermuntert, eine eigene Länderauswahl aufzustellen. Zur U21 Auswahl gehören Spieler des GSV Hildesheim, des GSC Göttingen und 4 Spieler des Gehörlosen Sportvereins Braunschweig. Vom GSV Braunschweig waren Firas Amara, Niklas Riske, Michel Mucke und Christopher Gebhardt nominiert worden.

Schon im Vorfeld der Länderbegegnungen organisierte der Verband auf der Bezirkssportanlage Jahnplatz in Braunschweig zwei Sichtungslehrgänge, die am 30.04. und am 07.05.2016 in Braunschweig durchgeführt und vom dort ansässigen GSV Braunschweig hervorragend umgesetzt worden sind. Im Rahmen dieser beiden Sichtungstage konnte U21 Auswahltrainer Markus Keil, vom hiesigen Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, in Zusammenarbeit mit seinen Assistenten Christoph Rogon und Clemens Mosquera sehr differenziert und zielorientiert trainieren.

Der daraus entstandene niedersächsische Kader konnte so gut vorbereitet die Reise nach Essen antreten, wo sie auf Auswahlmannschaften aus NRW, Bayern, Baden Württemberg und einer Spielgemeinschaft Nord trafen. Leider gelang es beim 1. Turnierstart noch nicht, einen Sieg zu verbuchen, allerdings konnten die Jungs aus Niedersachsen in vielen Spielen die Partien lange Zeit offen gestalten.

Bei der anschließenden Turnieranalyse wurde deutlich, dass die Niedersachsen-Auswahl an den beiden Turniertagen den jüngsten Kader, deutlich jünger als 21, stellte. Der Jüngste der nominierte Spieler war zum Turnierzeitpunkt 16 Jahre alt. Das bedeutete, dass sie ihren Gegnern körperlich häufig unterlegen waren. Das Team versuchte die körperliche Unterlegenheit, nicht nur durch die zweifelsohne vorhandenen spielerischen Möglichkeiten auszugleichen, sondern vor allem auch durch unbändigen Siegeswillen und bedingungslosen Kampfgeist zu ersetzen. Zudem wurden fehlende Erfahrungswerte durch mannschaftliche Geschlossenheit ersetzt.

Beeindruckend ist auch die Gesamtspielzeit, die an den beiden Turniertagen zu absolvieren war: 240 Spielminuten bei hochsommerlichen Temperaturen!

Trotz verletzungsbedingter personeller Ausfälle im Turnierverlauf, hat sich die Niedersachsen-Auswahl bei Ihrem ersten Auftritt sportlich hervorragend verkauft und einen soliden und sympathischen Gesamteindruck hinterlassen, auf dem sich aufbauen lassen wird. Die Sichtung im Bundesland Niedersachsen wird fortgesetzt und auch intensiviert.

Verbandstrainer Markus Keil nach dem Turnier: „die Arbeit mit meinem Organisations- und Trainerteam, sowie mit der Mannschaft hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich darf sagen, dass ich stolz darauf bin, Trainer dieser U-21 Niedersachsen-Auswahl zu sein!“

Dass es ein erfolgreicher Start war konnte dadurch bestätigt werden, dass Christopher Gebhardt, der sonst auch noch beim Bezirksligisten SV Rammelsberg spielt, mit dem Hildesheimer Ali Jafar zum U21 Sichtungslehrgang der U21 Nationalmannschaft eingeladen wurde. Die U21 Nationalmannschaft bereitet sich auf die Europameisterschaften der Gehörlosen vom 5. bis 12. August in Breslau vor.
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