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Spannender Einblick in den Politbetrieb der Bundeshauptstadt

Die Besuchergruppe aus Braunschweig im Anmarsch auf den Reichstag.
 
Die Reichstag-Kuppel von der Besucherplattform aus gesehen.
Berlin: Reichstag |

Auf Einladung der Braunschweiger Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Carola Reimann (SPD) besuchte eine Senioren-Gruppe die Politikerin in Berlin. Frau Dr. Reimann ist eine über alle Parteigrenzen hinweg anerkannte Politikerin, die sich in Berlin auch für die Interessen Braunschweigs einsetzt. Sie gehört seit 2000 dem Deutschen Bundestag an. Als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion ist sie zuständig für Arbeit und Soziales, Frauen, Senioren, Familie und Jugend.

Die 22-köpfige Besuchergruppe bestand aus Mitgliedern des Siedlervereins Südstadt, Grünen Damen und weiteren, ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern. Cornelia Winter, Mitarbeiterin der Abgeordneten im Bürgerbüro Braunschweig, betreute die Eingeladenen kompetent über den ganzen Tag. Erste Station war der Reichstag. Auf der Straße umrundete – begleitet von Polizeifahrzeugen mit Blaulicht - ein Konvoi dunkler Limousinen das Gelände. Vor dem Gebäude gab es die ersten Erläuterungen und Verhaltensmaßregeln zum Einlass: Ausweis-, Sach- und Personenkontrolle wie am Flughafen. Dazu gab es für jeden ein Umhängeband, zu Deutsch Lanyard, mit einer Kennung „Tribüne“. Für Mobiltelefone galt die Anweisung „vollständig ausschalten“.

Besuch der Plenarsitzung und Gespräch mit der Abgeordneten

Auf der Tribüne war es mucksmäuschen still. Unten im blau bestuhlten Plenarsaal war das Thema: Aussprache zur Regierungserklärung zum Europäischen Rat am 9. März 2017 und zum Vorbereitungstreffen der 27 Staats- und Regierungschefs für den Jubiläumsgipfel in Rom am 25. März 2017 durch die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel.

Gerade sprach, von Zwischenrufen unterbrochen, der CSU-Politiker Hans-Peter Friedrich. Einige Abgeordnete lasen Zeitung oder schauten auf ihr Smartphone, andere unterhielten sich laut. Standen doch namentliche Abstimmungen an. Insgesamt ein hoher Geräuschpegel, der sich auch nach Ermahnung durch die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Frau Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) nicht wesentlich änderte.
Anschließend war eine Stunde Gespräch mit MdB Frau Dr. Carola Reimann geplant. Leider wurden daraus nur 30 Minuten, weil Bundesministerin Manuela Schwesig (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) dringend Frau Dr. Reimann in ihrer Besprechungsrunde zur Abstimmung des Themas Pflegeberufegesetz benötigte.

Die Reichstag-Kuppel

Wer in das Regierungsviertel kommt, kann sich kaum dem Anblick der Kuppel auf dem Reichstag entziehen. Die oben offene Stahl- und Glaskonstruktion mit zwei gegenläufigen Auf- und Abstiegsrampen gewährte der Gruppe eine wunderschöne Aussicht über Berlin. Erläuterungen lieferte ein Audio-Guide. Beeindruckend im Innern die Technik des Spiegelkonus, der mit Hilfe von selbstverstellenden Spiegeln den Plenarsaal mit Helligkeit versorgt. Unter der Kuppelöffnung leitet ein Trichter, der auch Teile des Regenwassers auffängt, die verbrauchte Luft aus dem Plenarsaal ab.

Das Mittagessen nahm die Gruppe im Paul-Löbe-Haus ein. Paul Löbe war Reichstagspräsident und Alterspräsident des ersten Deutschen Bundestags. Das Funktionsgebäude mit vielen Büros und Sitzungssälen sowie einem Restaurant für Abgeordnete, Mitarbeiter und Besucher soll insgesamt 1700 Räume enthalten (wikipedia). Aber vor dem Restaurantbesuch hieß es beim Betreten des Gebäudes wieder Taschen leeren, Rucksäcke auf das Band und ab durch die Schleuse.

Der restliche Tag stand zur freien Verfügung. Als gebürtige Berlinerin gab die betreuende Medienwissenschaftlerin Frau Winter der Gruppe noch einige Besichtigungstipps mit auf den Weg. Pünktlich war die Gruppe zurück am vereinbarten Treffpunkt. Ebenso pünktlich lieferte die Deutsche Bahn alle Teilnehmer wieder in Braunschweig ab. Ein spannender Tag mit Einblicken in die Abgeordnetentätigkeit und den Politbetrieb der Bundeshauptstadt neigte sich dem Ende zu.
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