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Schatzsuche am Ringgleisweg

Zwei Brücken werden auf der Marienberger Straße saniert. Eine davon ist die Ringgleisbrücke kurz vor der Einfahrt zur Alten Frankfurter Straße. Fotos: Birgit Leute
Braunschweig: Marienberger Straße |

Ab Montag werden zwei Brücken an der Marienberger Straße saniert – Sperrungen geplant.

Von Birgit Leute, 01.07.2016.

Braunschweig. Die Bagger sind schon aufgefahren, die Absperrbaken stehen: Ab Montag (4. Juli) werden in der Marienberger Straße zwei Brücken saniert, Autofahrer müssen sich dann voraussichtlich bis Oktober auf Behinderungen einstellen, denn die Straße wird im mittleren Teil, etwa auf Höhe der Sollingstraße, komplett gesperrt.

Konkret geht es um die Ringgleis-Brücke, die kurz vor der Einfahrt zur Alten Frankfurter Straße über die Marienberger Straße führt. Weiter westlich wird außerdem eine Straßenbrücke saniert, die die Marienberger Straße über den Ringgleisweg hebt. Wie die Stadt mitteilt, werden unter anderem Stahlträger mit einem neuen Rostschutz und einer haltbareren Spritzbetonschicht versehen, beziehungsweise Gesimse, Geländer und die Fahrbahnplatte erneuert. Für die dreimonatige Bauzeit müssen sich Autofahrer, die zu Anliegern in den mittleren Teil der Straße wollen, einen anderen Weg suchen, denn direkt von der Alten Frankfurter Straße erreichbar sind dann nur noch die Hausnummern 1 und 2. Betroffene Gewerbetreibende sind jetzt schon sauer. „Ich habe in der vergangenen Woche 1600 Briefe verschickt, in denen ich meine Kunden informiere, wie sie zu mir gelangen können“, sagt Frank Thiele, der eine Autoreparatur in Haus Nummer 6 betreibt.

Tatsächlich ist die von der Stadt empfohlene Umleitung für Ortsunkundige mehr als verwirrend. Mit Hilfe einer Anfahrtskizze und vielen, vielen roten Pfeilen versucht Thiele seinen Kunden im Vorfeld verständlich zu machen, wie sie die Grundstücke bis Oktober erreichen – nämlich über die Friedrich-Seele-Straße und Donaustraße in die Helene-Kühne-Allee und schließlich über einen verbreiterten Durchlass über den Fuhse-Kanal. Schatzsuche für Fortgeschrittene.

„Ich habe trotzdem lieber die 700 Euro Porto investiert als keine Kunden mehr zu haben“, sagt Thiele, der sich von der Verwaltung schlecht informiert fühlt. „Im April haben wir eine Brief erhalten, ohne genaue Daten. Ich habe mich in der vergangene Woche an die Straßenarbeiter gewandt, um zu erfahren, wann und wie es überhaupt los geht“, schimpft Thiele. Einbußen befürchtet er trotz der Briefe. „Ich bin noch nicht so lange hier, habe mich gerade etabliert. Wenn es hart auf hart kommt, werde ich für die Dauer der Arbeiten wohl kurzfristig Mitarbeiter entlassen müssen“, malt der Geschäftsführer ein düsteres Bild.
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