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Tauchen auf La Palma

In den Tauchrevieren vor La Palma
 
Vorsicht Scheren
Puerto de Naos (Spanien): La Palma |

Dr. med. Herbert Schaar war ein in Braunschweig bekannter Orthopäde und Chirotherapeut. Vor über 20 Jahren hat er Braunschweig verlassen und lebt mit seiner Frau Ingrid auf der kanarischen Insel La Palma. Mehrfach habe ich ihn in seinem Wohnort El Paso besucht.

Die kanarische Insel La Palma hat einen überragenden Ruf als Wanderparadies, ist Ziel für Botaniker und Geheimtipp für Mykologen. Dass sich um La Palma herum auch hochinteressante Tauchgewässer befinden, machte Herbert Schaar mir mehrfach anhand von faszinierenden Unterwasseraufnahmen deutlich. Dazu wollte ich ihn näher befragen.
A (Andersson): Wann sind Sie nach la Palma gezogen
S (Schaar): 1993 sind wir übersiedelt. Wir waren jedoch vorher mehrfach dort, haben sondiert und ein Grundstück gekauft.
A: Warum gerade La Palma?
S: Ich kenne Tauchreviere in Deutschland, Island, kanarische Inseln, Australien, Kuba, Saba (Niederländische Antillen), Thailand, Malediven, Ägypten, Sinai und Küste bis Somalia, Kenia.
Wir suchten nach Ausweichmöglichkeiten, weil diese Reviere teilweise zu weit weg waren oder uns zu unsicher schienen. In einer Zeitschrift fanden wir bereits damals einen Hinweis auf die Tauchmöglichkeiten auf der „grünen Wanderinsel.“
Und so fiel unsere Wahl auf La Palma.
A: Sie haben auch auf La Palma als Orthopäde und Taucharzt gearbeitet.
S: Als Orthopäde habe ich auf La Palma über 20 Jahre lang in einem Ärztehaus gearbeitet. Als Taucharzt habe mich noch in Deutschland ausbilden lassen. Das ging damals nur durch einen Lehrgang bei der Bundeswehr in Kronshagen. Als Taucharzt für Notfälle musste ich nie eingesetzt worden, als Arzt für hyperbare Medizin habe ich Tauchtauglichkeits-Untersuchungen durchgeführt.
A: Wie lang ist denn die Tauchsaison auf La Palma?
S: Die Saison reicht von Ende März bis Dezember
A: Reichen im Januar und Februar die Wassertemperaturen nicht aus? Die Homepage des Clubs NAOSUB spricht von ganzjährigen Tauchmöglichkeiten.
S: Im Januar und Februar ist es nicht ganz so gemütlich. Die Wassertemperaturen liegen dann bei 19 - 20 Grad Celsius, das Meer ist dann auch oft stürmisch.
A: Die Insel ist ja nicht sehr groß. Gibt es denn mehrere Anbieter von Tauchmöglichkeiten auf La Palma?
S: Ja, inzwischen gibt es kommerzielle Tauchbasen sowohl auf der Westseite als auch auf der Ostseite der Insel.
A: Die wenigsten Touristen sprechen Spanisch; das wird bei Tauchern nicht viel anders sein. Wird in den Tauchclubs deutsch gesprochen oder kommt man auch mit Englisch weiter?
S: Man muss unterscheiden zwischen kommerziellen Tauchbasen und den Clubs, also Vereinen. In den Tauchbasen spricht man alle gängigen Sprachen. Eine Tauch-Ausbildung kann in Puerto Naos, einem Ort auf der Westseite der Insel, sogar auf Deutsch gemacht werden. Das dauert ca. 4-5 Tage. Danach hat man einen international gültigen Tauch-Ausweis. https://www.tauchpartner-lapalma.de/
Ich kenne persönlich den einheimischen Club NAOSUB: Hier wird spanisch und englisch gesprochen. Informieren kann man sich aber erst einmal auch in Deutsch auf der Homepage des Clubs http://www.naosub.com/index.html. Der Club bietet Tauchmöglichkeiten auch für Gäste und verfügt z. B. über ein großes Schlauchboot mit 450 PS. Damit kann man auch Orte aufsuchen, die man vom Ufer aus nicht erreicht.

A: Wo liegen denn empfehlenswerte Tauchreviere vor La Palma?
S: Ich kenne fast nur die diversen Reviere an der Westseite. Die sind aber hochinteressant. Es gibt weniger Korallen als z.B. in Ägypten oder den Malediven, aber die Lava-Formationen mit ihren Höhlen und Bögen sind gewaltig.
A: Kann man denn vor La Palma tauchen wo und wie man will?
S. Diese Zeiten sind längst vorbei. Auch auf La Palma ist das Tauchen reglementiert. So gibt es z. B. eine „Reserva maritima“, ein etwa 15 km langer Küstenabschnitt in dem Angeln und Harpunieren verboten ist und in dem auch nur mit Sondererlaubnis getaucht werden darf. Zusätzlich gibt es in dem Meeresreservat noch ein besonderes Schutzgebiet, welches nur wissenschaftlicher Arbeit vorbehalten ist.
A: Wer kontrolliert das?

S: Die Polizei kontrolliert das. Die Strafen für unangemeldetes Tauchen, für Tauchen ohne Lizenz oder im Schutzgebiet sind drastisch. Jetzt muss man bei jedem Tauchgang eine Boje mit der Taucherflagge setzen.
Wir haben auch schon Polizisten beobachtet, die ein paar Napfschnecken-Sammler aus dem Schutzgebiet abgeführt haben.

A: Dann schauen wir uns mal einige Unterwasseraufnahmen an.
S. Ich denke, die Bilder sprechen für sich.
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3 Kommentare
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Harry Andersson aus Braunschweig - Nordstadt | 20.12.2017 | 23:25  
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Harry Andersson aus Braunschweig - Nordstadt | 23.12.2017 | 13:54  
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Harry Andersson aus Braunschweig - Nordstadt | 27.12.2017 | 18:47  
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