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Treffpunkt auf Probe eröffnet

Antje Kämpfe und Wolfgang Büchs vor der Begegnungsstätte am Steinriedendamm 14. Foto: Ammerpohl
Braunschweig: Begegnungsstätte Kralenriede |

Begegnungsstätte in Kralenriede befristet.

Von Andreas Konrad

Braunschweig, 04.12.2015. Anwohnerproteste, eine Klage und ein geplatzter Gerichtstermin – der Start für den gestern eröffneten Treffpunkt zwischen Flüchtlingen und Bürgern in Kralenriede war alles andere als optimal. Und so bleibt der Ort wohl nur ein Provisorium.

„Wir haben gemerkt, dass die Lage direkt neben Wohnhäusern nicht optimal ist“, sagte Wolfgang Büchs, Sprecher der Arbeitsgruppe „Begegnungsstätte“. Bereits im Oktober, als bekanntwurde, dass die Begegnungsstätte am früheren Bus-Wendepunkt am Steinriedendamm 14 entstehen soll, gab es starke Bedenken von Anwohnern, die in einer später wieder zurückgenommenen Klage endeten. Inzwischen ist die offizielle Nutzungsgenehmigung durch die Stadtverwaltung erteilt. In dem jetzt weiß gestrichenen Häuschen wird Flüchtlingen angeboten, sich Informationen und Rat zu holen und Angebote von Bürgern oder Vereinen zu erhalten. Die Anwohner selbst haben dort die Möglichkeit, ihre Sorgen vorzutragen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Gruppe „Aktiv für Respekt und Toleranz“ (ART) wollen unbedingt eine Begegnungsstätte zwischen Anwohnern und Flüchtlingen schaffen. Nur eben nicht dort, wo sie gerade gestern eröffnet wurde.
„Hoffentlich werden wir schnell einen alternativen Standort finden, bei dem diese Probleme nicht entstehen und bei dem wir problemloser eine Nutzungsgenehmigung erhalten“, erklärt Christian Blümel, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Braunschweig-Salzgitter. Bis das soweit sei, wolle man wochentags ab 15 Uhr öffnen, um vor allem auch ein Stück weit sichtbar zu sein, ergänzt Antje Kämpfe, beim DRK unter anderem zuständig für soziale Beratung. Was nach dem 31. Dezember geschehe, sei derzeit vollkommen unklar. „Unser Wunsch wäre, das derzeitige Gebäude als Infopunkt weiter zu betreiben und für eine effektive Flüchtlingshilfe, einen anderen Ort mit besseren räumlichen Möglichkeiten zu finden“, so Kämpfe. Dafür ist der ehemalige Kiosk schlicht zu klein und mit zu vielen Problemen behaftet. „Wir wollen uns nicht streiten, sondern wir wollen den Leuten helfen“, fasst Kämpfe zusammen. Besitzer geeigneter Immobilien können sich unter der Rufnummer 22 03 10 mit dem DRK-Kreisverband in Verbindung setzen.
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